Indien und Nepal Morgen 13: Patnanagar, Kathmandu – Durch das Trishuli- ins Kathamandutal

Wir fahren einige Serpentinenstraßen entlang zur Hauptstadt Nepals

geschrieben von Janni Donnerstag, 23. Mai 2019 um 14:00 Uhr

Der letzte Tag mit inkludiertem Programm bricht an. Keine Klimaanlagen kündigen ihn an, denn durch weitere Wolkenbrüche am gestrigen Abend kann man endlich ohne Kühlung schlafen und nur dem Vogelgezwitscher zuhören.

Um 5:49 reißt mich aber dann mein Wecker aus dem Schlaf. Frühstück im Hotel (Royal Park Hotel). Gestern gab es ein Mini-Büffet (sonst hatten wir Frühstück nach Karte), heute nicht, und ich habe gegessen, was schon bei uns auf dem Tisch stand. Das Frühstück war anders als in der Reisebeschreibung angegeben inklusive.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf nach Nordosten, Ziel: Hotel YuKhang in Kathmandu.

Die Straße dorthin verläuft größtenteils am Südostufer (links) des Trishuli-Flusses, der sich teils als Strom zeigt. Vom Fluss und dem Tal hier ein paar Bilder:

Eine Hängebrücke überspannt den Trishuli-Fluss
Hängebrücke
Hang mit Bebauung und Feldern im Trishuli-Tal
Trishuli-Tal
Berge mit Bebauuung und Feldern im Kathmandu-Tal
Kathmandu-Tal

Am Mittag gehen wir zu einem Mo:Mo-Restaurant. Mo:Mo ist eine nepalesische Teigtasche.

Kabelsalat an einem Pfeiler in Kathmandu
Komm Mama, so schlimm sieht das mit den Kabeln in meinem Zimmer jetzt doch gar nicht mehr aus, oder? (HDR-Bild)

Es Folgenden jetzt vier Blogposts zu vier Zusatzausflügen, die Intrepid unter der Marke Urban Adventures anbietet und durchführt (nicht für ein bestimmtes Alter). Ich habe schon zwei von diesen Touren gemacht: Am ersten Tag in Delhi war einer, sowie am letzten Tag auf Mallorca. Beide waren gut.

Anschließend geht es am Samstagabend dann mit Omanair zurück nach Deutschland.


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Indien und Nepal Nachmittag 12: Ratnanagar – Safari durch den Chitwan-Park

Auf der Suche nach Tigern und Elefanten

geschrieben von Janni Donnerstag, 23. Mai 2019 um 10:41 Uhr

Am heutigen Nachmittag fahren wir ins Herz des Chitwan-Parks. Vom Dorf ist dieser durch den Östlichen Rapti-Fluss (Nebenfluss der auch Gandak genannten Narayani) getrennt. Einbäume sorgen für eine Fährverbindung zwischen hier und dem Park. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichen wir den Platz, an dem die Geländewagen auf die Gäste warten. Wir haben als Gruppe einen einzelnen.

Babyelefant zu den Füßen eines erwachsenen Tieres
Babyelefant, der hier mit zwei großen Elefanten geht, auf denen Menschen. Diese Menschen gehören zu einer staatlichen Stelle und nutzen die Tiere und ihre Höhe, um Streife zu reiten.
Indischer Schlangenhalsvogel mit verdrehtem Hals
Orthopädisch äußerst fragwürdig: Der Indische Schlangenhalsvogel macht seinem Namen alle Ehre.

Wir sehen im Wald ein Nashorn, aber da es weit entfernt im Dickicht ist, ist das gestrige Bild viel besser. Außerdem begegnen wir noch einem wilden Elefanten, der sich nahe eines Lagers aufhält, in dem Elefanten für die Streife gehalten werden.

Elefant im Dickicht
Elefant

Direkt neben dem Lager gibt es mitten im Dschungel eine Krokodil-Aufzuchtstation. Der Eintritt kostet 100 NPR (etwa 80 Eurocent). Die dort enthaltene Station für Schildkröten ist gerade nicht bevölkert.

Gangesgavial
Gangesgavial

Auch unsere Suche nach gestreiften Katzen hat hier endlich Erfolg. Wenn auch nicht wie erhofft:

Grau getigerte Katze
Katze der Krokodil-Station

Auf dem Rückweg fahren wir über Wege, auf die kürzlich viel Regen gefallen sein muss. Wir selbst haben hingegen nur ein paar Tropfen abbekommen.

Pfau auf Geäst
Pfau

Der Weg vom Parkplatz zur Fährstelle, wo die Ranger zunächst noch mit einem dort herumlaufenden Schwein spielen, ist komplett aufgeweicht.

