Vermischtes Generationenkonflikt – hart aber unfair?

Lockerungen für manche

geschrieben von Janni Dienstag, 4. Mai 2021 um 20:10 Uhr

Ich muss mich mal wieder auskotzen über die Coronapolitik. Keine Sorge, wird nur kurz.

Zuerst kam die Bundesnotbremse. Das erste Mal Ausgangssperre gab es am 24. April um 0, so auch hier in Verden, obgleich Verden einer der Kreise mit der niedrigsten Inzidenz in Deutschland ist. Überhaupt stehen Niedersachsen und Schleswig-Holstein gut da. Dass ausgerechnet die CSU jetzt auf Lockerungen macht, obwohl Bayern zu den schlimmsten Bundesländern gehört – ja Thüringen, ihr seid außer Konkurrenz – finde ich etwas witzig. Die CSU zeigt uns: Man darf auch in einer Pandemie nicht den Humor verlieren.

Was passierte nach der Bundesnotbremse:

Dumme Menschen und/oder Politiker würden jetzt bestimmt sagen, dass sich nur wegen der Bundesnotbremse die Lage geändert hat. In nur 3 Tagen. So schnell konnte sich nicht mal das Bundesverfassungsgericht mit dem Witz namens Ausgangssperre beschäftigen. Ich bin da aber zuversichtlich, dass die Unverhältnismäßigkeit festgestellt wird.

Ich verstehe nicht, warum der AfD von den regierenden Parteien immer diese Verfassungsfeindlichkeit vorgeworfen wird, sie aber reihenweise Gesetze absegnen, wo jedem nicht komplett ungebildeten Menschen sofort klar ist, dass das Bundesverfassungsgericht das sowieso kassiert.

Wo wir gerade bei ungebildeten Menschen sind: Jetzt will man in bildungsfernen Schichten impfen, weil die Leute sich ständig anstecken. Ich finde, hier sollte man die Ursache beheben, also dass Menschen unbildet sind.

Nach der Bundesnotbremse soll jetzt ja das Bundeslockerungsgesetz kommen. Sozusagen die Bundesnotbremsen-Notbremse. Aber nur für Geimpfte und Genesene. Inzwischen ist der Plan der alten Leute durchgesickert:

  1. Alle jungen Leute müssen sofort sämtliche Freizeitaktivitäten einstellen, damit die alten Leute nicht infiziert werden – egal ob Kinder und junge Erwachsene psychische Folgen haben
  2. Die Wirtschaft muss mit Milliardenhilfen gestützt werden, die die jungen Leute über Generationen abstottern müssen
  3. Die alten Leute werden zuerst geimpft
  4. Die alten Leute wollen als erstes Lockerungen für Geimpfte
  5. ???
  6. Profit

Da auch Politiker zum Großteil sehr alt sind, klappt das natürlich perfekt. Ob Indonesien jüngere Politiker hat, weiß ich nicht, dort wird aber zuerst mit den jungen Leuten angefangen (Impfpflicht, Strafandrohung 1 Jahr Gefängnis oder umgerechnet 6.000 Euro). Möglicherweise nutzt man dort die einmalige Chance für eine Senkung der Rentenbeiträge (falls es da so etwas wie ein Rentensystem gibt). Okay, so geschmacklos, wie ich jetzt bin, muss ich mich mal wieder auf Corona testen lassen.

Tansania versucht es mit Heilkräutern. Nachdem man dort eine Papaya und eine Ziege positiv auf Corona getestet wurde, hat man am 29. April 2020 das einzige Labor geschlossen und durch das Staatsoberhaupt am 7. Mai erklärt, durch Gottes Hilfe sei das Land jetzt coronafrei. Am 17. Februar 2021 verstarb der Vizepräsident Sansibars an einer „unbekannten“ Lungenkrankheit und am 17. März das Staatsoberhaupt an einer „Herzerkrankung“. Also keine Anzeichen auf Corona. Sobald in Tansania der Durchbruch mit Heilkräutern gelingt, werde ich das hier natürlich sofort melden.

Zurück nach Deutschland Bei hart aber fair kam allerdings auch noch ein Argument, das mich überzeugt hat: Wenn durch die Lockerungen für die Alten weniger Coronahilfen nötig sind, müssen die jungen Leute weniger abstottern.

Und was soll laut Bundeslockerungsgesetz gelockert werden? Die Tagesschau hat dazu einen Artikel veröffentlicht, dessen Bild ein Impfzentrum von innen zeigt. In der Mitte des Bildes befindet sich ein Schild: Keine Fotos. Schön, wie die Deutsche Presseagentur auf Regeln scheißt. Würde mir nie einfallen.

Geplante Lockerungen für Geimpfte und Genesene sind:

Oder wie Frauentausch-Andreas sagen würde:

Halt, stopp! Es bleibt alles so wie’s hier ist. [...] Egal ob du hier bist und nicht.


