Südostasien II Tag 15: Ko Yao Yai, Ko Phuket (Boat Lagoon Marina, Phuket-Altstadt, Wat Chalong, Mount Nakkerd Big Buddha, Patong Beach Bangla Road Walking Street) – Phuket-Einführung

Zuerst wird es religiös und niveauvoll. Dann geht es um Tischtennisbälle.

geschrieben von Janni Donnerstag, 29. Februar 2024 um 19:12 Uhr

Wir haben es geschafft, unseren letzten Transfer auf dieser Reise – vom Flughafentransfer mal abgesehen – auf 10 Uhr nach hinten zu verschieben. Eigentlich war der für 8 Uhr vorgesehen. Zu einer zweiten Zimmerparty kommt es trotzdem nicht, da die meisten bereits um 21 so müde sind. Immerhin ist man so rechtzeitig zum Sonnenaufgang wieder wach.

Sonnenaufgang im Infinity-Pool des Ko Yao Yai Village
Sonnenaufgang im Infinity-Pool des Ko Yao Yai Village

Wir fahren wieder mit einem privaten Boot, aber die Strecke von Ko Yao Yai nach Ko Phuket ist diesmal nicht so lang. Ankunft ist in der „Boat Lagoon“, die optisch durch ihre Lage in einem Mangrovenhain und den blau-weiß gestreiften Leuchtturm schon etwas hermacht.

Blauer Leuchtturm der Boat Lagoon Marina in Phuket-Stadt
Blauer Leuchtturm der Boat Lagoon Marina in Phuket-Stadt

Von dort aus geht es zuerst in die Altstadt von Phuket. Dort haben wir anderthalb Stunden Zeit, uns umzusehen. Es gibt einige Gebäude im Kolonialstil, obwohl Thailand nie kolonialisiert wurde. Und gerade deshalb will man solche Gebäude hier eigentlich auch nicht haben. Man nennt sie deshalb Gebäude im sino-europäischen Stil.

„Sino-europäisches“ Gebäude Cafe del Sol in Phuket-Altstadt
„Sino-europäisches“ Gebäude Cafe del Sol in Phuket-Altstadt

Viel mehr interessiert mich aber ein anderes Gebäude, über das Santiano und Alligatoah 2019 ein Lied machten: „Wie zuhause“.

Starbucks in Phuket
Starbucks in Phuket

Ich sitz in einem Starbucks in Phuket. Mobiles Netz ist schneller als daheim: 4G+, mehr kann mein Handy nicht, statt wie zu Hause maximal 3.9G (LTE). Ich kaufe eine mit dem Ortsnamen beschriftete Tasse, werde aber nicht bedient von einer Kellnerin aus Mainz. Und Santiano und Alligatoah treffe ich auch nicht. Also eine eher enttäuschende Erfahrung als der moderne Style, wie man nach den Sternen greift.

Falls ihr euch jetzt fragt: „Wat?“ Richtig. Jetzt kommt Wat:

Wat Chalong

Wat Chalong ist der größte buddhistische Tempel Phukets. Wat bedeutet allerdings nicht Tempel, sondern Dorf, Haus oder Schule. In Wat Chalong werden zwei Mönche verehrt, die zur Zeit des Zinnabbaus lebten, durch den Phuket einst zu Ruhm kam, und die einen Aufstand der Arbeiter unterstützten.

Chedi/Pagode von Wat Chalong auf Ko Phuket
Chedi/Pagode von Wat Chalong auf Ko Phuket
Obergeschoss der Pagode/Chedi von Wat Chalong auf Ko Phuket
Obergeschoss der Pagode/Chedi von Wat Chalong auf Ko Phuket
Wat Chalong
Wat Chalong
Decke des Ubosots von Wat Chalong
Decke des Ubosots von Wat Chalong

Von hier aus sieht man den großen Buddha von Ko Phuket:

Big Buddha
Big Buddha

Mount Nakkerd Big Buddha

Für 500 Baht (13 Euro) Bestechungsgeld pro Fahrzeug machen die Fahrer unserer zwei Minibusse – ein weiterer hat ein Drittel unserer Gruppe auf deren Wunsch hin bereits ins Hotel gebracht – einen Umweg zum Big Buddha.

Big Buddha von Phuket
Big Buddha von Phuket

Big Buddha ist 45 Meter hoch und wurde von 2004 bis 2008 errichtet. Er sitzt auf einem Sockel mit 25 Metern Durchmesser, der wesentlich länger im Bau war. Es gab eine Sondergenehmigung, ihn hier mitten ins Naturschutzgebiet zu bauen. Der Buddhismus ist zwar keine Staatsreligion, wird aber vom Staat gefördert.

Der Eintritt kostet ebenso wie War Chalong nichts. Die oben abgebildete Treppe darf übrigens nur vorwärts bestiegen werden. Buddha soll man seinen Rücken nicht zuwenden.

