Namibia Abend 8: Sesriem – Naturfahrt

Über Stock und Stein zur Malaria-Prophylaxe

geschrieben von Яedeemer Gründonnerstag, 2. April 2015 um 14:22 UhrDarstellungsfehler möglich

Aufgrund von Unwettern ist bei meiner Rückkehr von der Naturfahrt das Internet nicht mehr verfügbar. Es hat wohl ein schweres Gewitter gegeben. Aber mal von vorne.

Um 17:15 ist Treffen für die Naturfahrt angesagt, obwohl die erst um 17:30 starten soll. Die erste Gruppe ist aber bereits um 17 los. Diesmal soll sich das eher um Landschaft als um Tiere drehen. Das finde ich zwar schade, aber na ja, kann ja trotzdem was werden.

Zuerst lernen wir etwas über drei verschiedene Pflanzen:


Zuerst wäre da der Kameldornbaum mit seinen unglaubliche 50 Meter tiefen Wurzeln, der von Oryxen wegen des Eiweißgehalts seiner ohrenförmigen Früchte geschätzt wird.


Der Stinkbusch, der nur zu bestimmten Jahreszeiten stinkt.


Und das Buschmanngras (dieses typische Savannengras), dessen Samen so geformt sind, dass der Wind sie in die Boden bohrt.

Springböcke sind wählerischer als Oryxe und fressen vor allem grüne Pflanzen. Bei den Oryxen kann man Männchen und Weibchen übrigens sehr gut an den Hörnern auseinanderhalten: Bei den Weibchen stehen sie oben weiter auseinander, während die beim Männchen fast parallel sind.


Oryxe im Vergleich

Webervögel, die die an Tag 3 behandelten Nester bauen, bauen zwar immer weiter an ihrem Nest und geben es nicht ohne Grund auf, richten sich aber für den Fall einer Zerstörung ein Ersatznest ein. Außerdem machen sie ein weiteres Nest, wenn das bestehende Nest den Ast zum Brechen bringen könnte.

Die Lodge liegt inmitten von versteinerten Dünen. Warum sind die versteinert? Das liegt daran, dass sie zu 3% aus Eisen bestehen und lange Zeit unter dem atlantischen Ozean vergraben waren. Das kann man heute noch sehen, indem man Wasser in nicht versteinerten Sand der Dünen kippt und den nassen Teil ausgräbt. Er hat eine sehr große Festigkeit:


Eisensand

So genug gelernt, jetzt gibt es Bilder. Anfangs war es bewölkt und ich war sehr enttäuscht. Aber letztendlich gibt es doch noch ein paar schöne Bilder wie ich finde:

Weitere Bilder:


Komischer Baum


Oryx


Die auffällig geordnet stehenden Bäume befinden sich entlang eines gerade trockenen Riviers, das übersetzt Tiefer Fluss heißt.

Malaria-Prophylaxe

Die Naturfahrt endet mit der namibischen Malaria-Prophylaxe, auf Deutsch Gin-Tonic. Nichts für mich, ich trinke ja keinen Alkohol. Muss ich wohl an Malaria sterben. Ach so ein Quatsch, hier gibt es gar kein Malaria.
Das ganze läuft etwas zeremonieller ab. Es gibt Salzstangen, Cheddar-Häppchen und Oryx-Wurst als Snack, sowie andere Getränke zur Auswahl.


Namibische Malaria-Prophylaxe
Besser als Prophylaxe beim Zahnarzt allemal.

Da die Malaria-Prophylaxe auch prophylaktisch gegen klare Gedanken zu wirken scheint, mache ich noch ein paar Fotos:


Die eine Spinne scheint die andere zu fressen.


Seltsames Foto, das es mir irgendwie angetan hat.

Auf dem Rückweg zur Lodge sieht man in weiter Entfernung starke Gewitter.


Gewitter

Beim Abendessen unter freiem Himmel fallen auch ein paar Tropfen auf unsere Häupter. Einige gehen nach drinnen, ich aber nicht. Später fotografiere ich noch ein bisschen was im Hotel und verpasse den Nachtisch, der mir aber nachgeliefert wird.


Auf dem Hotelgelände...


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