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Vermischtes Herzlose Kommunisten-Nazis

Und Politiker, die in in schlechten Zeiten lieber für schlechte Zeiten horten

geschrieben von Janni Sonnabend, 24. April 2021 um 21:02 Uhr

Okay, ich muss nochmal #allesdichtmachen aufgreifen:

Wenn ich mir meinen Post aus der Nacht zu Freitag nochmal durchlese, fühl ich mich als Hellseher. The backpaddle is real, SPD-Mitglied und WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin forderte von der ARD den „schnellstmöglich[en]“ Rausschmiss aller Teilnehmer und in den Tagesthemen hat WDR-Monitor-Moderator Georg Restle in seinem Kommentar sogar dasselbe Leitmotiv wie ich gewählt, schwarz-weiß.

Inzwischen sind es nur noch 35 Videos und damit 18 Videos weniger als zu Beginn. Außerdem ist die Website wieder da mit einem zusätzlichen Statement ohne Autorenangabe. Ich frage mich, was den Teilnehmern das Zurückrudern überhaupt bringt...

Ich warte eigentlich nur darauf, dass mich die Amadieu-Antonio-Stiftung anruft und mir erklärt, dass der letzte Satz falsch sei, weil nicht-rechter Hass per Definition nicht existieren könne.

Von den vieren, die ich in meinem letzten Post erwähnt habe, sind noch alle da. So auch Miriam Stein, die ich ursprünglich noch erwähnen wollte, da die sagte, die Inzidenzen würden schnell sinken, wenn man nicht nur zum Shoppen sondern konsequenterweise auch zum PCR-Test nur mit negativem Test gehen darf. Für mich als Mathematiker ergibt das Sinn. Kostja Ullmann hatte in seinem inzwischen gelöschten Video die Idee, alle seine Kontakte vom Handy zu löschen, um nicht in Versuchung zu kommen, sie mal persönlich zu treffen. Das ergibt Sinn!

Ein Überblick über die Reaktionen auf #allesdichtmachen – auch wenn die eigentlich so sind, wie immer:

Die AfD klatscht. War klar. Die AfD ist deterministisch wie eine mathematische Funktion. Leider ist das aber bei ziemlich vielen Organisationen der Fall; eine differenzierte Meinung findet man im Internet selten.

„Gutmenschen“ kritisieren die Aktion. War genauso klar. Es kommt in der Politik in Deutschland überhaupt nicht darauf an, was man sagt. Es geht nur darum, wer klatscht: Wenn die AfD klatscht sind alle Beteiligten Nazis. In der Politik ist es daher wichtig, nichts zu sagen oder zu tun, was Zustimmung am äußeren Rand hervorruft.

Thomas Kemmerich kennt dieses Problem nur zu gut, als er 2020 zum ersten FDP-Ministerpräsidenten nach Reinhold Maier vor fast 70 Jahren wurde.

Wenn dann jedoch auch Sahra Wagenknecht #allesdichtmachen feiert, dann kann es nur eine einzige Schlussfolgerung geben: Alle Teilnehmer sind herzlose Kommunisten-Nazis. Und wahrschinlich sind denen auch die Leben der Alten egal.

Vor etwa 10 Jahren berichtete ein Freund auf TeamSpeak von seinem Arbeitstag als Altenpfleger. Ein Greis hatte ihm vorgeworfen, er sei ein „herzloser Kommunisten-Nazi“ und helfe keinen alten Leuten. Grüße gehen raus.

Ansonsten geben sich viele Medien Mühe, das Sprichwort „getroffene Hunde bellen“ zu bestätigen. Schauspieler: „In den Medien liest man nur, dass das Vorgehen der Bundesregierung richtig ist.“ Medien: „Die Schauspieler liegen falsch. Und übrigens: Das Vorgehen unserer Regierung ist richtig.“ Dass doch die Bildzeitung die Regierung kritisiert, brachte Marietta Slomka gestern im heute journal als Gegenargument. Das überzeugt mich nicht. Bildzeitung und die meisten anderen Medien bewerten übrigens grundsätzlich unterschiedlich, ob Kritik oder Zustimmung in der Mehrheit ist; der eigene Standpunkt sei jeweils deutlich in der Mehrheit.

Und dann fühlt sich das medizinische Personal mal wieder persönlich angegriffen. Durch Corona sterben Leute und man hat viel zu tun. Ich könnte mich jetzt auskotzen, dass ich als Systemadministrator durch die Home-Office-Pflicht auch viel zu tun habe: mit der Ermöglichung von Home Office und mit Layer-8-Problemen („Fehler 45“). Klar, von meiner Tätigkeit hängen kaum Menschenleben ab, der Vergleich ist somit zynisch und blöd.

Dass Leute sterben und dass das medizinische Personal so viel zu tun hat, liegt jedoch ganz gewaltig an Fehlentscheidungen der Politik. Und da kommen wir ganz schnell zu den Layer-10-Problemen, zu denen auch #allesdichtmachen ruhig Vorschläge hätte machen können – es aber nicht getan und sich somit selbst unnötig geschwächt hat.

Ich probier’s selbst mal, denn dass ich hellseherische Fähigkeiten habe, habe ich auch schon im Dezember gemerkt. Da habe ich mir nämlich etwas zur Wirksamkeit des Biontech-Pfizer-Impfstoffs durchgelesen. Aus den Studien ging klar hervor, dass die Wirksamkeit elf Tage nach der ersten Dosis bereits sehr gut ist. Ich habe mich echt gefragt, wie dumm die EMA und die deutsche Politik ist, dass sie zwei Impfdosen für zwingend notwendig hält. Großbritannien hat mal mit zig Millionen Leuten ausprobiert, auf die Zweitimpfung vorerst zu verzichten – Ergebnis: Kein Risikoland mehr, Öffnungen im großen Stil.

