gamescom Sonnabend: Hitze der Savanne

(Zusammenfassung fehlt.)

geschrieben von Яedeemer Mittwoch, 22. August 2012 um 22:44 UhrDarstellungsfehler möglich

Als wir im Frühstücksraum sitzen, fällt am anderen Ende des Raums bei irgendwelchen Franzosen der Begriff "Guild Wars". Wir stellen daher fest, dass der Cocktailparty-Effekt nicht nur mit dem eigenen Namen funktioniert.

Die Messe ist erstaunlich leer. Viel Besonderes passiert aber nicht. Heute ist eine Sylvari-Cosplayerin am ArenaNet-Stand. Die hätten wir aber am Donnerstag gebraucht, als der ArenaNet-Stand von den ganzen Zombies vom Pflanzen-gegen-Zombies-Stand belagert wurde. Na ja, hinterher ist man immer schlauer.

Ich gehe einfach mal zur USK und frage, warum Spiele keine Kennzeichnungen über 18 haben, wie sie bei Filmen mit „k.s.J.“ und „s.u.“ gibt. Während ich darauf wartete, dass ich mit der Vorsitzenden reden kann, da mein erster Ansprechpartner die genannten Filmkennzeichen nicht gekannt hat, kommt ein Vater mit seinem Kind im Grundschulalter an den Stand. Sein Kind durfte bei einem Stand ein USK-6-Spiel nicht spielen, weil es kein USK-6-Armband hat. Ein USK-Mitarbeiter rückte dann aus, um dort zu sagen, dass es keine USK-6-Bändchen gibt (und vielleicht auch, dass Eltern sich ohnehin nicht an die USK-Kennzeichen halten müssen).

Wieder im Hotel beschließe ich, mich in der Stadt mal nach Klamotten für meinen baldigen Türkei-Urlaub umzusehen. Einige Orte habe ich schon gesehen, doch die Hohe Straße noch nicht. Doch dort gibt es nur Spezialgeschäfte: H&M für Frauendessous, C&A für große Größen und was man(n) sonst noch nicht braucht. Zwei seltsame Gruppierungen marschieren auf der Straße und machen Lärm wie Warnstreiks im Öffentlichen Dienst. Als sie dann jedoch aufeinander treffen, sind dem Lärm keine Grenzen mehr gesetzt.

Ich fahre mangels sinnvoller Geschäfte mit der Straßenbahn nach Weiden und anschließend nach Porz, wo ich etwas finde, was ich suche. Auf der Rückfahrt sehe ich, dass neben der Strecke lauter komische Internetadressen beworben werden: koelschpass.de, frauenautohaus.de, ichverstehnurbahnhof.de... Auf der Rückfahrt ist es unglaublich heiß im Zug. Das finden auch die anderen Fahrgäste. „Ich ruf gleich bei den Kölner Verkehrsbetrieben an und frage, wann der Saunameister hier den Aufguss macht...“, schreibe ich Aethiles.

Am Heumarkt gehe ich noch kurz zu Subway. Irgendwie sind alle Kunden außer mir mit dessen Architektur überfordert und Analphabeten, da sie sich zum Bestellen eines Brotes an der Kasse anstellen, statt dem „Hier bestellen“-Schild zu folgen. Im ähnlich aufgebauten Subway in Verden ist das selten ein Problem. Wieder an der Bahnstation prangt über dem Namen ein großes weißes U im blauen Quadrat. Ich denke, das stände für „U-Bahn“ und folge ihm. Denkste. In Köln steht das Zeichen offensichtlich für eine „Unterführung“ für Fußgänger unter einer Straße, denn auch laut dem Netzplan ist hier weit und breit keine U-Bahn-Station. Als ich zur normalen Bahnstation finde, geht die Tür des Zuges nicht mehr auf, auch ein Mädel im Zug versucht das. 30 Sekunden später erst fährt die Bahn ab.

Im Hotel machen sich die anderen drei schon Sorgen um mich. Daniel hatte mir zwischendrin „Lebst du noch...?“ geschrieben. Als ich ankomme, gucken sie „Schlag den Star“ und anschließend gucken wir das „Zombie“-Remake auf RTL2. Da wir noch nicht müde sind, gehen wir auf TS und hören zu, wie Fridolina an den Treibern ihres neuen PCs verzweifelt. Während ich ihr immer wieder versichere, sie nicht auf Lautsprecher gestellt zu haben, versuchen wir vier, ihr zu helfen, wenn wir nicht mit Lachen beschäftigt sind. Angesicht der UMTS-Drosselung haben wir das Mikrofon aus und schreiben im Chat, sodass das Lachen nicht bei Fridolina ankommt.


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