Vermischtes Wunder

Die Auftragsbestätigung für mein im August bestelltes E-Auto ist heute gekommen!

geschrieben von Janni Montag, 28. Dezember 2020 um 19:09 Uhr

Am 17. August schrieb ich in einem Blogpost über Elektroautos, dass ich mir am nächsten Tag eins kaufen wollte, und weiter:

Wenn ich die Karre bestellt habe (dazu wohl morgen mehr)...

Aufmerksamen Menschen wird aufgefallen sein, dass der 28. Dezember nicht ansatzweise auf den 17. August folgt. Ich habe mir die Karre am über All Peoples League vermitteln lassen, weil mir unser lokales Autohaus das Teil wegen der langen Lieferzeit gar nicht erst verkaufen wollte. Grund für die paar Tage Verzögerung war, dass meine Karre offiziell nicht mir gehört und die Bestellunterlagen geändert werden mussten. APL vermittelt einem ein Autohaus, das die gesparte Beratung teilweise weitergibt. Das Autohaus wollte nach der bereits verbindlichen Bestellung für meine alte Karre eine Zulassungsbescheinigung – und zwar innerhalb einer Woche. Warum auch immer.

Zulassungsstelle war aber anderthalb Wochen ausgebucht. Also erstmal dem Autohaus mitteilen, dass ich deren Anforderung nicht erfüllen kann. Zur Sicherheit aber mal bei der Zulassungsstelle angerufen. Ja, kann ich gleich abholen. Also einfach rein, 18 Euro bezahlen und wieder raus – obwohl draußen sehr viele Menschen vor der Zulassungsstelle warteten. Inzwischen hatte mir das Autohaus mitgeteilt, dass sie das Ding doch nicht mehr haben wollen. Der in rot und fett gedruckte Hinweis sei fälschlicherweise da reingerutscht.

Danke für nichts.

Auf jeden Fall ist heute (ohne weitere Kommunikation) die Auftragsbestätigung per Mail eingetrudelt. Ja, nach über 4 Monaten. Das gescannte Dokument datiert auf den 18. Dezember. Unverbindlicher Liefertermin ist immer noch Q4/21. (Auch wenn der Termin unverbindlich ist, kann man bei seiner Überschreitung die Lieferung innerhalb von 6 Wochen verlangen und ansonsten zurücktreten.) Das Autohaus hatte mit am 3. September darauf hingewiesen, dass die Auftragsbestätigung „noch einige Wochen“ braucht, da Urlaubszeit sei und es eine Modellumstellung gebe. Durch die sind jetzt zwei meiner gebuchten Extras immer enthalten (die sie Leuten, die die nicht wollten, wohl nicht mal zusätzlich in Rechnung gestellt hätten), ebenso das AVAS. Wegen letzterem muss ich leider ausrasten. Steht aber jeweils nur im Internet und nicht auf der Auftragsbestätigung.

Wenige Minuten später rief unsere Buchhaltung bei mir an. Am Freitag kam es zu einem technischen Defekt an einem Server, durch den einige Auftragsbestätigungen nicht verschickt wurden. Die Kunden würden sich jetzt beschweren, weil sie nach 4 Tagen (davon 3 Feier- bzw. Sonntage) immer noch keine Auftragsbestätigung haben...


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Vermischtes Lichtblick

Ich find Schlager toll ... oder zumindest nicht schlecht. Oder ich hab einfach akzeptiert, dass ich ständig Ohrwürmer habe davon.

geschrieben von Janni Sonntag, 27. Dezember 2020 um 23:13 Uhr

Das Jahr 2020 geht zu Ende. Für viele ein Jahr zum Vergessen. Ich habe zwar wirtschaftlich keine Nachteile dadurch, aber es war einfach langweilig. Gut, ein wirtschaftlicher Nachteil ist der riesige Schuldenberg, den die Regierung den Jungen primär zum Schutz der Alten aufbürdet. Generationenkonflikt incoming. Und dann diese sinnlose und teure Mehrwertsteuersenkung. Ich habe mir quasi nichts Größeres in der Zeit gekauft.

Dafür, dass es die europäischen Regierungen zumindest relativ richtig gemacht haben, spricht dass der Euro dann doch ziemlich durch die Decke gegangen ist dieses Jahr. Seit dem 20. März ist er jetzt über 15 US-Cent mehr wert.

Twitch – Seltsame Subkultur oder Hoffnung für Musiker?

Geholfen wurde mit dem Geld ja vor allem der Reise- und der Veranstaltungsbranche. Einige von den Betroffenen haben sich auch was überlegt, was sie jetzt machen können. Das ist für Künstler der Musikbranche natürlich einfacher als für die Leute, die sich eher im Hintergrund bewegt haben. Bekannte Musiker treten in Streams auf. Auch weniger bekannte Persönlichkeiten machen das. Für sie bietet sich die Livestreaming-Plattform Twitch an.

Zwei DJs, denen ich auf Twitch folge, sind Anastasia Rose und aus deren Team Mike Morino. Erstere ist offenbar schon vergleichsweise berühmt mit 10.000 Abonnenten. Bei Twitch sind Abonnenten Leute, die (mindestens) 5 Euro im Monat zahlen. Diese 5 Euro kriegt zur Hälfte der Betreiber Amazon, der dem Nutzer auf dem Kanal des Künstlers keine Werbung mehr zeigt (dies ist aber sowieso eher wenig), die andere Hälfte kriegt der Künstler. Der Nutzer kann im Chat Emojis (Symbole) benutzen, die der Künstler meist basierend auf irgendwelchen Memes oder von ihm häufig verwendeten Begriffen erstellt hat. Außerdem erhalten Künstler oft Geld von Zuschauern, entweder direkt oder in Form der Twitch-„Währung“, die Bits heißt. Der große Nachteil von Musikstreams auf Twitch ist, dafür jeweils bedanken und dann wirklich sehr viel über die Musik quatschen.