Also, jetzt ein bisschen Mathe-Nachhilfe. Vorannahmen: Für eine Herdenimmunität müssen 70% der Menschen immun sein. Der Wert wird von einer mir nicht bekannten Stelle offenbar jeden Tag neu ausgewürfelt und in den Medien veröffentlicht. Er lag in der Vergangenheit zwischen 50 und 95%. Ob jetzt 70% geimpft oder tatsächlich immun sein müssen, wird oft vermischt. Ich nehme einfach mal die letztere Definition. Außerdem nehmen wir die Wirksamkeit von 95% nach Zweitimpfung und 86,7% nach Erstimpfung an. Dann bräuchte man zur Herdenimmunität pro Einwohner (egal ob der impfwillig ist oder nicht) 0,807 Impfdosen bei nur Erstimpfung, aber 1,474 Dosen für eine Zweifachimpfung.

Diese Rechnung hat Schwächen. Während 0,807 auch der notwendige Anteil der Impfwilligen bei einer Impfdosis ist, liegt er bei Zweifachimpfung mit 0,737 geringer. Will man nur einmal impfen, darf es theoretisch weniger hirnlose Impfgegner geben. Man könnte allerdings bei zu vielen Impfgegnern die einfach die Zweitimpfung nachschieben. Außerdem kann man erwarten, dass die Impfung kürzer wirksam ist. Dann muss man halt früher wieder impfen, die Immunität sollte aber reichen, bis mehr Impfstoff verfügbar ist. Es ist ein einfacher Dreisatz – und er geht halt in Großbritannien komplett auf. So falsch können die Annahmen nicht sein.

In einigen Bundesländern wurde dadurch auch Impfstoff für die nicht wirklich notwenige Zweitimpfung zunächst reserviert. Man hortet in schlechten Zeiten Impfstoff für schlechte Zeiten? Gestern kam in den Nachrichten auf N-Joy, dass 5 Millionen Impfdosen einfach so rumliegen. Der Hausärzteverband ist empört und ich bin fassungslos. Und aus dem Grund denke ich, dass das medizinische Personal ruhig auch mal richtig sauer auf die Politik abseits der Schutzmaßnahmen sein kann. Von den Folgen der Krankenhausprivatisierung mal ganz abgesehen.

Nachdem ich Impfgegner als hirnlos bezeichnet habe, möchte ich von denen noch diejenigen als besonders hirnlos bezeichnen, die nicht möchten, dass dass andere Leute sich impfen lassen. Kann denen doch egal sein. Außer die Politik eröffnet Geimpften wegen einer hohen Akzeptanz der Impfung mehr Rechte als Genesenen und/oder Leuten mit negativem Testergebnis. Das würde auch ich verurteilen, solange nicht alle Impfwilligen geimpft sind. Man könnte jetzt diskutieren, dass in bestimmten Fällen der Test auf eigene Kosten gemacht werden muss, den Geimpfte und Genesene möglicherweise nicht brauchen. Aber gut, da muss und kann man glaube ich mit leben.

Ich bin raus. Dieser Blogpost enthält zu viel Kursivschrift, erschien aber wenigstens noch vor der Ausgangssperre.


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Vermischtes schwarz-weiß

Wenn du nach 22 Uhr noch kurz dem Hund um dein Blog ziehst und merkst: Du hast den Hund vergessen.

geschrieben von Janni Freitag, 23. April 2021 um 01:51 Uhr

Eigentlich war vorhin ich nur wegen #gntm auf Twitter. Dann tauchte aber noch ein anderer Hashtag auf und nun sind außer #gntm und #illner die Top-10-Trends auf Twitter zu einem einzigen Thema: #allesdichtmachen

Hierbei handelt es sich um eine am Abend veröffentlichte Website, auf der 51 (nach anderen Angaben 53) mehr oder weniger bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler je ein kurzes Video zu den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung veröffentlicht haben. Und dazu, dass die Presse eigentlich nur eine Meinung verbreitet/vertritt. (Man könnte jetzt fragen, ob die Presse überhaupt eine Meinung verbreiten/vertreten sollte.)

Radio Eriwan wurde gefragt: Stimmt es, dass sich in der Sowjetunion Stereoanlagen erübrigen?
Radio Eriwan antwortet: Im Prinzip ja. Man hört ja eh von allen Seiten das gleiche.

Der kleine Teil von Twitter, der seine Ablehnung begründend artikulieren kann, kritisiert, dass die Schauspieler lediglich Polemik, Sarkasmus und Zynismus zu bieten haben, aber keine Lösungsvorschläge machen (was auch durchaus ein Kritikpunkt ist!). Also eigentlich genau wie mein Blog in a nutshell.

