Kuba Tag 5: Viñales, Cayo Levisa – Ab auf die Insel

Die volle Dosis Erder♥tik

geschrieben von Яedeemer Donnerstag, 28. Juli 2016 um 01:35 Uhr

Flagge des 26 Julio
Heute ist Nationalfeiertag. Wir sind heute ebenfalls chillen.

Ich werde nur einmal geweckt, yay! Draußen zwitschern die Vögel. Frühstück findet auf einer überdachten Terrasse statt. Eine Vorbereitung auf all die Erderotik heute.

Viñales vom Hotel La Ermita
Ausblick vom Frühstücksplatz aus
Internet-Explorer-Schild
Und wo geht’s hier zum Firefox?

Heute fahren wir auf die Insel Cayo Levisa. Das Wort „Cayo“ stammt aus der Sprache der Ureinwohner und wurde in Amerikanische übertragen, wo es Key heißt. Wie in „Key West“. Und damit da keiner hinfährt, sind die Boote hier gedrosselt. Die relativ nahe Insel bedeutet deshalb 30 bis 40 Minuten Fahrzeit, je nach Boot.

Leider sind die ersten beiden Boote schon voll, deshalb fahren wir mit dem dritten. Vielleicht sollten wir glücklich sein, dass sie uns nicht noch mit draufgesteckt haben. Wir warten dann eine Stunde im Restaurant in der Nähe des Anlegers. Der Anleger liegt inmitten eines Mangrovenwaldes.

Minimangrove
Minimangrove

Am Anleger schwimmt eine kleine Schildkröte im Wasser. Die Bilder sind aber nichts geworden.

Boot Triton
Mein Auto, mein Boot, mein Flieger. Ich bin groß, so groß, ich bin ein Sieger.
Anleger von Cayo Levisa
Meine Insel, mein Kind mit deiner Frau. Mein Gesetz, dein Vergehen, das weißt du genau.
Baumratte aus Ton
Alles meins!

Auch der Anleger auf Cayo Levisa ist von Mangroven umgeben, durch die wir zunächst zur anderen Seite gehen, wo es einen Sandstrand gibt.

Bohlenweg durch die Mangroven
Bohlenweg durch die Mangroven

Ein kompletter Inselrundgang ist leider nicht möglich. „Da geht’s nicht rum“, sagt Annemarie. „Das hätte ich ja nicht gedacht, dass in Kuba Rum mal nicht geht...“, sage ich.

Palmendieb
Der Lümmel klaut die Palmen (sagt zumindest sein Name).
Einsiedlerkrebs
Der Lümmel klaut den Reis.
Auffällige, weiße Blume
Ich weiß leider nicht, wie diese Blume heißt.

Gut, genug Flora und Fauna, jetzt gibt es Erderotik.

Palmen
Weg zum Strand
Strand
Strand von Cayo Levisa
Bohlenweg
Auf dem Holzweg: Dieser Bohlenweg ist zwar recht lang, kann jedoch an keinem Ende betreten werden. Ein Soda-Bohlenweg sozusagen.
Strand
Strand von Cayo Levisa

Um 15:30 treffen wir uns zur Abfahrt und gehen über die Bohlenwege zum Ableger.

Schild „Cayo Levisa“
Zeit, Cayo Levisa zu verlassen.

Auf der Rückfahrt haben wir das Boot für uns allein. Dabei kriegen die auf der linken Seite sitzenden Leute immer wieder was von den Wellen ab, darunter auch ich. Einige wechseln daraufhin auf die andere Seite. Die linke Idiologie aufgeben und das auf Kuba...

Cayo Levisa
„Skyline“ von Cayo Levisa
Auto steckt quer in einem senkrecht zur Straße verlaufenden Graben
Glatt. Ich machen so. Auto machen so. Pfff. Unfall.

David und Jaime warten schon auf uns mit einem kühlen Bus. Sie dürfen übrigens, wie alle anderen Kubaner auch, keine Boote betreten, solange es nicht ihr Beruf erfordert (z.B. weil sie auf einer Insel arbeiten).