Anastasias Berühmtheit reichte aber dann nicht, dass sie am 28. November bei der Talentshow von Knossi gewonnen hätte. „Wenn Sie beim Namen Knossi an [...] [Mini-Cabanossi] denken“, sagte Jan Böhmermann zwei Tage zuvor in seinem ZDF Magazin Royale (ab 11:44), „dann sind Sie wahrscheinlich über 25.“ (das Zitat kommt bei 15:13). Sonst hätte ich den auch nicht gekannt. Knossi ist ein ehemaliger Fernsehmoderator, der sich jetzt auf Twitch zumeist beim Online-Glücksspiel zeigt. Damit ist er der am drittmeisten gefolgte Kanal auf Twitch geworden. Das Folgen eines Kanals führt nur dazu, über den Start von Übertragungen informiert zu werden und kostet nichts.

Am besten gefällt Knossi, wenn er bei einem maritim gestalteten Spielautomaten gewinnt. Das Symbol dafür ist eine Alge. Unter diesem Namen gibt es u.a. ein Lied, einen Likör und einen Glühwein. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat ihn Twitch wegen der Bewerbung von Alkohol aber erstmal vorübergehend gesperrt.

Auf jeden Fall macht der Knossi manchmal eine Talentshow, bei der zwölf Leute jeweils zehn Minuten was zeigen. Die drei, die am besten abschneiden, dürfen im Finale nochmal antreten. Zu Gewinnen gibt es einen Raid, das heißt, dass alle Zuschauer am Ende einer Übertragung auf einen anderen Kanal geschickt werden. Alle Zuschauer des dritterfolgreichsten deutschen Twitch-Streamers zu kriegen, ist schon was. Anastasia Rose ist damals nicht mal ins Finale gekommen. Dafür hätte sie aber auch keine Zeit gehabt, denn sie ist noch ganz normal Krankenschwester. Dass sie das trotz ihres Erfolgs bei Twitch weitermacht, ehrt sie. Gerade in so einem systemrelevanten Beruf.

Und nach ihrem Stream an dem Tag hat Anastasia Rose einen Raid zu Mike Morino gemacht. Der hat an jedem Wochentag ein Thema. Seine Donnerstagsshow finde ich am interessantesten, denn da läuft Hands Up, sozusagen kommerzieller Techno im engeren Sinn. Und teilweise auch Schlager-Hands-Up-Bootlegs...

Mein Herz schlägt Schlager

Bedeutende Produzenten von Schlager-Bootlegs sind Cloud Seven (Osnabrück), DJ Restlezz (Schweiz) und The Nation! (Amtsberg), die auch gerne zusammenarbeiten.

Bootlegs sind inoffizielle Abwandlungen von Liedern. Bei Schlager ist das Prinzip eigentlich recht einfach. Was man modernen Schlager nennt, sind so genannte Club-Mixe, die stilistisch schon nah an Hands Up dran sind. Sie sind mit um die 125 BPM etwas langsamer als Hands Up mit meistens 140 BPM. Außerdem fehlt noch etwas mehr Bass, Adlibs (kurze Ausrufe) und der Einsatz des Hands-Up-Instruments schlechthin – der Supersaw (ein gewisser Synthesizer-Patch). Oft kommt auch ein Instrumentalteil damit vor, wobei ich der Meinung bin, dass zu viel und vor allem nicht mit dem Lied zusammenhängender Instrumentalteil einen guten Schlager-Remix stört.

Ihr seht, Schlager-Hands-Up-Bootlegs zu machen, ist grundsätzlich nicht so schwer. Ich überlege, ob ich auch mal eins machen sollte. Oder vielleicht einen ganz eigenen Schlager, wobei mir keine derart banalen Texte einfallen.

Bis dahin nerve ich einfach weiter meine Freunde auf TeamSpeak mit Schlager auf der Ukulele. Ein Blick auf die in den letzten Wochen von mir erstellen Tabs auf Ultimate-Guitar:

Außerdem noch vor fast 4 Jahren Jenseits von Eden (1983) von Nino de Angelo nach diesem Blogpost.

Ich glaube, das sagt mehr als Tausend Und Eine Nacht – äh, sorry – tausend Worte.

Lichtblick ist eine Band, die Kristina Bach Ende 2016 gecastet hat, und Deutschlands erste Schlager-Girlgroup. Tausend Und Eine Nacht ist deren Debüt-Single und aus irgendeinem Grund fand es der Produzent angemessen, das Stück gegen Ende in Schlager-Dubstep abdriften zu lassen.

Wer jetzt glaubt, das einzige Werk von irgendwem namens Bach in seinem Regal wäre klassische Musik, der sollte mal schnell ins das Booklet von Atemlos durch die Nacht schauen, immerhin steht das Ding in über einer Million Haushalte. Text und Musik ist beides von der Kristina.

Nachdem Mike Morino gestern Abend einen Schlager-Stream gemacht hat, der zunächst sogar einfach normale Schlager und kein Hands Up beinhaltete, hab ich fiese Ohrwürmer vor allem von Tausend Und Eine Nacht. Dazu noch das Blasmusik-Stück Die Hektar hat von den Draufgängern (2016). Letzteres ist ein Cover von Die immer lacht mit einem Text, der sich an traditionellen Werten orientiert:

Komm her meine Süße und zeig mir dein Land
Zeig mir was du hast und wir werden seh'n
Wie groß es ist
Zu pflügen und sich dabei zu vergnügen
Oh zu säen
Ich will sehen, wie wir es mähen
Oh zu mähen
Zeig mir, was du hast

Das erinnert mich an die letzte Ausgabe vom Duell um die Welt am 5. Dezember. Da haben sie Vanessa Mai für eine Aufgabe nach Norwegen geschickt. Die Aufgabe bekam sie auf einem Felsen vom „größte[n] Schlager-Fan der Welt“, einer Norwegerin namens Imma. Nachdem Imma als Begrüßung auf dem Felsen „Das ist Wahnsinn, wir schicken dich in die Hölle!“ gesungen hatte, erklärte sie, ihr richtiger Name sei Die Imma lacht und sang Scheiß drauf (besser bekannt als Malle ist nur einmal im Jahr) von Peter Wackel. Als Vanessa Mai ihre Aufgabe akzeptiert hatte, fragte Imma „Warum hast du nicht Nein gesagt? Es lag allein an dir.“ Aufgabe war, mit Walen zu tauchen. Und als Vanessa Mai die Puste ausgang, gab es Atemlos durch die Nacht.