Das erinnert mich an die Kurzgeschichte Am frühen Abend von Hans Joachim Schädlich. Sie handelt von einem Handelsreisenden, der einem Obdachlosen Vorschläge macht, wie dieser auf aus seiner Misere herauskommen sollte. Das Gespräch (und damit die Geschichte) endet mit dem Satz „Er hilft mir auch nicht.“

In der 10. Klasse sollten wir dazu eine Interpretation schreiben. Ich war der einzige, der die Geschichte komplett anders interpretiert hat als alle anderen. Während die nämlich die Schuld beim Handelsreisenden sahen, dass er nur Vorschläge macht, aber nicht selbst etwas tut, habe ich dem Obdachlosen vorgeworfen, alle Vorschläge kategorisch abzulehnen. Ich fand mich sogar so gut, dass ich mich freiwillig als erster zum Vortragen meiner Hausaufgaben gemeldet habe ~ und meine Hausaufgaben tatsächlich mal gemacht habe, das möchte ich auch mal betonen! #schlechtesvorbildnis

(Jetzt frage ich mich, warum mir der letzte Satz der Geschichte so in Erinnerung geblieben ist und ich bei der Google-Suche beim Namen Hans Joachim Schädlich sofort wusste, dass es der Autor war. Dabei dachte ich, dass mein Gehirn eigentlich nur noch aus Schlager-Lyrics besteht.)

Vielleicht kann ich auch gerade deshalb darüber lachen, weil es mein Stil ist (ich möchte nicht „Humor“ schrieben). Und weil von den drei SARS-CoV2-erkrankten Menschen, die ich kenne, B.1.1.7 nicht so sehr geschadet hat, obwohl sie alt sind. Ich finde, es sollte keine Tabus für Satire und auch Zynismus geben. Besonders gelungen finde ich folgende Videos:

Der größte Teil von Twitter kennt allerdings nur schwarz und weiß. In diesem Fall heißt das, alle teilnehmenden Schauspieler sind jetzt entweder Helden – oder Nazis, Faschos und Leerdenker. Aber ist es nicht das, was von den Schauspielern kritisiert wird? Dieses Schwarzweißdenken? Dass Meinungen, die die Maßnahmen nicht als richtig (oder nicht hart genug) bezeichnen, grundsätzlich falsch sind? Insbesondere im Video von Nina Gummich. Ich betrachte die Spaltung und Verbitterung der Meinungsfronten und der Gesellschaft als die große Gefahr der Coronazeit. Einige Leute kennen 39 Geschlechter aber nur 2 Meinungskategorien (Nazi und Antifaschist). Bei mir ist das andersrum – und das, obwohl vorhin bei #gntm das glaube ich erste Mal ein Transgender-Model einen Job gekriegt hat.

Die Website allesdichtmachen.de selbst ist inzwischen aus technischen Gründen nicht mehr erreichbar. „Der Server zeigt Civilcourage“, meint ein Twitternutzer. Das finde ich sogar mal lustig, auch wenn den da mitschwingenden Unterton nicht befürworte, dass diese Leute nichts sagen (können) sollten. Meinungsfreiheit abhängig von der Meinung ist keine Meinungsfreiheit. Hmm? Auch über einen Tweet, dass es jetzt 53 weitere Arbeitslose gibt, musste ich lachen.

Am Ende läuft das wahrscheinlich so wie mit dem Megaupload-Song: Keiner der Schauspieler will dann die (deutlich „kritischeren“) Ansichten des Initiators Bernd K. Wunder gekannt haben und alle distanzieren sich. Von sich selbst.

So, ich muss jetzt mal herausfinden, ob es 1989 auch eine Inzidenz von 250 gab. Janni ist raus.

...

Darf ich in einem Hochinzidenzgebiet eigentlich noch nach 22 Uhr bloggen?
(Ohne Hund.)


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Vermischtes Made in China

Die Corona-Quarantäne zwingt mich offenbar dazu, wieder regelmäßig zu bloggen. Aber zumindest mit ersterem ist ab morgen Schluss.

geschrieben von Janni Dienstag, 16. März 2021 um 23:22 Uhr

Betrifft: Corona-Quarantäne

Ich wurde gestern vom Gesundheitsamt negativ auf Corona getestet. Wenn ich mich unter den Umständen, die ich hier nicht weiter beschreiben möchte, mir nicht mal die britische Variante B.1.1.7 eingefangen habe, um die es hier geht, dann kapiere ich es einfach nicht. So viel kann dieser Made-in-China-Virus dann wohl wirklich nicht drauf haben.

Was ich aus denselben Umständen nicht kapiere: Meine Corona-Quarantäne wurde ausdrücklich nicht verlängert und endet heute. Ich bin ab morgen wieder frei. So frei, wie man in Coronazeiten halt sein kann. Yay!

Aber bevor ich wieder zur Arbeit gehe, werde ich am Freitag vom Gesundheitsamt aber noch einmal getestet.

Betrifft: Hardware

Am Donnerstag habe ich meinen Rechner mit dem ASUS TUF B450M-PRO Gaming zusammengebaut.

Inhalt meines AOpen Aeolus G325 (Handyfoto)

In dem relativ kompakten mATX-Gehäuse – ich wurde sogar schon mal einem Gamer gefragt, was ich da eigentlich auf dem Tisch stehen habe – befinden sich u.a.:

Der RAM läuft leider nicht mit der angegebenen XMP-Geschwindigkeit. Grund dafür ist wohl, dass es jetzt vier RAM-Riegel sind. Ich feile noch daran, im Ausgleich für den niedrigeren Takt die Timings zu senken.

