Südostasien III Tag 10: Prachuap Khiri Khan (Wat Ao Noi, Wat Khao Chong Krachok), Thong Chai Bang Saphan – Geberlaune
Ob Damenrasierer für den Mönch oder Maiskolben für die Javaneraffen – MPR lässt heute was springen. Und Leute bauen einen Schloss-Tempel für 100 Millionen Baht, weil sie den König so toll fanden.
Heute besuchen wir drei Tempel. Eine Stunde dauert es bis zum ersten. Jet erzählt die Story vom Buddha (die sich wohl keiner merken kann) sowie detaillierte Infos, was heute passiert. Ich verstehe nicht, was das soll – wir werden das ja erleben, da braucht man das vorher nicht erzählt bekommen. Ich les mir ja auch nicht alle Spoiler durch, bevor ich eine Serie gucke.
Wat Ao Noi

Der Wat Ao Noi (das zweite Wort spricht man eher wie ‚au‘) ist ein kleiner Tempel. Vor dem Eingang dürfen wir die drei Glocken läuten (jeweils dreimal) und auf den Gong schlagen (ebenfalls dreimal).

Dann bekommen wir eine Segnung vom Mönch. Er spricht einige Wörter in der Sakralsprache Bali, die wir nachsprechen. Ich mache nicht mit, da ich Angst habe, das falsch auszusprechen und daher stattdessen seine Mutter zu beleidigen oder so. Anschließend geben wir ihm fünf Pakete mit Geschenken. Was man als Mönch so braucht: Damenrasierer, Hustensaft, einen Plastik-Buddha (denn er hat mit Sicherheit noch nicht genug!) usw.

Die vorderste Reihe, dazu gehöre auch ich (weil niemand wollte), bekommen einen Becher mit Weihwasser, den wir in eine Rinne vor dem Tempel gießen. Das Wasser läuft dann zu einem Baum.
Wat Khao Chong Krachok
Unweit des Wat Ao Noi befindet sih noch ein Tempel. Wat Khao Chong Krachok besteht aus zwei Teilen. Im unteren Tempel wird gerade eine große Gaudi gefeiert: Ein Truck mit Bühne drauf fährt langsam im Kreis um den Tempel, während auf der Bühne Live-Musik gespielt wird, eine wilde thailändische Mischung aus Rock und Techno.
Wir wollen aber zum oberen Teil des Tempels. Das sind blöderweise 396 Stufen. Vorher lässt Marco Polo aber noch ein bisschen Affenfutter springen: Mais, ein paar kleine Bananen, Schoten und noch mehr.

Auch auf dem Weg zum oberen Tempel gibt es zahlreiche Affen:

(Anmerkung: Der Affe frisst nichts von uns.)





Der Tempel selbst ist jetzt nicht so schön. Man kann Fotos von sich in einer Umgebung machen, die manchmal an Mýkonos oder Sandoríni erinnert.


Leute aus unserer Gruppe haben ein Schild gefunden, das auf ein Felsentor hinweist. Jet kennt es wohl auch noch nicht. Ich habe eine Pforte gesehen, auf deren Schild das auch stand. Wir folgen dem Weg und gelangen zu einer Leiter. Die ist zwar aus Stahl, hat aber kein Geländer, nur runde Stufen und die Schweißnähte sind auch nicht fachmännisch gesetzt. Und es geht geschätzt knapp 10 Meter nach unten. Wir passen.
Also wieder runter. Meiner Gruppe aus 5 Nachzüglern wird erst durch die Affen der Abstieg verweigert. Irgendwann lassen sie uns aber durch. Unten feiern einige noch kurz mit.