Die Imma lacht
Die Imma lacht und Vanessa Mai. Bild: ProSieben

Nach dem Stream von Mike Morino hab ich mich wegen all der Ohrwürmer natürlich auch gefragt: „Warum hat du nicht Nein gesagt zu dem Stream?“ Weitere hartnäckige Ohrwürmer aus dessen Streams:

Letzteres ist übrigens kein Cover von Egal vom Wendler (2017). Letzteres ist übrigens selbst ein Cover und zwar von Das machst du nur, um mich zu ärgern von Matthias Reim (2005).

Vor genau einem Jahr hatte ich noch einen Ohrwurm von Inselkind (2019) von Carolina Noeding im Cloud Seven & DJ Restlezz Bootleg Mix, nachdem das auf Technobase lief. Technobase ist auch ein einigermaßen steter Quell von Schlager-Remixen. Sehr beliebt ist nachts von Fix & Fox Komm, wir gehen in den Wald, ein Cover von Fuchs, du hast die Gans gestohlen. Jetzt etwas weniger, nachdem DJ D0wntime von dort zu Twitch gewechselt ist. Als der während einer Sendung gesagt hat, dass er Technobase verlassen wird, haben sie die Übertragung damals abgebrochen und anschließend – aus welchem Grund auch immer – die Titelliste gelöscht. Erinnert mich daran, dass zur Weihnachtszeit einige Radiomoderatoren herausfinden möchten, wie oft man Last Christmas (das Original) wiederholen kann, bis man den Strom abgedreht bekommt. Den Rekord hält meines Wissens Antenne Kärnten mit 24 mal. Na ja, immerhin machen die das in der Weihnachtszeit.

Tracklist von N-Joy am 17. Dezember 2013 von 7 bis 8 Uhr
Zählt nicht: einstündiger Last-Christmas-Marathon auf N-Joy mit unterschiedlichen Versionen (17. Dezember 2013)

Und obwohl sich das „Feiern“ ins Internet verlagert, mussten wir dieses Jahr Abschied von Techno4ever nehmen, sozusagen dem kleinen Konkurrenten von Technobase. Nachdem man um Ostern noch einen Marathon-Stream unter dem Motto Stay Home – Stay Safe auf die Beine gestellt hat, war am 30. April Schluss. Techno4ever hat mich seit 2008 bei der Entwicklung meines ersten großen Projekts paw·ned² begleitet. RIP in Peace.

Auch die Band Lichtblick hat sich übrigens Anfang des Jahres aufgelöst, dabei wäre gerade in der Corona-Zeit ein Lichtblick sehr viel Wert. Aber es gibt ja seit heute die Impfungen, die für die Reise- und Veranstaltungsbranche sicherlich ein Lichtblick sind.

Urlaubsplanung

Kommen wir zur anderen gebeutelten Branche der Corona-Krise. Der Reisebranche. Ich wollte eigentlich im Februar einen auf Alligatoah machen und im Starbucks in Phuket sitzen. Aber die Reise wurde abgesagt. Aus Teilnehmermangel. Die drei bereisten Länder (Singapur, Malaysia, Thailand) sind alle keine Risikogebiete, allerdings gibt es Einreisebeschränkungen bzw. Quarantäne. Ich glaube nicht, dass MPR-YLT überhaupt irgendeine Reise in den ersten – sagen wir – vier Monaten zusammen bekommt. Also mal nach was Anderem umsehen.

Eigentlich würde es ja Sinn ergeben, wenn ich mein Schicksal akzeptiere und die Sonnenklar.tv-Schlagerwoche in el-Guna (Ägypten) am 5. Juni buche. Aber nein. Ich würd wahrscheinlich dann auf die Bühne stürmen, ein bisschen Schlager auf der Ukulele spielen und dann Ärger kriegen.

Derzeit favorisiere ich, im Mai noch einmal mit gadventures die Südliche Ägäis zu machen – übrigens zusammen mit Kriti (Kreta) und Madeira die einzigen klassischen Feriengebiete, die nie Risikogebiet waren. Im Oktober war ja mein einziger Kritikpunkt, dass wir für die kurzen Tage zu viel getrödelt haben. Die von mir favorisierte lange Version startet aber in Attika (Athen) und das ist Risikogebiet. Sie geht dann nach Santorin, wo ich noch zwei Tage Verlängerung buchen würde.

Bis dahin ist ja noch Zeit. Planen kann man derzeit eh nicht, gerade wenn man die Flüge selber buchen muss. Eurowings hat die Anfang Oktober ausgelaufene Stornierung in einen 3 Jahre gültigen Gutschein wieder eingeführt, die ich sehr gut fand und sogar mal genutzt habe. Allerdings nur bis zum 28. Februar. Was für Flüge überhaupt verfügbar sind, ist noch nicht so ganz abzusehen. Nach aktuellem Stand wären passende Flüge mit LH, OS und A3. Die kann man zwar umbuchen, aber muss 2021 reisen.

Also am besten wieder zeitnah buchen, aber auch die Plätze für die Reise im Blick behalten. So ist halt Reisen in Corona-Zeiten.


Das war’s dann wohl für dieses Jahr. Übrigens das erste seit 2010, in dem es jeden Monat einen Blogpost gab. Und ab Freitag heißt es dann wieder: Januar ist nur einmal im Jahr.