Das Board hat zwei 12V-LED-Anschlüsse. Maximal unterstützen sie 36 Watt und 3 Meter. Ein 3 Meter langer SMD5050-LED-Streifen mit 60 LEDs pro Meter verbraucht etwa 30 Watt. Eigentlich soll man an die Anschlüsse für Gehäusebeleuchtung verwenden, ich nutze sie jedoch für die Beleuchtung meines Arbeitszimmers. Die LED-Streifen sind billige Teile aus China und sind die Farbwiedergabe ist sehr problematisch: Grün ist viel stärker als Rot, Blau ist viel stärker als Grün. Stellt man also weiß ein, ergibt das Himmelblau. Die Einstellung rgb(255,128,64), also Orange, ergibt in etwa Warmweiß. Leider lässt sich ASUS Aura nicht kalibrieren.

Außerdem wichtig war mir S/PDIF. Das Board hat das nur als Header, den man über eine Slotblende herausführen soll (früher hat man ihn für HDMI-Audio mit einer Grafikkarte verbunden). Ein mATX-Gehäuse hat aber nur vier Slotblenden. Was kann man also tun? SPDIFO- und GND-Pin geben gemeinsam ein gültiges Koax-Signal aus. Wenn man keinen optischen Ausgang braucht und man vielleicht sogar ein ungenutztes HD-Audio-Frontpanel hat, ist die Lösung recht einfach: Man steckt den Audioverbinder des Frontpanels einfach um 90° gedreht auf den Header. Ist die Seite des Headers mit dem Überstand nicht frei (in meinem Fall ist dort der Box-Header für den COM-Port), steckt man eine Stiftleiste auf den S/PDIF-Header (die genutzte stammt aus Arduino-Teilen), sodass der Header höher ist.

HD-Audio-Mikrofonanschluss mit einem S/PDIF-Header verbindenHD-Audio-Mikrofonanschluss mit einem S/PDIF-Header über eine Stiftleiste als Riser verbundenS/PDIF-Kabel über einen Mono-Klinke-Cinch-Adapter angeschlossen
Links: S/PDIF-Header mit HD-Audio-Frontpanel-Mikrofonbuchse verbinden: Ich hätte jetzt versuchen können, das zu beschreiben, aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte. (Ein Bild von Janni sagt sogar mehr als eine Milliarde Worte.) Die Pinbelegung links hat sich inzwischen bei allen Herstellern etabliert.
Mitte: Die besagte Konstruktion mit Arduino-Stiftleiste dazwischen (Handyfoto)
Rechts: Frontpanel-Anschluss mit Adapter und Kabel (Handyfoto)

Dadurch wird der Mikrofonanschluss mit dem S/PDIF-Header verbunden. Was man jetzt noch braucht, ist ein Adapter von Mono-Klinke auf Cinch. Fertig ist der Koax-Anschluss.

Da meine Heimkinoanlage nur einen optischen Eingang hat und ich zwischen ihr und Kopfhörer ohne Probleme umschalten möchte, geht das Signal weiter an ein Gerät, das ich mal irgendwann bei Aliexpress gekauft habe. Es akzeptiert ein Koax- oder optisches S/PDIF-Signal (per Schalter auswählbar) und gibt beide S/PDIF-Varianten gleichzeitig aus. PCM (max. 192 kHz) wird zusätzlich analog über zwei Kopfhöreranschlüsse ausgegeben: einmal Stereo-Klinke, einmal Stereo-Cinch. Das Gerät gibt auf beide Arten den linken und rechten Kanal vertauscht aus. Chinaqualität eben.

Betrifft: Sweets-Kapitän

Auf dem neuen Rechner habe ich TeamSpeak installiert und einen TeamSpeak-Server einer Guild-Wars-Gilde besucht. Ich bin berüchtigt dafür, dass ich Leuten auf TS immer was vorsinge und auf meiner Ukulele dazu spiele. Das ist eigentlich so ein Billigteil aus China mit Piezo-Pickup, weil ich es damals lustig fand, eine Ukulele für die Verwendung mit E-Gitarren-Verstärker zu haben. Ich spiele sie aber meist ohne Verstärker, weil ich finde, dass sie von meinen Ukulelen am schönsten klingt. Der Verstärker (Fender Passport Mini) hat einen USB-Anschluss und wird vom PC als Soundkarte erkannt. Er hat neben dem Instrumenteneingang auch noch einen Mikrofoneingang. Ich finde es lustig, da ein Mikrofon anzuschließen, den Reverb-Effekt auf Maximum zu drehen und dann im TeamSpeak “How much is the fish!?” zu rufen – denn mit so viel Reverb klingt man wie H.P.Baxxter von Scooter.

Irgendwie werde ich aber vor allem mit Schlager assoziiert, besonders mit dem Malle-/Partyschlager Bierkapitän. Einer der Anwesenden schlug in der besagten Nacht zu Freitag vor, daraus ein Lied über Guild Wars zu machen, und lieferte die ersten zwei Zeilen:

Hier spricht der Sweets-Kapitän,
darf ich bitte mal die Toolboxen sehen?
— Lyssas Warlord

Kurze Zeit später war dann der erste Speedclear-Schlager der Guild-Wars-Geschichte fertig, am nächsten Tag folgten noch ein paar Feinheiten. So werde ich meinen Schlager-Stempel aber wohl nie los.