Hochwasservorkehrungen am Ufer des Östlichen Rapti
Die Leute führen Vorkehrungen zum Hochwasserschutz durch.
Riesige Pfütze
Die Hauptstraße des Ortes ist geflutet. Das Hotel (hinter den Bäumen im Hintergrund) erreichen wir über einige Hinterhöfe.

Alles in allem bin ich vom Chitwan-Park doch etwas enttäuscht. Natürlich liegt die Latte durch Krüger- und Etosha-Park recht hoch. Trotzdem.


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Indien und Nepal Morgen 12: Ratnanagar – Fahrt über den Rapti-Fluss

Im Einbaum über einen Fluss voller Krokodile...

geschrieben von Janni Mittwoch, 22. Mai 2019 um 07:53 Uhr

Bilder sind möglicherweise nicht vergrößerbar. Gilt auch für den Post über gestern Abend.

Heute Morgen machen wir eine Fahrt mit einem Einbaum. Dazu fahren wir zu einer etwas außerhalb des Ortes Ratnanagar gelegenen Stelle am Fluss. Ich habe lange überlegt, ob ich meine Kamera mitnehmen sollte, falls wir z.B. gegen einen Eisberg fahren und kentern. Aber ich habe sie doch mitgebracht (leider mit konmplett falscher ISO-Einstellungen, daher ist die Bildqualität, sagen wir, ausbaufähig).

Braunliest
Braunliest (ein Eisvogel)
Dickstielige Wasserhyazinthe, dekorative Wasserpflanze mit lila Blüten
Die Dickstielige Wasserhyazinthe, ein aus Südamerika eingeschlepptes Unkraut, hat die Ufer überwuchert. Auf dem Fluss schwimmen oft „Inseln“ von mehreren dieser Pflanzen.
Krokodil liegt in Wasserhyazinthen, man sieht nur den Schwanz
Krokodilschwanz
Silberklaffschnabel
Silberklaffschnabel (ein Storch)

Unterwegs bleiben wir mehrfach stecken, erreichen dann aber doch nach gut einer Stunde unsere Landestelle, von wo aus wir zurück zum Hotel laufen, da war zwei Stunden nach Abfahrt erreichen.

Kuhreiher schreitet
Kuhreiher

Im Hotel gehe ich in meinem Bungalow erst mal bloggen. Dabei scheißt plötzlich eine Eidechse von Decke und verfehlt mich nur knapp. Ich werde gleich mal die Rezeption bitten, mein Bettlaken zu tauschen.


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Indien und Nepal Abend 11: Ratnanagar – Rhinos und Räder im Chitwan-Nationalpark

Auf einer kleinen Radtour durch die Umgebung

geschrieben von Janni Mittwoch, 22. Mai 2019 um 07:51 Uhr

Zu unserem Hotel muss man vielleicht erst mal sagen, dass es ganz normal in einem Ort (Ratnanagar) am Fluss East Rapti River ist. Es steht nicht abgelegen im Nirgendwo.

Daher bietet es sich an, um 17 Uhr eine kleine Fahrradtour durch den Ort zu machen. Die Fahrräder dafür sind eher Kindergröße. Möglichkeiten, den Sattel zu verstellen, haben sie offensichtlich auch nicht. Auf jeden Fall wären mir diese Fahrräder schon im Grundschulalter zu klein gewesen.

Wenn man schon mit Kinderfahrrädern fährt, muss man natürlich auch einen Helm tragen. Das liegt daran, dass die Fahrräder keine Bremsen haben. Wer später (oder gar nicht) bremst, ist auch länger schnell. So schnell wie man eben sein kann. Auf einem viel zu kleinen Kinderfahrrad zu fahren, ist wie Autofahren im zweiten Gang: Man kann weder richtig anfahren noch schnell fahren.


In einem ländlichen Teil des Ortes steigen wir ab und bekommen was über die Kultur erzählt. Wie sie ihre Häuser bauen und dass hier Tattoos statt Ringe die Ehe symbolisieren. Die Reiseleiterin hat unterdessen etwas ganz anderes im Sinn: Unter einem Korb befinden sich zwei Küken einer lokalen Hühnerrasse. Sie nimmt eins auf die Hand.

Hühnerküken in einer Hand
Küken
Kopf eines Wasserbüffels
Wasserbüffel

Anschließend fahren wir weiter, bis wir zum Rapti-Fluss kommen. Vom Deich kann man das Geschehen beobachten.

Chitals (Axishirsche), davon ein Männchen, das eine Glanzkrähe auf dem Kopf trägt
Chitals (Axishirsche), das Männchen mit Glanzkrähe auf dem Kopf
Indisches Panzernashorn
Indisches Panzernashorn

Außerdem gucken viele Krokodilsschnuten aus als dem Wasser, aber da gibt’s später sicher noch bessere Fotos von.