Zum Glück.


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Vermischtes Déjà-vu

Die zweite Welle – und wieder hat Janni nur Tierfotos entgegenzusetzen

geschrieben von Janni Montag, 30. November 2020 um 23:45 Uhr

Der Herbst ist da. Die zweite Welle auch. Einiges ist anders, aber oft hat man auch das Gefühl, dass sich nichts geändert hat.

Eichhörnchen in gelben Blättern
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Auch bei der Pandemie. [Tamron 150–600mm F5–6,3 G2 (via YongNuo EF-E II) @ 600mm F6,3, 1/500 s (EV-0,3), ISO 100]

Als der Lockdown ausgerufen wurde, war mir irgendwie klar, dass er nicht das bringen wird, was die Politik sich von ihm verhofft hat. Eigentlich wie die Mehrwertsteuersenkung.

Für meine Behauptung habe ich mir den Juli und August angesehen. Da war es ruhig, obwohl alle Läden und Geschäfte offen hatten und obwohl Ferien waren. Zwar war auch die Gesamtzahl an Infektionen gering, aber sie ist auch relativ gesehen nicht wirklich stark gestiegen.

Da zu Ende September bzw. Anfang Oktober, als es wieder so richtig los ging, eigentlich nur den Unterschied gab, dass die Schulen wieder offen waren, hielt ich die Schließung von Restaurants und bestimmten Geschäften für falsch. Wirklich was gebracht hat es auch tatsächlich nicht. Zumindest nicht in dem Umfang, den man sich nach der ersten Welle erwartet haben könnte. Das IGES-Institut (wer auch immer die sind) hat die Kurven der ersten und zweiten Welle übereinander gelegt und daraus geschlossen, dass die Fallzahlen ab dem 11.11. hätten deutlich sinken müssen, nachdem der Lockdown am 2.11. in Kraft getreten ist.

Immerhin mussten sich viele Freizeitparks so keine Gedanken mehr machen, denn die hatten in der Regel am 1.11. ohnehin ihren letzten Tag. Und von meinem Besuch im Weltvogelpark an diesem sowie zwei Tagen im September handelt dieser Blogpost.

Der Grund, warum ich da hin war, war übrigens vor allem, dass ich ein bisschen mit meinem 105-mm-Objektiv spielen wollte. Irgendwelche Wortspiele mit Vögeln schenk ich mir. Los geht’s.

Flugshow

Zweimal am Tag gibt es eine Flugshow. Eigentlich gibt es noch andere Veranstaltungen wie Fütterungen. Wegen Corona ist die Flugshow aber die einzige. Die Bänke vor der Bühne wurden wegen der Situation auseinander gestellt.

Gaukler im Flug
Gaukler [Sony FE 70–300mm F4,5–5,6 G OSS @ 300mm F5,6, 1/400 s (EV-0,3), ISO 100]
Graupapagei im Flug
Graupapagei fliegt tief [Sony FE 70–300mm F4,5–5,6 G OSS @ 136mm F5, 1/800 s, ISO 800]
Seeadler(?) im Flug
Greifvogel (Seeadler?) im Flug [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/320 s, ISO 100]

Mit den Uhus kann man nach der Show ein Foto machen. Kostet eigentlich 5 Euro. Am 1.11. war es vormittags kostenlos.

Nach der Flugshow müssen die Vögel wieder eingefangen werden. Einmal hatten sich zwei offenbar vorher gestritten und wollten dann nicht wieder zusammen in eine Box.

Papagei schmollt
Papagei möchte nicht in seine Box [Tamron 150–600mm F5–6,3 G2 (via YongNuo EF-E II) @ 600mm F6,3, 1/400 s, ISO 400]

Zwischen den Shows kann man auf der Bühne oft Trainings beobachten.

Falke beim Training
Falke beim Training [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/640 s (EV0,3), ISO 100]

Vogelhäuser

Lori
Lori [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/125 s, ISO 400]
Gouldamadine
Gouldamadine [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/100 s, ISO 400]

Sonstiges

Austernfischer badet
Austernfischer badet [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/320 s, ISO 100]
Pinguin mit weit geöffnetem Schnabel
Pinguin müde? [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/640 s (EV0,7), ISO 100]

Eine Frau meinte zu ihrem Kind, dass die die Kabelbinder hätten, damit sie nicht wegfliegen. Ich sagte, dass sie Kabelbinder haben, damit man sie unterscheiden kann, und dass die Seite das Geschlecht ausdrücken. In Christchurch hatten die Mädels die Kabelbinder rechts because women are always right, meinte die Pflegerin. „Und Pinguine können auch sonst nicht fliegen“, fällt mir kurz darauf ein.

Pinguin spiegelt sich im Wasser
Pinguin spiegelt sich [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/800 s, ISO 100]
Pinguin
Majestätisch wie fick: Pinguin [Sony FE 70–300mm F4,5–5,6 G OSS @ 273mm F5,6, 1/100 s, ISO 200]
Spitzkopf-Seidenkuckuck
Spitzkopf-Seidenkuckuck [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/1250 s, ISO 100]
Schuhschnabel
Schuhschnabel [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/640 s (EV0,7), ISO 100]
Roter Sichler
„High Five!“ – Roter Sichler [Tamron 150–600mm F5–6,3 G2 (via YongNuo EF-E II) @ 600mm F5,6, 1/500 s (EV0,3), ISO 200]
Inka-Seeschwalbe
Ingo Lenßen als Vogel: Inka-Seeschwalbe [Sigma 105mm F1,4 Art @ F2,8, 1/320 s (EV-0,3), ISO 100]
Strauße
„Halt, stopp! Jetzt krähe ich!“ [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/1600 s, ISO 100]
Flamingos
Flamingos strahlen in der tiefstehenden Herbstsonne [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/8000 s, ISO 100]
Jungfernkranich
Jungfernkranich [Sigma 105mm F1,4 Art @ F2,5, 1/125 s, ISO 125]
Weißstorch
Klapperstorch trocknet [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/1250 s, ISO 100]

So, das war’s auch schon wieder. Und auf geht’s in einen zweiten Monat Shutdown.