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Vermischtes Danke für nichts

Man sollte sich öfter mal bedanken. Ich bedanke mich heute. Für nichts.

geschrieben von Janni Mittwoch, 10. März 2021 um 21:02 Uhr

Hier kurz ein paar Themen, die mir durch den Kopf gehen:

Betrifft: GuildWiki.de

Am 23. Februar hat es bei einer Routewartung des GuildWiki-Servers durch dessen Hoster das Festplattenimage zerlegt. Der Support der Firma, von der der alte Server gemietet wurde, kann oder will nicht helfen. Danke für nichts, würde ich sagen.

Seither wurde ich auf verschiedenste Arten kontaktiert. Am Sonntag habe ich einen Stream zum Spiel Age of Empires II geguckt. Unter den nur 80 Zuschauern war auch jemand, der mich erkannt und angeschrieben hat, wann das GuildWiki wiederkommt. Verdammt nochmal, kann ich sonntags nicht mal Twitch gucken?

Dabei habe ich gar nicht so viel mit dem Wiki zu tun. Ich bin weder Besitzer, noch bin ich Betreiber des Wikis. Bzw. ich war nicht Betreiber. Am Montag habe ich das Wiki auf einem kleinen Server installiert. Zugrunde liegt ein Backup, dass das Internet Archive periodisch (alle zwei Jahre) von nennenswerten Wikis erstellt. Die Einrichtung hat etwa 4 Stunden gedauert, später dann noch einige Stunden für weitere Anpassungen.

Der Server ist zwar ziemlich ausgelastet, es läuft aber sehr flott. Die Leute sind recht zufrieden, dass das Wiki zurück und nun deutlich schneller ist, auch wenn Änderungen der letzten 12 Monate nicht vorhanden sind.

Die Kommunikation lief leider äußerst schlecht. Details von demjenigen, dem der jetzt defekte Server gehörte, habe ich nicht erhalten.

Betrifft: Weltfrauentag, Gehalt, Gender Pay Gap

Wegen der Arbeit am GuildWiki konnte ich am Montag gar nicht so richtig den Weltfrauentag feiern.

Vor kurzem hat mein Vorgesetzter der Abteilung Heise+ abonniert. Heise ist eine Nachrichtenwebsite zum Thema IT und Autos. Bei der Ankündigung hatte ich gescherzt, dass ich dann endlich die Artikel zum Thema Gehalt lesen kann, die nur zahlenden Kunden zur Verfügung stehen. Dann wüsste ich endlich, wie viel ich zu wenig verdiene.

Das ist eine Art Running Gag. Irgendwann ging mal ein Link zu einer Website rum, wo man berechnen konnte, wie lange der Chef eines IT-Unternehmens braucht, um das eigene Gehalt zu berechnen. „Geht bei mir nicht“, meinte ich, „meine Eingabe ist zu niedrig“.

Der Heise+-Artikel war relativ enttäuschend. Er richtet sich primär an Berufseinsteiger und Young Professionals (wobei ich zu dieser Gruppe gehöre) und ist im Prinzip zu allgemein, da er z.B. regionale Unterschiede nicht beachtet. Wer mehr wissen will, so einfach auf Get-in-IT.de gehen. Danke für nichts.

Diese Website soll (eher jüngere) Leute dazu motivieren, in die IT zu gehen. Sie hat auch eine Galerie der IT-Legenden mit kurzen Biografien von Persönlichkeiten. Angesichts des Weltfrauentags ist mir wieder ins Gedächtnis gekommen, dass von den 19 Personen alle Männer sind. Ja verdammt, ich habe deren Gender einfach geschätzt.

Übrigens: Equal Pay Day und Gender Pay Gap
Heute ist der Equal Pay Day. Aktivistinnen bezeichnen damit, an welchem Tag im Jahr der durchschnittliche Mann anfangen müssten zu arbeiten, um am Ende des Jahres so viel Geld wie eine durchschnittliche Frau. Zugrunde liegt der unbereinigte Gender Pay Gap, der Äpfel mit Birnen vergleicht, da er Jobs und Qualifikationen ignoriert.
Frauen verdienen in Deutschland überall nahezu exakt gleich viel Geld. Bei Männern hingegen schwankt das Gehalt erheblich abhängig von der Region. An Orten mit Automobilbau verdienen Männer zum Beispiel sehr viel Geld.
Da Frauen überall gleich viel verdienen, kommt der Gehaltsunterschied zwischen Ost und West somit nur durch Männer zustande. Der unbereinigte Equal Pay Day von Ostdeutschland liegt daher etwa um Weihnachten des Vorjahres. Größtes Extrem wäre Ende Oktober des Vorjahres.
Der bereinigte Equal Pay Day versucht, nur Vergleichbares zu vergleichen. Das ergibt zwar Sinn, aber wenig reißerische Ergebnisse. Der Tag liegt je nach Quelle in der 2. oder 3. Januarviertel.
(Quelle, Stand 2016)
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass ein Bericht des Statistischen Bundesamtes von 2014 in keinem Bundesland eine Bevorteilung von Frauen feststellen konnte, aber auch dort in einigen ostdeutschen Ländern der unbereinigte Equal Pay Day vor dem bereinigten liegt.