Mittagessen ist im Lotus Center (Einkaufszentrum) der Stadt. Eigentlich wollten wir alle zum MK Restaurant, um einen thailändischen Hot Pot auszuprobieren, aber das Restaurant ist voll. Einige kaufen was im Supermarkt, 9 andere und ich gehen zu 1112 („The Pizza Company“).
Thong-Chai-Hügel
Auch hier waren wieder Leute in Geberlaune, diesmal aber nicht wir. Unzählige Anwohner haben über 101.098.499 Baht gesammelt, um vor 31 Jahren einen Tempel aus Dankbarkeit gegenüber König Rama IX. zu bauen. Damals waren das wohl um die 3 Millionen Euro, meint Jet.
Herausgekommen ist eine Anlage, die unten einen großen Budda hat und oben ein Tempel, der eher dem Schloss im Disney-Logo ähnelt. Man kann reingehen. Es ist sehr prunkvoll da drin.

Der Tempel liegt wenige Kilometer entfernt von unserem Hotel heute Nacht. Das Hotel ist am Strand (davon getrennt durch eine Straße) und vom Strand kann man den Tempel sehen.

Sonntags ist Nachtmarkt im Ort. Aber er ist viel kleiner als der gestern. Wir gehen zu einem Restaurant, dass Jet vorgeschlagen hat. Danach gehen wir noch zu 7-Eleven. Der Ort hiert ist berühmt dafür, dass sich zwei 7-Eleven praktisch direkt nebeneinander befinden.
Südostasien III Tag 9: Sam-Roi-Yod-Nationalpark, Phraya Nakhon Cave – Höhlenforschung
Optionaler Ausflug in die königliche Höhle! Fotografische super spannend.
Heute ist ein Ausflug, den auch ich mal gebucht habe. Es geht zur Phraya-Nahkon-Höhle (wörtlich „königliche Höhle“).
Gestern haben wir uns etwas darüber lustig gemacht, dass Jet „Höhle“ nicht richtig aussprechen kann. Es klingt dann wie [hœː.lə] (mit langgezogenem kurzem ö) statt wie korrekt [høːlə]. Später waren wir in einem Restaurant am Strand und der Wirt konnte ein paar Worte deutsch. Unter anderem konnte er perfekt „Dankeschön“ sagen, das denselben langen ö-Laut wie „Höhle“ enthält.
Weitere Laute, die Jet Probleme bereiten, sind „ch“ und „r“ (außer am Ende, weil es da [a] gesprochen wird), letzteres, obwohl Thai ein gerolltes R hat, z.B. in „aroi“ („lecker“). Heute hat er ein Problem mit „Tintenfisch“, durch dass es sich eher wie „Tittenfisch“ anhört (aber der heißt ja schon „Meerjungfrau“).
Der Preis von 75 Euro entspricht zwar dem Marktpreis, was enthalten ist, ist aber sehr wenig und man könnte auch kostenlos ein Fahrrad im Hotel leihen, nach Bang Pu fahren (knapp 10 km eine Strecke) und von dort aus laufen. Ticket kostet 200 THB, wobei ich nicht weiß, wo man das kauft bzw. kaufen muss.
Immerhin kriegen wir eine kleine Rundfahrt durch den Hafen von Bang Pu.

Nach dem Ausstieg am Strand (und dem Entsanden) geht es auch gleich los zur Höhle.



Unterwegs befindet sich ein Aussichtspunkt, zu dem später mehr. Ich verliere hier die Gruppe, was aber kein Problem ist. Solange man um 13 Uhr zum Essen im Restaurant unten ist, ist alles okay (runter dauert höchstens 30 Minuten und es ist jetzt 10 Uhr).

(Das vorherige Bild ist aber in Richtung von der Höhle weg aufgenommen.)








Nach Rückkehr können wir im Meer schwimmen. Abkühlen ist das nicht, denn das Wasser ist pisswarm.
Ach ja, wir haben schon lange nicht mehr die Reihe „unnötige paradiesische Bilder“.

Das Mittagessen ist inklusive. Es gibt Reis und dazu Schweinefleisch Süßsauer, Hähnchen mit Cashew und panierte Garnelen und Zwiebelringe. Zum Nachtisch gibt es Ananas.
Wer Lust hat, kann den vorhin erwähnten Weg zurück nach Bang Pu laufen. Das machen zwei Mädels und ich. Da hat man eine gute Aussicht.