Fürs nächste Jahr habe ich auf jeden Fall eine Dauerkarte des Vogelparks. Statt Mitte/Ende März hat er dieses Jahr Mitte Mai aufgemacht. Mal schauen, ob es nächstes Jahr besser wird. Ich möchte auf jeden Fall um die Sommersonnenwende herum mal mit anderem Licht fotografieren.


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Vermischtes (Im)Bis(s) zum Home-Office

Sie grillen weiter bis zum bitteren Ende.

geschrieben von Janni Montag, 26. Oktober 2020 um 23:06 Uhr

Hier gibt es wieder die Rezepte zum Nachlesen. Sie basieren allesamt auf Rezepten von Hellofresh.

An Hellofresh möchte ich zum einen kritisieren, dass es keine süßen Hauptmahlzeiten gibt, dass man nur 5 Gerichte pro Woche auswählen kann und dass es ziemlich teuer ist:

Wochenpreis2 Gerichte 3 Gerichte 4 Gerichte 5 Gerichte
2 Personen 34,34 € (8,59 €)39,24 € (6,54 €)49,05 € (6,13 €)56,90 € (5,69 €)
3 Personen 42,18 € (7,03 €)51,99 € (5,78 €)65,73 € (5,48 €)77,01 € (5,13 €)
4 Personen 49,06 € (6,13 €)58,86 € (4,91 €)75,54 € (4,72 €)88,60 € (4,43 €)
Preise bei Hellofresh inkl. 4,99 Euro Versand und 5% MwSt (Preise in Klammern: Preis pro Portion), Stand: Oktober 2020
Insbesondere, wenn man den Versand rausrechnet, sind 3-Personen-Boxen pro Portion nur wenig günstiger als 2-Personen-Boxen (vgl. 2×3 und 3×2, 3×4 und 4×3 sowie 3×5 und 4×4). Das liegt denke ich daran, dass bei 3-Personen-Rezepten manchmal etwas von den Zutaten übrig bleibt, weil aufgrund von Packungs- bzw. Gemüsegrößen die Menge für die 4-Personen-Box geliefert wird. 2×4 und 4×2 kosten bis auf 1 Cent gleich viel, was überrascht, da es Zutaten gibt, die unabhängig von den Personen nur einmal benötigt werden (z.B. Limetten).

Sehr fragwürdig finde ich den Zuschlag für Express-Rezepte (99 ct pro Portion), da ich nicht verstehe, wodurch sich da ein höherer Materialwert ergibt.

Der Unkostenbeitrag, den ich von den anderen erhebe, liegt üblicherweise bei 2 bis 3 Euro. Beim Nicht-Premium-Grillen waren es 3 Euro bei Burgern und 2 Euro sonst. Dass wir so günstig bleiben, liegt auch daran, dass wir ausschließlich Discount-Produkte verwenden, obgleich viele Zutaten so exotisch sind, dass wir zur Premium-Discount-Marke (z.B. Edeka-Edeka oder Rewe-Rewe Beste Wahl) greifen müssen. Der Grund, warum hier oft Edeka genannt wird, liegt übrigens nur daran, dass es in Kirchlinteln nur einen Edeka und einen Penny gibt, und dass Edeka und Kaufland die einzigen Supermärkte sind, deren Sortiment auf ihrer Internetseite steht.

Getränke sind nicht enthalten. Es gab auch mal ein offizielles Firmengrillen in den Jahren 2018 bis 2019, da war alkoholfreies Bier inklusive. Inzwischen bestellt der Chef alle paar Monate etwas von einem befreundeten italienischen Restaurant für die ganze Firmengruppe. Ich ärger mich, dass ich beim letzten Mal (Pizza) im Urlaub war.

Rezepte im Oktober

Halloumi-Burger mit Kartoffelspalten und Honigkarotten (1. Oktober)

Halloumi-Burger mit Kartoffelspalten und Honigkarotten
Halloumi-Burger mit Kartoffelspalten und Honigkarotten

Unser Oktober-Menü beginnt mit einer Mischung zweier Rezepte. Das liegt daran, dass ich die Beilagen des Halloumi-Burgers-Rezepts (Rote Beete und Karotten) wegen der unauffälligen Würzung nicht so gut fand, während die für diesen Tag gewählten Beilagen im Original zu Saltimbocca serviert werden sollten, was wir bereits am 14. September als Hauptkomponenten hatten. Zutaten für unsere Kombination für 8 Personen:

Zubereitung wie bei Hellofresh. 1,5 Alu-Schalen belegen die Kartoffeln, 0,5 die Karotten und 1 das Halloumi mit den Zwiebeln.

Zusammenfassung der Tipps:

Somit fallen zumindest rohe Kartoffeln für die Zukunft als Zutat weg.

Bunte Süßkartoffel-Nacho-Bowl (12. Oktober)

Bunte Süßkartoffel-Nacho-Bowl
Bunte Süßkartoffel-Nacho-Bowl

Nachdem die bisherigen Rezepte gut ankamen, hat eine Kollegin, die 2018 Hellofresh abonniert hatte, ihre Rezeptkarten mitgebracht. Daraus haben wir fünf Rezepte ausgewählt. Die Bunte Süßkartoffel-Nacho-Bowl ist eines davon. Dabei ist mir nicht aufgefallen, dass ich genau dieses Rezept in derselben Woche selbst bestellt hatte. Da ich relativ spontan nach Griechenland geflogen bin und nicht alles aus meiner Box kochen konnte, haben meine Eltern die Zutaten hierfür bekommen. Dies ist somit das erste Hellofresh-Gericht, das ich zuvor nicht selbst gekocht oder gegessen habe. Von mir verwendete Zutaten für 6 Personen:

Den Koriander und das Basilikum aus dem Originalrezept habe ich vergessen.

