Vermischtes Schalker für einen Tag

Und wieder ein Jahr älter...

geschrieben von Яedeemer Donnerstag, 25. September 2014 um 12:41 UhrDarstellungsfehler möglich

Wieder ein Jahr rum, wieder Geburtstag. Und das Pfeifen in meinem linken Ohr und die beiden blauen Flecken auf meinem rechten Knie erinnern mich daran, darüber zu bloggen. Also gut.

Schon vor dem Schlafen ziehe ich im TS um kurz nach 0 die anderen in meinen Channel, rufe laut „Party“ und erschrecke damit vor allem Fridolina.

Nach dem Schlafen schaue ich mir mit Juli (Blogpost zur gamescom kommt bald) das Fußballspiel zwischen Bremen und Schalke an, weil er und vier seiner Freunde dafür aus dem Kreis Kleve (westliches NRW) kommen und das zufällig auf meinen Gebbi fällt. Ursprüngliche Planung war, dass sie mich mittags besuchen und wir erstmal gepflegt grillen. Aber Scheiße, Bernd, das hat nicht geklappt. Zuerst hatte einer von denen Fahrschule, dann hatten sie so früh noch keinen Wagen und dann konnten sie sich beim Spritgeld so wenig einigen, dass sie nicht mal den vieldiskutierten Zwischenstop bei der Nymphomanin von Vechta (wie Juli an die geraten ist, ist nicht mehr nachvollziehbar) eingelegt haben, obwohl das direkt auf dem Weg liegt.

Nachdem einer der fünf Bauchschmerzen - vermutlich aus Angst vor den Fahrkünsten des designierten Fahrers - bekommen hatte, sollte ich die Karte kriegen. Letztendlich hielten die Bauchschmerzen dann wider Erwarten doch keine drei Tage am Stück und so musste am Montagnachmittag noch schnell eine Karte für mich her. Juli (wir nennen ihn jetzt 'Pupsi', weil die Nymphomanin von Vechta das auch macht) hat mir dann die Handynummer von irgendeinem Typen mit einer Karte organisiert, um den Rest musste ich mich kümmern.

Letztendlich haben sich die Bauchschmerzen dann doch bei dem Typen durchgesetzt, aber die Karte hatte er schon selbst weitergegeben. Ziemliches Chaos.

Ziemliches Chaos ist dann auch der Weg zum Stadion. Die kürzeste Straßenbahnverbindung ist vom Bahnhof in Sebaldsbrück zur Haltestelle Am Hulsberg, normal sind das ein paar Minuten. Aber wenn dazwischen auch noch immer zig Fans einsteigen wollen, die nicht akzeptieren wollen, dass die Bahn voll ist, dann dauert das eben deutlich länger. Unterwegs fahren wir auch noch am Schalke-Bus vorbei.

Und so stehe ich dann eine Stunde vorm Spiel - eigentlich wollte ich mich 3 Stunden vorher mit Juli treffen - vor Tor 10 und warte zuerst auf den Typen mit den Karten (sich so spät zu treffen war dessen Idee), und dann auf Juli. Bei dem ist wohl zeitlich einiges schiefgelaufen, sodass er statt wie geplant um 17:00 erst um 19:40 am Stadion ist und statt Schalke-Pulli nur ein neutrales braunes T-Shirt an hat. Schnell rein. Dann noch Karten besorgen, damit ich in den Fanblock der Ultras darf, und dann durch die Menge zu einem guten Platz. Obwohl an den Eingängen zu den Blöcken die Karten kontrolliert werden, kann man sich zwischen allen gerade und allen ungeraden Blöcken beliebig bewegen. Als wir den Block betreten, wird schon die Aufstellung durchgegeben. Da ich mich gerade durch die Menge dränge, bekomme ich sie nur akustisch mit:

Entweder haben die Werder-Spieler unglaublich dumme Nachnamen und dann auch noch alle die gleichen, oder alle Schalker sind süchtig nach den Tabletten von Dr. Haubner.

Werder dominiert die erste Halbzeit, macht aber keine Tore. Schalke auch nicht, obwohl wir uns die Seele aus dem Leib und die Trommelfelle aus den Ohren singen. Schon nach wenigen Minuten habe ich ein Pfeifen in den Ohren. Aber Ohrenstöpsel tragen ist nicht, die sind ja immer Dort... – äh – Lüdenscheid-Nord-gelb.

Als unser Block „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“ zur Melodie von „Go West“ von den Zoofachhandlungs-Jungs singt, stehen auch tatsächlich die Schalke-Fans auf den anderen Rängen auf. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit schießt Schalke zwei Tore. Das erste davon kriegen die Leute in meiner Ecke kaum mit, weil eine Flagge im Weg ist. Vielleicht fällt auch deshalb der Jubel im vergleich zum zweiten und zum dritten Tor kurz vor Ende deutlich bescheidener aus.

Nach dem Spiel dauert es etwas, bis wir das Stadion verlassen dürfen. Irgendwer hat wohl eine Fahne auf den Vorsänger geworfen oder so. Noch länger dauert aber die anschließende Reise zum Hauptbahnhof.

Vor dem Stadion stehen Busse. Ich frage eine Busfahrerin, wie ich zum Hauptbahnhof komme. "Zu Fuß", antwortet sie flapsig und fügt dann hinzu: "Oder mit der Straßenbahn". OK, also ab zur Haltestelle. Die Bahn kommt ziemlich schnell, fährt jedoch nicht direkt zum Bahnhof sondern zuerst durch die City. Und weil sich die Zugführerin und die Fans bei jeder Haltestelle einen Wettkampf der Sturköpfigkeit liefern, dauert es statt 10 Minuten wie normal einfach mal 40. Auch weil die Fahrerin zweimal einfach aussteigt, und beim zweiten Mal noch die Straßenbahn-Unfallhilfe anrückt und den Zug zuparkt.

Zu dem Zeitpunkt haben viele Fans bereits den Fußweg zum Bahnhof abgetreten. Wäre wohl von Anfang an sinnvoller gewesen, da hatte die die Busfahrerin nicht ganz unrecht.

Immerhin läuft die anschließende Zugfahrt planmäßig und ich verbringe die letzten meines Geburtstags zu Hause. Mit einem lauten Pfeifen im linken Ohr.

Ein Hinweis noch: Ich bin kein Fan eines bestimmten Vereins, aber mag Fußball. Ich freue mich aus geografischen Gründen meist, wenn ein naher Verein gewinnt oder ein klarer Außenseiter siegt, letzteres weil ich es allgemein gerne habe, wenn ungewöhnliche Dinge passieren. Ich hoffe, dass sich niemand von diesem Post angegriffen fühlt.


Kommentare

EAB (Gast) fand am Sonnabend dem 04. Oktober 2014 um 19:57 Uhr:

Neue Blogposts? Neue Blogposts! Alles Gute, Janni! Ich war die letzten Jahre nicht mehr auf der gamescom, und freue mich deswegen auch auf deinen angekündigten gamescom-Bericht.

Achja, kommen die restlichen Blogposts zu Fuerteventura noch? Es macht den Eindruck, als wären die noch unvollständig.

Яedeemer erklärte am Sonntag dem 05. Oktober 2014 um 03:41 Uhr:

Ja, da kommen noch welche. Ich muss erstmal so viel Zeug einstreuen, da mir das wichtiger erscheint.

Kommentar schreiben

Gib eine Zahl zwischen vierhundertsiebenundzwanzig und vierhundertsiebenundsiebzig ein:
(in Ziffern)