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Indien und Nepal Morgen 11: Lumbini Sanskritik – Geburtsstelle Buddhas

Shithole Country, Shithole Currency oder Chitwan Country? Das ist hier die Frage...

geschrieben von Janni Dienstag, 21. Mai 2019 um 12:59 Uhr

Es gibt keinen Post zum gestrigen Tag, weil nichts passiert ist.

Zu gestern

Wir sind um 04:00 Uhr (indische Zeit) los und um waren um 17:00 Uhr (nepalesische Zeit) oder so bei unserem Hotel, Buddha Garden, in Lumbini Sanskritik. Das sind keine 250 Kilometer Luftlinie und selbst die Fahrtstrecke betrug nur 300 km.

Indien versucht, eine Straße von Varanasi zur Stadt Gorakhpur zu bauen. Ähnlich wie man das in Deutschland sehr gerne macht, auf der kompletten Strecke auf einmal. So wechseln sich Autobahn, Dorfstraße, Schotter und gar nichts alle paar hundert Meter ab. In Gorakhpur standen wir schließlich noch 3 Stunden im Stadtverkehr. Unterwegs ist nichts passiert.

Straße mit baulicher Trennung und Geschäften an beiden Seiten
Straße nach Nepal, hinter der Kurve ist der Übergang, an dieser Strelle hat man Indien aber schon verlassen

Wie das indische Visum (81,50 Dollar) auch, kann das nepalesische (25 Dollar für 15 Tage) nur in US-Dollar bezahlen. Shithole Countries vertrauen wohl nicht auf ihre eigenen Shithole Currencies sondern wollen Devisen. Übrigens das erste Mal, dass ich Geld für ein Visum bezahlt habe. Während das indische Visumsforumlar (u.a. Körpermerkmale, Geburtstag/-ort der Eltern, vergangene Berufe, alle besuchten Länder der letzten 10 Jahre) datenschutzrechtlich noch bedenklicher ist als unsere Dorfchronik, ist die Beantragung des Visums für Nepal recht einfach. Man braucht außer dem Geld (Bar!) noch ein Foto. Am Flughafen kann man wohl das Geld umtauschen, benötigt aber zwei Fotos. Statt Fotos tut’s zumindest hier auf dem Landweg auch eine Reisepasskopie.

Ich habe aber das Gefühl, man könnte auch einfach ohne Visum rüberlaufen und würde erst am Flughafen Probleme bekommen.


Buddha’s Birthplace

Im Hotel trafen wir gestern eine andere Intrepid-Gruppe. Sie machte dieselbe Reise in umgekehrter Reihenfolge und erzählte uns davon, wie sie sich in Buddha’s Birthplace die Füße fast verbrannt haben. Da darf man nämlich teilweise ebenfalls nur ohne Schuhe rumlaufen, weshalb es sinnvoll ist, früh dorthin zu kommen, wenn das Pflaster noch kalt ist. Deshalb geht es schon um 06:30 Uhr los.

Buddha’s Birthplace ist eine Anlage um den Ort, wo 250 v. Chr. der Religionsgründer des Buddhismus geboren wurde. Sie besteht aus Tempeln und Klöstern verschiedener Länder.

Weg mit Gebetsfahnen
Weg durch den Garten (HDR-Bild)

Während man den größten Teil der Anlage kostenlos betreten kann, braucht man für den Bereich um die Ruinen des Geburtshauses eine Eintrittskarte. Sie kostet 500 Rupien (also knapp 4 Euro). Von denen aus der Gruppe, die eine Kamera tragen, wollen sie 2 US-Dollar haben. Habe ich nicht. Deshalb lasse ich die Kamera bei der Reiseleiterin und nutze mein Handy.

Gebetsfahnen
Okay, wir machen das mit den Fähnchen!
Mönche sitzen unter einem Baum
Mönche sitzen unter einem Baum. Direkt hinter mir befindet sich das Gebäude, das die Ruinen des Geburtshauses von Buddha beinhaltet (keine Fotos dort möglich). Im Becken leben Schildkröten. (HDR-Bild)
Flaches weißes Gebäude mit kleinem Turm in der Mitte
In diesem Gebäude befinden sich besagte Ruinen. Links Stupa-Ruinen. Die Uni dazu habe ich noch nicht gefunden. (HDR-Bild)
Rhesusaffe mit einem stehenden und einem hängenden Baby
Die Rhesusaffen auf dem Gelände haben gerade Babys bekommen

Das Tagesprogramm endet mehr oder weniger um 08:00 Uhr schon wieder im Hotel. Später fahren wir zum Chitwan-Nationalpark.


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