Zubereitung wie dort angegeben. Die Süßkartoffeln habe ich 40 Minuten bei mittlere Hitze (150 bis 225°C) auf dem geschlossenen Gasgrill backen lassen und immer wieder gewendet. Da wir nur zwei Alu-Grillschälchen hatten und so schnell keine neuen bekommen haben, habe ich die Bohnen in der Mikrowelle gemacht.

Zusammenfassung der Tipps:

Da die meisten Zutaten während meines Griechenlandurlaubs von meiner Mutter gekauft wurden, die dafür kein Geld haben wollte, konnte der Unkostenbeitrag endlich in eine Rührschüssel aus Plastik investiert werden. Die Genussabteilung hat das Mitarbeiterhaus somit jetzt mit Sieb, Knoblauchpresse und Rührschüssel ausgestattet. Nächste Anschaffung könnte eine mikrowellenfeste, größere Glas- oder Keramikschüssel sein. Ebenfalls nötig wären ein zweites Schneidbrett und ein schwereres Messer zum Hacken. Informatiker hacken gerne.

Tortelloni mit Paprika-Zucchini-Grillgemüse (16. Oktober)

Tortelloni mit Paprika-Zucchini-Grillgemüse
Tortelloni mit Paprika-Zucchini-Grillgemüse

Ursprünglich wurde dieses Rezept mit Fiorelli gemacht. Aufgrund der besseren Erhältlichkeit haben wir uns für Tortelloni entschieden. Natürlich frisch, da wir mit dem Grill keine Nudeln kochen können. Auch Reis-Gerichte fallen prinzipiell flach, sofern man da nicht irgendwas mit der Mikrowelle hinkriegt.

Beim Einkaufen habe ich mich an das verlinkte Online-Rezept gehalten und mich gefragt, wie wir auf die Idee gekommen sein könnten, das zu machen, da nicht alle Schritte mit dem Grill gemacht werden können (inbesondere Schritt 1). Das Grillen von Tortelloni habe ich hingegen zwei Tage vorher ausprobiert.

Nach dem Einkaufen stellte sich zu Hause heraus: Das Rezept auf der Rezeptkarte von KW23/2018, auf Basis derer wir die Auswahl getroffen haben, ist deutlich einfacher und kam auch mit weniger Zutaten aus (es fehlen Gemüsebrühe, Paniermehl, Petersilie).

Auf der Rezeptkarte von 2018 steht als Vorbereitung, man solle das Obst, Gemüse und die Kräuter abwaschen. Auf der aktuellen Karte (kann man auf der Website herunterladen) ist von Obst keine Rede mehr, obwohl keine Zutat weggefallen ist. Botanisch gesehen sind Paprika und Kürbis (eine Zucchini ist auch nur ein Gartenkürbis) Obst, da sie aus befruchteten Blüten stammen. Paprika ist sogar mehrjährig (was auch für Obst spricht), auch wenn die Pflanze kommerziell nicht so angebaut wird.

Da ich die Zutaten aber schon eingekauft hatte, ist das tatsächlich gekochte Rezept ist eine leicht veränderte Mischung aus beiden Versionen mit wie gesagt anderen Nudeln. Ursprünglich hatten wir mit 5 bis 6 Personen geplant. Da unsere Service-Abteilung nicht glauben wollte, dass man Tortelloni grillen kann, haben wir sie eingeladen. Hier die Zutaten für 9 Personen:

Da die Zubereitung nun doch deutlich anders wurde als bei Hellofresh, hier die komplette Zubereitung:

  1. Paprika in Streifen, Zwiebeln in Ringe und zuvor halbierte Zucchini in Scheiben schneiden; dies dann mit etwas Öl auf zwei Alu-Grillschälchen auf den geschlossenen Grill bei gut mittlerer Hitze und gelegentlichem Wenden gut 10 Minuten backen lassen
  2. Paniermehl, Hälfte des Parmesans, 2 gepresste Knoblauchzehen und etwas Öl zu einer Masse vermischen. Tortelloni auf zwei Grillschalen verteilen
  3. Produkt aus Schritt 1 nach der Garzeit vom Grill nehmen und in einer großen Rührschüssel mit 2 gepressten Knoblauchzehen, Kochsahne, Gemüsebrühe und Oregano vermischen
  4. Tortelloni auf zwei neuen Alu-Schälchen 5 Minuten bei gut mittlerer Hitze erwärmen
  5. Produkt aus Schritt 3 auf zwei Schalen aufteilen und für 4 Minuten bei 600 Watt in zwei Mikrowellen aufkochen lassen
  6. Tortelloni wenden, Panade auftragen und nochmal 5 Minuten lang weiter erwärmen
  7. Tortelloni und Gemüse in einer Schale servieren, ggf. noch Parmesan drüberstreuen

Zusammenfassung der Erkenntnisse:

Kochsahne und die getrennte Verwendung vom grünen und weißen Teil von Frühlingszwiebeln (wo auch immer da die Grenze ist) kommen bei recht vielen Hellofresh-Rezepten vor, ohne dass ich zuvor davon gehört habe.

Burger mit in Bacon eingewickelten und in BBQ-Soße gebratenen Pattys (19. Oktober)

Da eine Reihe von ungenutzten Produkten an den vorherigen beiden Tagen abgelaufen waren, die man für dieses Rezept brauchte, wollten wir das machen. Klappte nicht, denn es gab in Kirchlinteln keine Burgerpattys zu kaufen. Auch Maiskolben waren nicht aufzutreiben.