Nach Rückkehr zum Hotel leihe ich mir ein Fahrrad, um mir zwei Orte anzuschauen, die auf Google interessant schienen – aber langweilig sind. Auf dem Rückweg überquert aber eine Kuhherde die Straße und bedient sich an den Blumen der Anwohner.

Sonnabends findet abend ein Nachtmarkt am Strand direkt vor dem Hotel statt. Es gibt viele günstige Gerichte, weil sich vieles in diesem Ort an Thailänder richtet. Es gibt auch Live-Musik.

Südostasien III Tag 8 – Kanchanaburi (Die Brücke am Kwai, Soldatenfriedhof), Tham Khao Luang (Buddha-Höhle) Petchaburi – Der lange Weg zum Strand
Ein bisschen Kultur, bevor es zum Strand geht
Die Brücke am Kwai
8 Uhr Abfahrt. Wir fahren zur Brücke über den Kwae. Weit ist es nicht. Ich war ja gestern Abend da. Da wir einen Umweg fahren und auch nicht direkt davor parken, wäre Laufen wohl genau so schnell gewesen. Wir sind doch die Young Line!


| Gesamt | Tote | |
|---|---|---|
| Asiatische Arbeiter | ca. 200.000 | ca. 80.000 |
| Britische Kriegsgefangene | 30.000 | 6.540 |
| Niederländische Kriegsgefangene | 18.000 | 2.630 |
| Austrlaische Kriegsgefangene | 13.000 | 2.710 |
| Amerikanische Kriegsgefangene | ca. 700 | 356 |
| Japaner und Koreaner | 15.000 | 1.000 |
Ich finde es pietätslos, das asiatische Gruppen hier lustige Gruppenfotos machen.
Soldatenfriedhof
Wir besuchen den Soldatenfriedhof für die Kriegsegefangenen, die beim Bau der Bahnstrecke gestorben sind. Es gibt direkt daneben auch das Death Railway Museum. Das kostet 150 THB – keiner aus der Gruppe will. Wir schauen uns daher den Friedhof an – der kostet nichts.
Bestattet sind hier die Kriegsgefangenen (als Asche) aus Großbritannien, Australien und den Niederlanden. Erstere zwei haben bei vielen Grabsteinen noch einen Spruch stehen. Die meisten Toten waren Anfang/Mitte 20 (das Geburtsdatum fehlt bei Briten und Australiern, während bei Niederländern das Alter nicht angegeben ist). Bei Briten variiert zudem das Logo der Armee, bei der sie tätig waren.
Falls ihr euch fragt, was die Niederländer mit der Sache zu tun hatten: Sie waren Kolonialmacht von Indonesien, das von den Japanern erobert wurde.

Wir halten anschließend bei einem Rasthof der PTT. Dort gibt es üblicherweise zwei Unternehmen, die wir breits kennen und lieben gelernt haben:
- Amazon: Amazon ist die thailändische Antwort auf Starbucks. Sie geben sich immer viel Mühe bei der Zubereitung, dass es lange dauert. Vielleicht würde es schneller gehen, wenn wir Amazon Prime hätten?
- 7-Eleven: Wir haben überlegt, was das in Deutschland am ehesten entsprechen würde. Ich bezeichnete es als „Tankstellenshop Deluxe“. Die Läden sind sehr unterschiedlich groß. Derbisher kleinste war bei unserem Hotel in Bangkok. Es gibt in Bangkok angeblich alle gut 100 Meter einen, an den Hauptstraßen mag das stimmen. Man kann sich da gekaufte Sandwiches und Instantnudeln direkt zubereiten lassen. Außerdem kann man sich Pappbecher mit Getränken füllen.
Mittagessen
Nach 2 Stunden Fahrt halten wir erneut bei einem Rasthof der PTT. Diesmal gibt es aber noch einen Bouletten-Monarchen, einen Pizzaladen, ein thailändisches Restaurant und diverse Stände. Etwa die Hälfte der Gruppe geht zum Bouletten-Monarchen. Burger sind nur geringfügig günstiger als in Deutschland. Günstiger ist es, wenn man eines der Reisgerichte bestellt, die 69 THB kosten (ca. 1,80 Euro).