Betrifft: Corona-Quarantäne

Ich bin seit Donnerstag in Corona-Quarantäne, habe selbst mit Stand Freitagmorgen aber kein Corona. Sagte mein Arzt am Samstagnachmittag. Die Corona-Warn-App sagt bisher immer noch nichts. Danke für nichts.

Heute Mittag war das Gesundheitsamt da und wollte schauen, ob ich auch wirklich zu Hause bin.

Montag will mich das Gesundheitsamt noch einmal testen. Wenn sich dann herausstellt, dass ich die in Frage kommende Variante B.1.1.7 jetzt doch habe, befürchte ich, dass ich noch bis Ostern eingesperrt bleibe. Aber mich noch einmal testen lassen, soll über 60 Euro kosten, sagt mein Arzt. Wie wär’s mit nein?

Dass ich in Quarantäne bin, habe ich übrigens nicht schriftlich. Die entsprechende Mitteilung erhalten die Betroffenen üblicherweise erst, wenn die telefonisch mitgeteilte Quarantäne schon vorbei ist.

Betrifft: Ärger über Hardware

Nicht nur Corona macht einem das Leben schwer, auch schlechte Qualität von Hardware. Drei Beispiele:

Mainboard: ASUS TUF Gaming B450M Pro

Anfang Januar habe ich mir ein neues Mainboard bestellt. Ryzen 1000, mATX, 2x M.2 PCIe, 3x PCIe bei Grafikkarte doppelter Dicke. Zack, zwei Ergebnisse: ASUS TUF Gaming B450M Pro (2. Generation) und ASUS TUF B450M Pro Gaming (1. Generation). Jene Kreativität bei der Namensgebung.

Bestellt hab ich die 2. Generation dann beim ASUS-eShop. Nach dem Zusammenbau ließ sich das Produkt nur zuverlässig einschalten, wenn keine PCIe-Geräte angeschlossen waren. Beim einzigen Board mit 5 unabhängigen PCIe-Slots ist PCIe natürlich das primäre Kaufargument. Je mehr PCIe-Geräte angeschlossen waren, desto unwahrscheinlicher war es, dass das Gerät sich einschalten ließ, wenn man nur oft genug den Strom wegnahm. Bei der von mir beabsichtigten Belegung aller fünf PCIe-Slots also unmöglich.

Also den ASUS-Support gefragt, der meinte, ich soll die ASUS-Reklamation fragen. Die meinten, ich hätte ja noch Gewährleistung mit Beweislastumkehr, soll also den Händler fragen. Da das Board zu dem Zeitpunkt erst 3 Monate erhältlich war, hätte mir das auch der ASUS-Support sagen können. Danke für nichts.

Der Händler antwortete nicht. Eine Woche später rief ich da an. Offenbar war die Hotline des Händlers die Hotline von ASUS Deutschland allgemein. Ich bat um einen Rücksendeaufkleber für Gewährleistung und bekam am nächsten Tag (16 Tage nach Auftreten des Problems) ein Rücksendeaufkleber – zur falschen Adresse, wie sich herausstellte, aber das ist ja egal.

Zweieinhalb Wochen später machte ich dann einen PayPal-Käuferschutzfall auf, dem Montag stattgegeben wurde. Zwischenzeitlich kam das Board unrepariert zurück: PCP scratched. Sollte wohl PCB heißen. Dass Kratzer – wo auch immer die sein sollen – dafür verantwortlich sein sollen, dass sich ein Gerät meist nicht einschalten lässt, im eingeschalteten Zustand stabil läuft und sich nach dem Ausschalten nicht wieder starten lässt, ergibt meiner Meinung nach keinen Sinn.

Ich habe mir gestern aus preislichen Gründen die erste Generation bei Amazon bestellt. Bis auf die Anzahl der hinteren USB-3.0-Anschlüsse sind die Generationen im Prinzip gleich. Anfang Januar gab es lediglich eine Cashback-Aktion für die zweite Generation, was sie attraktiver machte. Aufgrund der angedrohten Vertragsstrafe i.H.v. 75 Euro bei Widerruf habe ich aber nicht daran teilgenommen, da mir früh klar war, was passieren wird.

MIDI-Pad-Controller Akai MPD232

Das Akai MPD232 ist ein Pad-Controller. Ein Pad-Controller hat große, quadratische Knöpfe, die bei Betätigung über das MIDI-Protokoll ein Signal an eine Musiksoftware sendet, die dann mit einer zur Anschlagsstärke passenden Dynamik (meist Lautstärke) ein Geräusch abspielt.

Die Betonung liegt auf ein Geräusch. Bei neueren Akai MPD232 sind es gerne auch mal zwei, da die Pads bei einer nicht geringen Anzahl an Geräten oft doppelt auslösen. Das geht natürlich nicht. Insbesondere mit zweiten Anwendungsfall dieser Geräte, in dem man wiederholende Klänge (Loops) an und wieder ausschaltet. Wenn das Gerät zweimal auslöst, schaltet es den Klang ein und sofort wieder ab.