Also haben wir Käse- und Erbsenpattys genommen. Erbsenproteinpattys mit Bacon eingewickelt. Veganer sind empört. Statt der Sriracha mussten wir zu Sweet-Chili greifen, die abweichend noch um eine gepresste Knoblauchzehe erweitert wurde. Geschmeckt hat es trotzdem. Zum Braten in der BBQ-Soße habe ich eine Alu-Grillschale mit Alufolie ausgelegt, was gut funktioniert hat.

Konkret eingekauft habe ich nur Romanasalat und Käse-Mix. Alles andere war noch vorhanden.

Da wir das Rezept deutlich abgewandelt haben und man Burger ohnehin so schlecht fotografieren kann, habe ich auf ein Foto verzichtet.

Hähnchenbrust/Halloumi auf griechischem Salat (21. Oktober)

Hähnchenbrust auf griechischem Salat
Hähnchenbrust auf griechischem Salat – es sähe deutlich besser auf, wenn ich die bereitstehenden Croutons nicht vergessen hätte

Geburtstagsphase in der Marketingabteilung. Geburtstagskind gibt aus. Diesmal Hähnchenbrust auf griechischem Salat. Halloumi gab’s eigentlich nur für unsere Vegetarierin, kam allerdings bei allen gut an. Sogar besser als das Hähnchenfleisch, das in der Marinade mit dem teuren Rotweinessig eingelegt war.

Das Geburtstagskind hatte gut vorbereitet und deshalb ging alles sehr schnell. Da einfach Hähnchengeschetzeltes (auf Alu-Grillschälchen wegen der Größe der Teile) gegrillt wurde, verzichte ich auf Tipps.

Pfannkuchen-Auflauf mit Frischkäse-Spinat-Füllung und Tomatensoße (26. Oktober)

Pfannkuchen-Auflauf mit Frischkäse-Spinat-Füllung und Tomatensoße
Pfannkuchen-Auflauf mit Frischkäse-Spinat-Füllung und Tomatensoße

Aufgrund gestiegener Coronazahlen war ich davon ausgegangen, dass dies der letzte Tag ohne flächendeckendes Home-Office sein wird. Daher habe ich spontan Pfannkuchen-Auflauf mit Frischkäse-Spinat-Füllung und Tomatensoße gemacht. Der Kollege, mit dem ich auf Helgoland war, hat geholfen.

Klar, Pfannkuchen kann man (zumindest ohne Eisenpfanne) nicht grillen. Daher haben wir fertige genommen. Außerdem haben wir’s mal wieder mit Zwiebeln und Knoblauch übertrieben, die im ursprünglichen Rezept nicht in der Füllung vorkommen. Zutaten für 5 Personen:

Da die Zubereitung nun doch etwas anders wurde als bei Hellofresh, hier die komplette Zubereitung

  1. Zwiebeln und Knoblauch schälen
  2. Spinat, Zwiebeln und Walnüsse hacken (Zwiebeln getrennt lassen)
  3. Zutaten für die Füllung vermischen
  4. Pfannkuchen mit Füllung bestreichen und aufwickeln
  5. Gehackte Tomaten abtropfen – der Tomatensaft wird nicht fürs Rezept benötigt und kann genutzt werden, um kurz Pauschalreisefeeling aufkommen zu lassen, das einem nach Corona sicher fehlt
  6. Grill auf minimale Hitze runterstellen und Pfannkuchenröllchen 15 Minuten lang backen
  7. Zutaten für die Haube vermischen, auf zwei Schälchen aufteilen und diese dann 6:30 Minuten bei 600 Watt in der Mikrowelle erwärmen
  8. Pfannkuchenröllchen vom Grill nehmen, mit der Haube darauf servieren und mit Parmesan bestreuen

Zusammenfassung der Erkenntnisse:

Da ich das Rezept in den nächsten Tagen von Hello Fresh bekomme, kann ich unsere Variante (v.a. die Nutzung von Knoblauch, Zwiebeln und Walnüssen sowie das Fehlen der Gemüsebrühe) mit deren Rezept vergleichen.


Ich behielt bezogen aufs Home Office leider Recht und so war’s das dann wohl gezwungenermaßen bis auf Weiteres mit der Genussabteilung. Eigentlich wollten wir noch versuchen, mit nur den Produkten aus dem inzwischen zurückgezogenen Kaufland-Werbespot Regal mit unserem gemeinsamen Lieblings-Schlägersänger Michael Wendler etwas Genießbares zu grillen, aber das fällt dann wohl flach. Und ein Geburtstagsgrillen fällt auch aus.

Etwas absagen wegen Corona? Michael Wendler könnte das nicht nachvollziehen...


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Kykladen Tag 8 – Vlichada, Fira, Monolithos, Stuttgart, Bremen: Willkommen in der Kälte

Aber bevor es in die Kälte geht, schaue ich mir noch kurz die Inselhauptstadt Fira an

geschrieben von Janni Sonntag, 11. Oktober 2020 um 22:45 Uhr

Heute müssen wir früh aufstehen. Wir müssen noch unsere Sachen packen und ein bisschen aufräumen. Um 9 Uhr sollen wir das Boot verlassen. Offiziell soll man übrigens nicht vor 14 Uhr fliegen. Weil der Flug mit Eurowings um 12:30 aber so gut (und günstig) war, habe ich den trotzdem gebucht. Leben am Limit eben.