Tham Khao Luang (Buddha-Höhle bei Petchaburi)
Wir besuchen eine Höhle mit zahlreichen Buddhas. Da man mit dem Bus nicht zum Parkplatz fahren kann, fahren wir vom Bus-Parkplatz ca. 1 Minute mit kleinen Autos.


Am interessanten in der Höhle finden wir die Fledermäuse am Eingang und ein Loch, durch das Licht in die Höhle scheint, in dem man sich fotografieren lassen kann.




Dann fahren wir nochmal zwei Stunden bis zum Golfküste. Unser Hotel befindet sich unweit des Strandes.
Kleines Langschwanzboot vor Sam Roi YodSüdostasien III Tag 7 – River Kwae, Death Railway, Tramkrasae-Viadukt, Kochkurs/Mallika 124, Kanchanaburi – Brücken am Kwai
Ähnlich wie in Sri Lanka letztes Jahr kombinieren wir Boot und Zug am Kwai. Aber diesmal ist es der echte Fluss.
Die Matratzen hier in der Unterkunft am River Kwae sind super hart. Vermutlich das Modell Líthos aus den mittelgroßen griechischen Hotels, möglicherweise aber auch das Konkurrenzmodel Xýlos. Viele von uns stört das, mich eingeschlossen.
„Warum schlafen Leute, die solche Matratzen geil finden, nicht einfach auf dem Boden?“
— ich
Ich hatte bereits in der vorherigen Nacht eine Lösung für das Problem gefunden: Ich habe die Auflage der Liege vorm Zimmer reingeholt. Die ist zwar sehr dick, schmal und auch nicht wirklich weich, aber bei weitem nicht so hart wie die Betten hier. Das ging dann irgendwie.
Diese Nacht war es deutlich wärmer. Gestern haben ein paar Leute sogar gefroren. Es war nie kälter als 19°.
Frühstück ist kleiner als im ersten Hotel aber okay. Wie üblicherweise in dieser Region (außer Singapur, denn das hat keine eigene Frühstückskultur) gibt es Dinge, die man bei uns eher als Mittagessen erwarten würde. Anders als gestern ist der Reis heute nicht so extrem fettig.
Eine aus der Gruppe und ich machen einen Rundgang durch den Ort Mon. Sie war gestern auch schon hier. Wir laufen zuerst zum Tempel.

Sie erzählt, dass die Eltern eines Teilnehmers vor einigen Jahren in dem Ort gewesen seien, und sie damals noch einen Arbeitselefanten gehabt hätten. Es sei wohl besser, dass das nicht mehr so, sind wir uns einig.

In der Schule von Mon treffen wir eine Touristengruppe. Deren Führer schreibt gerade die Namen der Teilnehmer in der burmesischen Schrift (da die Bewohner des Dorfes aus Burma gekommen sind).
„Janni“ (oder „Jani“) in Mon-Burmesisch:
ယာနဳ
Bei der Schule kommen wir vom Weg ab. Ein Passant hilft uns wieder auf einen richtigen Weg. Plötzlich stehen wir überrascht vor der Buddha-Höhle bzw. dem Aussichtspunkt.
Ich laufe dann noch ein bisschen umher, um das Gebiet für OpenStreetMap zu kartieren. Meine Anwesenheit scheint in einigen Gebieten unerwünscht – kein Wunder, ich habe gerade das Chang-Lager gefunden (Chang („Elefant“) ist eine große thailändische Biermarke), bestehend aus hunderten Kisten.
Death Railway
Um 11:45 fahren wir mit dem Boot zurück in die Zivilisation. Es folgt eine kurze Fahrt mit dem Bus zum Bahnhof Nam Tok (Tha Sao). Abfahrt des Zuges soll 12:50 sein. Es ist jetzt 12:20. Kurz darauf berichtet Jet: Es wird 13:30. Wir können im nahen Restaurant etwas essen. Ich nehme wie immer Tom Kha Kai, bei den Mädels mir gegenüber ist die deutlich günstigere Nudelsuppe mit Fertig-Hackbällchen auf dem Tisch. Das heißt Mittag für 60 THB (1,60 Euro) für die Mädels, für mich das Doppelte, plus 20 Baht für den Reis. Auf jeden Fall ist Tom Kha Kai hier viel besser als auf dem Nachtmarkt von Bangkok und auf dem Schwimmenden Markt vorgestern.
Als wir um 13:30 am Bahnhof stehen, kommt Jet mit einer schlechten Nachricht: Ein Stein ist auf die Strecke gefallen. Als wir gerade abbrechen und mit dem Bus weiterfahren wollen (die Sachen blieben ohnehin im Bus, denn die Bahnfahrt ist wie in Sri Lanka nur zum Spaß im Programm), kommt die Nachricht, dass der Zug doch bald kommen soll. Das tut er dann auch, mit etwa 1:15 Stunden Verspätung. Ein Typ im Zug zeigt uns den Stein:

Carglass tauscht aus.
Death Railway heißt die Bahnstrecke aber nicht deshalb, sondern wegen der zahlreichen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen, die die 415 km lange Strecke für die japanische Armee gebaut haben, die die Straße von Malakka (vor Singapur) meiden wollte. Man könne etwa 1 Toten je Schwelle rechnen, meint Jet – so etwa 100.000 (was nicht aufgeht – ich schätze die Anzahl der Schwellen auf 1 Million). Die Bauzeit betrug nur 17 Monate, die Nutzungszeit 21 Monate – dann wurde die Strecke bombadiert und zerstört.


Der Zug fährt ab unserem Einstieg wieder zurück Richtung Thonburi (Bangkok). Man sitzt am besten in Fahrtrichtung rechts, das ist die vom einzigen Bahnsteig abgewandte Seite.
Unser Ziel ist das Tramkrasae-Viadukt. Es führt nicht über den Kwae, sondern parallel dazu auf einigen hundert Metern.

Wir fahren mit einer Geschwindigkeit von max. 75 km/h und halten in: Ko Maha Mongkol, Wang Pho, Thamkrasae (direkt vorm Viadukt), Saphan Tham (direkt hinter dem Viadukt, wo die zahlreichen mit uns eingestiegenen Thailänder mit grünem Shirt aussteigen), Lumsum und unserem Ausstiegspunkt Tha Kilen.
Kochkurs bei Noi
Die meisten Personennamen im MPR-Katalog sind Platzhalter. Jet heißt dort Thewin. Aber Noi heißt Noi. Wir machen einen Kochkurs. Dazu sollen wir uns thailändisch anziehen. Ich habe keine Lust. Die knielangen Pluderhosen der Männer sehen seltsam aus und später habe ich öfter Angst, dass die Kleider der Frauen ins Feuer kommen.
Nach dem Umziehen müssen wir einmal über die Straße zum Mallika 124. Uns ist nicht klar, was das ist. Es scheint aber ein Freilichtmuseum zu sein.


Die Stelzen müsse man alle 10 Jahre tauschen, das Dach alle 5 Jahre, erklärt Noi zu den Häusern auf dem Wasser. Bei den Stelzen komme zunehmend Metall zu Einsatz, aber das sei teurer.
Wir bekommen gezeigt, wie man Reis verarbeitet. Dann geht es in die Küche.

In der Küche bekommen wir ein paar typische Gewürze und Kräuter der thailändischen Küche präsentiert.