Ich habe das Verhalten mit dem Programm MIDI-OX analysiert, indem ich vier Pads gleichzeitig gedrückt und wieder losgelassen habe. Das sah dann so aus:

0037E529   3  --     90    28    05    1  E  2 Note On
0037E52F   3  --     90    26    05    1  D  2 Note On
0037E548   3  --     90    24    05    1  C  2 Note On
0037E572   3  --     90    29    01    1  F  2 Note On
0037E61D   3  --     80    29    00    1  F  2 Note Off
0037E62E   3  --     80    24    00    1  C  2 Note Off
0037E64B   3  --     80    28    00    1  E  2 Note Off
0037E65B   3  --     80    26    00    1  D  2 Note Off
Korrekte Funktion
0037E8BC   3  --     90    28    31    1  E  2 Note On
0037E8CB   3  --     80    26    00    1  D  2 Note Off
0037E8E7   3  --     90    28    01    1  E  2 Note On
0037E8EA   3  --     90    26    03    1  D  2 Note On
0037E91F   3  --     90    29    01    1  F  2 Note On
0037E9CE   3  --     80    29    00    1  F  2 Note Off
0037EA04   3  --     80    28    00    1  F  2 Note Off
0037EA15   3  --     90    28    01    1  E  2 Note On
0037EA20   3  --     80    26    00    1  D  2 Note Off
0037EA25   3  --     80    28    00    1  E  2 Note Off
Note 0x24 löst gar nicht, 0x26 und 0x28 zweimal und 0x29 korrekt aus.
0037ECDF   3  --     90    26    02    1  D  2 Note On
0037ED14   3  --     90    28    02    1  E  2 Note On
0037ED31   3  --     90    29    01    1  F  2 Note On
0037ED41   3  --     80    29    00    1  F  2 Note Off
0037ED55   3  --     90    29    01    1  F  2 Note On
0037ED69   3  --     90    24    01    1  C  2 Note On
0037ED83   3  --     80    24    00    1  C  2 Note Off
0037ED90   3  --     90    24    01    1  C  2 Note On
0037EDB1   3  --     80    24    00    1  C  2 Note Off
0037EDB9   3  --     90    24    01    1  C  2 Note On
0037EDCA   3  --     80    24    00    1  C  2 Note Off
0037EDD0   3  --     80    28    00    1  E  2 Note Off
0037EDD2   3  --     80    29    00    1  F  2 Note Off
0037EDF9   3  --     80    26    00    1  D  2 Note Off
Note 0x24 löst dreifach, 0x26 und 0x28 korrekt und 0x29 doppelt aus.

Ich habe es reklamiert und von Amazon ein weiteres defektes Gerät erhalten. Kann nicht angehen. Dabei hat das Gerät einige interessante Features. Man kann es gut anpassen (wobei ich mir mehr als 16 verschiedene Farben für die Pad-Beleuchtung gewünscht hätte), man kann es zusammen mit einer geeigneten Software als Drum Computer einsetzen, und es hat neben den 16 Pads noch acht einfache Knöpfe, die sogar mit Tastenkombinationen belegt werden können. Außerdem hat es acht Dreh- und acht Schieberegler. Und es sieht stylisch aus.

Zeit für eine Alternative? Könnte kompliziert werden. Denn acht Dreh- und Schieberegler und mindestens 16 Pads – da gibt es nicht so viel. Marktanalyse von Geräten bis 350 Euro (das MPD232 kostet 200 Euro):

Vielleicht gebe ich es zurück und bestelle es nochmal woanders. Amazon lässt mir nämlich keine Chance, auf Reparatur statt Austausch zu bestehen, wozu ich im Rahmen der Gewährleistung das Recht habe.

Ich habe übrigens versucht, dem MPD232 per Midi-Sysex-Befehl weitere Pad-Farben unterzujubeln, indem ich unbelegte Farb-IDs gesendet habe. Irgendwas hätte es ja zeigen müssen. Allerdings prüft es alle gesendeten Informationen auf Gültigkeit.

Anschließend habe ich mich dann mit der Sysex-Programmierung meines bereits seit 4,5 Jahren verwendeten MIDI-Keyboards, ein Axiom Air 32 Mini, beschäftigt und ein Programm dafür erstellt. Dazu kommt vielleicht noch ein Post.

MIDI-Fußschalter FS2017U1SW_M

Ich habe mir bei Aliexpress einen MIDI-Fußschalter bestellt. Er hört auf den einprägsamen Namen PC Sensor FS2017U1SW_M.

Für die Hardware ist das Ding mit 19 Euro recht teuer gewesen, finde ich, zumal er keine Dynamik registriert. Und bei Ankunft registrierte er noch nicht einmal die Dauer, wie lange er gedrückt wurde. Immer 5 Millisekunden. Zum Glück ist das einfache Technik. Also mit einem kleinen Hex-Knochen aufgeschraubt, den eigentlichen Schalter nach rechts gebrochen(!), bis er aus der Verankerung gesprungen ist, dann wieder zurückgedrückt. Keine Ahnung, warum das geholfen hat, aber jetzt geht’s einwandfrei.

Wenigstens ein Erfolg. Happy End. Yay.


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