G-Adventures Doppelkabine
Hier habe ich geschlafen. Das Boot (übrigens dasselbe Modell wie auf dem Ausflug nach Dia) hat zwei solcher Kabinen im Bug; in der anderen hat James übernachtet. Die beiden gelten als Doppelkabinen. Wie da zwei Leute reinpassen sollen, kann ich mir nicht vorstellen. Außerdem gibt es im Bug ein von uns nicht genutztes Zimmer mit einem Stockbett (Twinkabine – es sind aber nur ausdrücklich als Doppelkabinen bezeichnete Kabinen buchbar) und zwei Zimmer mit einem deutlich breiteren Bett im Heck. (Handyfoto, Mi 9T Pro, Ultra-Weitwinkel-Kamera)

Tatsächlich verlassen wir das Boot gegen 9:30 und damit 1 Stunde vor Plan. Wir fahren mit dem Mietwagen noch kurz in die Inselhauptstadt Fira. Ja, der Grieche ist echt gut darin, möglichst verwirrende Ortsnamen zu finden:

Caldera des Santorini-Archipels
Neben Thira (links ins Bild hineinragend) und Thirasia (rechts ins Bild hineinragend) gehören zum Santorini-Archipel noch die unbewohnten Inseln Nea Kameni und Palia Kameni (nicht als einzelne Inseln erkennbar) sowie Aspronisi (direkt dahinter mit dem hellen Plateau). Ebenfalls dazu gehören die drei Christiana-Inseln, wobei die dritte nur als dunkler Fleck in der Vergrößerung sichtbar ist. [Tamron 28–75mm F2,8 Di III RXD @ 44mm F8, 1/80 s, ISO 100]

Eigentlich haben wir es falsch gemacht und hätten Ia am Vormittag und Fira am Nachmittag besuchen sollen. Dadurch wäre das Licht an diversen Stellen besser gewesen, wobei Ia auch am Nachmittag einen Reiz hat. Vormittags ist Fira auf jeden Fall fotografisch eine Herausforderung, da man oft gegen das Licht fotografiert.

Fira mit weiteren Dörfern auf Thira im Hintergrund
Das im Vorderung ist Fira, aber Häuser oder Hausansammlungen/Dörfer sind über die ganze Insel verstreut [Tamron 28–75mm F2,8 Di III RXD @ 45mm F8, 1/200 s, ISO 100, HDR Auto]

45 Minuten sind rum. Ich habe Fotos gemacht, die anderen gefrühstückt. Also ab zum Flughafen. Ach verdammt: Wir wurden zugeparkt. Der Fahrer des zuparkenden Autos sieht mich und parkt sein Fahrzeug woanders hin. Zum Glück. So komme ich rechtzeitig zum Flughafen (die anderen beiden fahren weiter zu ihren Hotels nördlich von Fira). Der heißt übrigens Santorini, Thira oder Fira. Je nachdem, wo man guckt. Tatsächlich steht er in Monólithos. Häuser aus diesem Ort (sowie das Hotel DL Santorini) stehen weniger als 100 Meter von der Landebahn entfernt direkt am Flughafengelände. Noch ist am Flughafen vergleichsweise wenig los, aber er wird gerade ausgebaut. Aus Verzweiflung über die nur 4 Gates geht mein Flug aus dem Nicht-Schengen-Bereich (Gate 4) des Flughafens, obwohl es ein Schengenflug ist.

Das Flugzeug ist nahezu voll, obwohl man den Flug nur ganz kurz buchen konnte. Es wäre wohl ganz voll gewesen, hätte Eurowings wie angekündigt einen A319 und nicht einen A320-214 (D-AEWU) eingesetzt. Außer mir dürften alle anderen Passagiere Pauschaltouristen sein.

Wir erreichen Stuttgart über eine halbe Stunde zu früh. Die gewonnene Zeit bringt mir nichts, denn auf dem Flug mit der österreichischen Eurowings Europe (OE-LYY) nach Bremen stürzt kurz vorm Abflug ein Computer im Flugzeug ab, der erst wieder hochfahren muss. Statt 10 Minuten zu früh starten wie somit 15 Minuten zu spät. In Bremen-Hans Koschnick ist dann wie bei meiner letzten Rückkehr aus Griechenland das Flugzeug direkt am Gate. Das Aussteigen erfolgt wie letztes Mal in Hamburg unkoordiniert.

Immerhin bin ich mit einem Airbus von Santorini abgeflogen. Sonst fliegen hier oft Regionalflugzeuge mit Turboprop-Antrieb wie die ATR 72 oder die DHC-8. Vor nicht mal drei Monaten gab es einen Totalverlust des letzteren Flugzeugtyps in Beledweyne in Somalia: Bei der Landung wurde ein Esel erfasst, das Flugzeug kam von der Landebahn ab, ging in Flammen auf und brannte aus, da man statt auf eine Flughafenfeuerwehr lieber auf das das Löschen per Eimerkette setzte. Immerhin: Niemand wurde getötet (außer dem Esel).

Ich schweife ab.


Auf meiner allgemeinen Reisebewertungsskala kriegt die Reise eine 7/10. Diese Wertung ist absichtlich stark subjektiv, da hierzu beispielsweise auch beiträgt, wie gut ich es selbst auf die Reihe gekriegt habe, mir eine interessante Reise zu buchen, die Kultur, Tiere, Landschaft usw. bietet. Kultur und Tiere kamen zu kurz, daher die 7/10.

Bewertet man die Reise anhand dessen, was sie sein möchte und sein kann, schneidet sie deutlich besser ab. Das liegt daran, dass sie Tiere und Kultur gar nicht haben wollte. Hauptkritikpunkt bleibt aber das Rumgetrödel, was auch an der Gruppe liegt. Jetzt kann man meinen, man solle nicht so’n Stress machen, aber die Tagundnachtgleiche ist schon vorbei und die Tage werden rapide kürzer. Derselbe Zeitplan im Juni/Juli wäre kein Problem gewesen, wenn man noch zwei Stunden mehr Tageslicht auf den Inseln gehabt hätte.

Auf jeden Fall eine tolle Reise auch für die Umstände. Ob überhaupt eine von meinen Planungen im nächsten Jahr stattfindet? Ich glaube nicht, aber man wird es sehen. Da das dann aber alles Pauschalreisen sind, hält sich immerhin das Risiko in Grenzen. Diese Reise war wie alles ab Mitte 2017 von mir selbst aus verschiedenen Komponenten zusammengestellt. Das hat erstaunlich gut funktioniert und ich war insbesondere vom Maritimo Beach Hotel auf Kreta sehr positiv überrascht.


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