Anschließend zeigt uns Noi etwa 20 Minuten, wie sie die drei Gerichte, die wir gleich kochen sollen, macht. Es kommt mir ein bisschen vor, als würde ich mich von Tim Mälzer berieseln lassen. „Aber bei Tim Mälzer kann ich das Rezept im Videotext nachgucken“, meine ich.
Wir sollen die Gerichte in 3er-Gruppen auf einem der acht Herde nachkochen. Alle Zutaten sind bereits in Schälchen und abgewogen, nur Tamarindensoße, Öl und Kokosmilch ist mehr da als man braucht. Es ist eigentlich wie Hellofresh. Falls ihr also vorhabt, die Reise nur wegen des „Live-Moments“ zu buchen – kauft eine Hellofresh-Kiste, ist dasselbe.
Als wir fertig sind, gehen wir mit dem Essen zu einem Pavillon. Dort gibt es auch die Rezepte. Hätte Noi mal früher sagen sollen.
Eigentlich ist das Fotografieren im Freilichtmuseum wohl fester Bestandteil des Programms, aber wir sind eine gute Stunde zu spät (der Zug hat 10 Minuten Verspätung rausgeholt). Aber Noi drängt uns, das Gelände zu verlassen. Allerdings ist sie doch recht geduldig, als ich mit einigen noch eine Fotosession bei der Wand mit den Schirmen einlege. Ob ich für die Bilder Rechte kriege, muss ich erst noch klären.
Dann geht es weiter nach Kanchanaburi. Der Ort ist bekannt für „die Brücke am Kwai“. Der Film spielt nicht hier, sondern in Sri Lanka.
Die heutige Brücke wurde im Krieg zerstört und inzwischen wieder aufgebaut. Sie sieht aber heute anders aus als das historische Vorbild.


Eine aus der Gruppe hat jetzt in ihrer Emirates-App einen Rückflug mit Asiana über Incheon (Südkorea). Das ist einmal um die Welt (6:20h HKT-ICN, 4:15h Aufenthalt, 13:50h ICN-FRA). Einige andere fliegen über Chengdu Tianfu (China), immerhin Business Class.
Südostasien III Tag 6: River Kwae – Entspannter Tag
Kein Programm? Kein Problem.
Heute steht nicht viel an, da ich mich nicht an der Tour zum Hochseilgarten („Monkey Swing“) beteilige. Das machen auch nur 6. Es kostet 75 Euro, bzw. für uns 60, da ein Teil des Hochseilgartens geschlossen ist.
Ich stehe somit erst kurz vorm Ende des Frühstücks auf, da es länger gedauert hat, bis ich schlafen konnte. Für alle, die sich fragen, wie warm es in einem Hotel in Thailand ohne Strom ist: Gegen 23 Uhr war es etwa 25° bei 50%, morgens um halb 9 waren es 19° bei 80%.
Um 12 Uhr geht das eigentliche Programm los. Die Gruppe bricht in zwei Teilen in den nahen Ort Mon auf. Das ist mir zu früh und ich gehe erst etwas später los.

Während ich das Insekt fotografiere, holen mich zwei aus der Monkey-Swing-Gruppe ein. Wir gehen gemeinsam zur Buddha-Höhle und dem Aussichtspunkt, die direkt nebeneinander sind.

Uns verfolgt ab einer Weggabelung ein Typ, der von uns Geld haben will. Wir haben aber gar keins dabei.



Auf dem Rückweg verfolgt uns der Typ weiter, noch weiter als bis zu dem Punkt, wo er uns begonnen hat zu folgen. Dafür kommt kurz darauf jemand anderes zu uns:


Ich sehe eine Vielfarbige Schönechse, auch Blugsaugeragame genannt. Die anderen merken schon: Das wird dauern. Ich bin etwa 20 Minuten damit beschäftigt, sie perfekt in Szene zu setzen.

Um 12 fahren wir mit einem Gefährt unserer Wahl zum Resotel River Kwae ein Stückchen weiter unten am Fluss: 2er-Kajak (9) und Floß für je 6 Leute plus Fahrer vom Hotel (16 Leute). Das Resotel gehört dem gleichen Besitzer wie unsers. Man kann von hier zur Fledermaushöhle laufen, wovon uns Jet abrät. Wir bekommen kostenlos Sandwiches zum Mittag. Dann können wir uns 2,5 Stunden am Pool vergnügen, bevor wir zurückfahren.


geschrieben von Janni