Süd-Afrika Tag 6: Malealea – Wasserfall und Buschmann-Zeichnungen

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geschrieben von Яedeemer Sonntag, 30. Juli 2017 um 18:22 Uhr

Heute haben wir einen freien Tag. Es werden verschiedene Touren durch das Fukufuku-Gebirge angeboten. Nachdem sich gestern noch zwei Fraktionen gebildet haben, machen wir dann doch alle dieselbe: Wasserfall und Buschmann-Zeichnungen. Nur eine bleibt im Camp.

Zwei von uns decken sichnoch mit Obst in einem der Wellblech-Läden vor der Lodge ein. Ein Kind bedient. „Du weißt schon, dass du gerade Kinderarbeit unterstützt hast?“, frage ich. Das Kind konnte kaum Englisch und konnte den Preis von drei Bananen (je 4 Rand) und einem Apfel (3,50 Rand) nicht zusamenrechnen.

Da von unseren Führern sehr wenig erzäht wurde, gibt es wieder vor allem Bilder.

Botsuela-Wasserfall

Als erstes besuchen wir den Botsuela-Wasserfall. Dazu folgen wir dem gleichnamigen Fluss.

Wir wandern ins Tal
Der Wasserfall befindet sich den Fluss entlang weit hinter der Flussbiegung.
Flussbett des Botsuela-Flusses
Es wechseln sich Flussbetten aus Steinen mit solchen ab, wo sich der Fluss wie hier ins Gestein gefressenen hat.
Botsuela-Wasserfall
Der Botsuela-Wasserfall

Vom Wasserfall zurück

Ausgerissenes Schaf
Ausgebüchstes Schaf...
Eine Schaf- und eine kleine Rinderherde
...und die Herde zu der es eigentlich gehört. Ein Junge, der sie hütet, war aber schon auf dem Weg. Auch eine Rinderherde is zu sehen.
Rinder
Glückliche Steaks. Die Basotho halten vor allem Hunde, Ziegen, Schafe, Rinder, Esel und Pferde. Es gibt auch manchmal Schweine, Katzen und Maultiere.
Kritzeleien
Da es noch eine ganze Ecke bis zu den Buschmann-Zeichnungen ist, zeichnen wir unsere eigenen und versuchen uns vorzustellen, worum es bei den Zeichnungen gehen könnte: Kein Handynetz, Computerprobleme, WLAN, iPhones und die Suche nach der großen Liebe auf Parship.
Basotho-Bergdorf
Bergdorf

Wer doch nicht die große Tour machen will, hat jetzt die Chance, zurück zum Camp zu gehen. Eine Hälfte entscheidet sich dafür, ich gehe zusammen mit der anderen Hälfte zu den Buschmann-Zeichnungen. Ich muss ja schließlich wissen, wie gut die obigen Zeichnungen der Realtität entsprechen.

Buschmann-Zeichnungen

Grille
Grille
Basotho-Kinder
Ein paar Kinder erwarten uns singend bei der Echo-Höhle, einer Höhle von der aus man besonders gut Leuten auf der anderen Seite des Tals etwas zurufen kann. Sie haben uns wohl gesehen und sind dann hierher gelaufen.
Gummistiefel sind übrigens (und das ist kein Scherz) fester Bestandteil der Bekleidung der traditionell lebenden Basotho unabhängig des Alters, Erwachsene tragen dazu üblicherweise ein paar meist graue Decken als Oberteil.
Echo-Wand
Wand, an der das Echo abprallt

Die Zeichnungen sind vor 7000 Jahren entstanden. Das Volk der Son hat sie mit Blut von Tieren gemalt. Da sie unter einem Felsvorsprung liegen, sind sie bis heute ohne Restauration erhalten.

Buschmann-Zeichnung 1
Zeichnung 1
Das große Tier ist ein Eland, das es hier bereits seit langem nicht mehr gibt. Die Son sind dann nach Namibia gezogen, wo sie sehr abgeschieden leben. Gejagt haben sie mit Pfeilen und Speeren. Die Pfeile waren mit einem Gift versehen, das die Tiere aus dem Gleichgewicht brachte, sodass sie mit den Speeren getötet werden konnten.
Buschmann-Zeichnung 2
Zeichnung 2
Hundesilhouette
Als wir zurückgehen, sitzen ein Hirte und Hund bei der Echo-Höhle auf den Felsen.
Felder an einem Hang bei Malealea
Felder an einem Hang bei Malealea

Wieder im Camp gibt es Burger zum „Mittagessen“ (es ist schon 15 Uhr). Es gibt auch um 17 Uhr immer noch keinen Strom, obwohl die Batterie des Trucks geladen werden sollte. Der Machaniker der Lodge kommt, zieht den Stecker des Trucks aus der Steckdose und macht den Strom an. Er sagt, der Truck dürfe nicht geladen werden, erst morgen früh um halb sechs vielleicht. Dabei haben wir den Truck gestern auch schon geladen und da es um 5:30 keine Sonne geben wird, dürfte es eigentlich egal sein wird, ob wir den Truck heute oder morgen laden.

Heute Abend gibt es gebratenen Reis mit Würstchen, dazu Krautsalat. Außerdem machen wir ein Lagerfeuer und singen ein bisschen.

Morgen müssen wir aber schon um 6:30 Uhr aufbrechen und entsprechend früh aufstehen, um noch die Zelte zu packen...


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