Annemarie liest eine Geschichte aus einem Buch vor. Es geht um das Klauen von Kühen. Das ist ein lukratives Geschäft, denn fast alle Kühe gehören dem Staat. Ein paar wenige Bauern bekommen vom Staat eine Kuh geschenkt. Und wer auf Kuhba eine Kuh klaut, der wird härter bestraft als ein Mörder. Die Geschichte handelt von jemandem, der mehrere Kühe geklaut hat und dafür 15 Jahre in den Knast gewandert ist, genauer gesagt um dessen Familie. Inzwischen ist das Töten von Menschen dann doch härter bedroht als das Schlachten von Kühen.

Die Regierung hat mal versucht, das hitzeresistente Asiatische Rind mit dem milchgebendem Holsteinrind zu kreuzen, um ein hitzeresistentes Rind zu erhalten, was viel Milch gibt. Es hat nicht funktioniert. Wahrscheinlich ist ein Rind rausgekommen, was keine Hitze abkann und wenig Milch gibt. Deshalb müssen die Holsteinrinder weiter klimatisiert gehalten werden.

Wir kommen an einem Unfall vorbei. Ein touristischer Mietwagen steckt einige Meter neben der Straße in/über einem senkrecht zur Straße verlaufenden Bach. So wie eine Brücke. Der Abschleppwagen ist schon da, ich sehe Ratlosigkeit in den Augen der Leute. Auch ich bin ratlos: „Wie!?“

Der Großteil der Gruppe möchte auf dem Weg zurück in der etwa 2 km vom Hotel entfernten Stadt Viñales aussteigen. Ich mache nicht mit, denn ich sehe die Wolken am Himmel und als ich nach einem kleinen Einkauf im Hotelladen – Erfrischungsgetränke kosten auch hier deutlich weniger als Wasser, das es wie sonst selten auch mit Kohlensäure gibt und das ohne Aufpreis – gerade bei meinem Hotelzimmer ankommen, fängt es an zu donnern und es gibt Stromaussetzer.

Blitz
GEWITTER!? IN VIÑALES!?

Das Internet ist aber auch so schon kaputt. Deshalb bekommt ihr diesen Blogpost leider etwas später.

Bienenelfe
Bienenelfe (ein Kolibri)

Wir gehen dann um halb acht runter nach Viñales. Annemarie erzählt, dass sie in der Nacht eine Kakerlake mit dem Duschkopf erschlagen hat. Heute morgen fraßen sieben weitere Kakerlaken ihren toten Artgenossen. Also Kakerlaken lieber nicht erschlagen. Und bei einer Frau lief eine größere Spinne durchs Zimmer, ist aber so schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen ist.

Hotel La Emrita
Das Hotel La Emrita (oben) in der Abendsonne vom Weg nach Viñales aus gesehen
Tannenbäumchen mit Lametta
Lametta! Damit frohe Weihnachten!

Die anderen sind etwas vor mir, da ich noch auf dem Dortplatz im WLAN bin und sie das nicht mitbekommen haben. Letztlich finden wir uns aber doch wieder.

Auch in dem Restaurant gibt es wieder kein Brot für Sandwiches... Dabei scheint das sowas wie ein typisch kubanisches Gericht zu sein, da man Sandwich mit Käse, Schinken und (was ich aber nicht nehme) Schweinefleisch wirklich überall kriegt.

Die anderen sieben trinken Wein. „Wein“. Der soll wohl schon zu Essig geworden sein. Nicht so die Bosstransformation. Der Wein kostet 22 CUC. Ein Liter Weinessig kostet in Deutschland 39 Cent. Don Hugo war offenbar ein ziemlicher Huso. Dabei hatte Annemarie, die dabei ist, auf der Fahrt gesagt: Die spanischen Weine, die man in Kuba bekommt, sind die Weine, die in Spanien keiner trinken will. Es hat sich bewahrheitet. Wir lassen Gläser für alle (außer mich) kommen, aber zwei von uns entscheiden sich, den „Wein“ von der Dachterrasse runter in den Teich zu schütten.

Sonnenuntergang in Viñales
Sonnenuntergang vom Restaurant aus gesehen

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