Patong Beach (Bangla Road, Walking Street)

Am Abend fahren wir mit 17 Leuten noch zur Bangla Road. Die thailändische Antwort auf die Reeperbahn ist nur knapp 340 Meter lang (wobei man die Seitenstraßenschleife Soi Sea Dragon mitzählen könnte). Tabledance ist von der Straße aus sichtbar. Dicht and dicht stehen Damen, die eine Ping Pong Show anbieten (Einführen von Tischtennisbälle in die Vagina). Wir gehen in eine namenlose Seitenstraße der Bangla Road zu Backpacker. Dort gibt es lediglich Musik, Getränke, Billard und vor allem Bierpong. Tischtennisbälle bleiben uns somit nicht erspart, aber bei diesem Geschicklichkeitspiel haben alle Beteiligten haben alle ihre Klamotten an.

Ich fühle mich nicht wohl – und hungrig. Also gehe ich zur Goldenen Möwe an der Bangla Road. Für knapp 4 Euro gibt’s 12 Chicken Nuggets und ’ne Pommes. Die anderen sind sich noch nicht sicher, was sie machen wollen, aber einige scheinen sich die Sache mit den Tischtennisbällen etwas genauer ansehen zu wollen. Während wir diskutieren, läuft eine Familie an uns vorbei, mit dabei ein Kind im Kindergartenalter.

Ich fahre zurück zum Hotel. Genauer: Ich versuche es. Über Grab finde ich nichts, daher fahre ich mit einem der hier typischen Tuktuks zurück. Besonderheit der Gefährte ist, dass der Gastraum mit vielen Lautsprechern und übermäßig LED-Beleuchtung ausgestattet ist. Über Bluetooth können sich Gäste mit den Lautsprechern verbinden und ihre eigene Musik abspielen. Mein Handy ist leider leer, daher geht es leider (bzw. für andere: zum Glück) nicht Atemlos durch die Nacht.


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Südostasien II Tag 14: Nationalpark Thanboke Khoranee (Hong Island/Ko Hong, Ko Pak Bia, Ko Ka Mit, Ko Han Tu, Ko Nok), Laem Had Ko Yao Yai – Bootstour mal anders

Man kann auch ohne Schnorcheln einen Bootsausflug machen.

geschrieben von Janni Mittwoch, 28. Februar 2024 um 17:18 Uhr

Nachtrag: Gestern war die obligatorische Janni-Zimmerparty. Viel mehr kann man hier auch nicht machen. Wir waren so lange am Singen, bis der ebenfalls deutschsprachigen Nachbar nachfragte, wie lange das dann noch ginge... Dann sind wir noch an den Pool gegangen und haben da weitgersungen.


Hier ist nun also die Alternative zum 149-Euro-Ausflug von MPR. Wir wollen den Touristenmassen aus Ko Phuket zuvorkommen und werden daher schon um 8 vom Hotel abgeholt.

Hong Island (Ko Hong)

Erster Halt ist Ko Hong, besser bekannt unter ihrem englischen Namen Hong Island. Da sind erstmal 300 Baht Eintritt für den Nationalpark fällig.

Typische Aktivität ist das Besteigen des Berges. Es führen eiserne 419 Treppenstufen hoch auf 109 Meter Höhe.

Ein Baum wächst auf Ko Hong (Hong Island) mittel auf einem Bohlenweg.
Der Baum wächst jetzt hier.
Ko Hong (Hong Island)
Ko Hong (Hong Island)
Blick auf die Inseln nördlich von Ko Hong (Hong Island)
Blick auf die Inseln nördlich von Ko Hong (Hong Island)

Wieder unten angekommen, gehe ich noch durch den Lehrpfad. Der Weg selbst ist wenig schön. Er führt vorbei an einem Felsen, wo Angestellte das Nationalparks am 26. Dezember 50 Verletzte des Tsunamis hingebracht haben. Durch den Wald ist der Ort wohl etwas sicherer.

Als ich aus dem Pfad herauskomme, ist bereits der gesamte Strand unten rechts im Bild voll mit Leuten.

Auf der Westseite der Insel gibt es eine Lagune (das ist nicht der eben erwähnte Strand sondern auf den vorherigen Bildern nicht zu sehen, da hinter der Steilwand rechts). Viel zu sehen gibt es nicht, außer Quallen.

Lagune von Hong Island (Ko Hong)
Lagune von Hong Island (Ko Hong)
Ausfahrt auf der Lagune von Hong Island (Ko Hong)
Ausfahrt auf der Lagune von Hong Island (Ko Hong)

Ko Pak Bia

Ko Pak Bia
Ko Pak Bia

Eigentlich wollen wir als nächster Ko Lao La Ding besuchen, aber da ist es zu voll. Daher fahren wir weiter nach Ko Pak Bia. Schnorcheln kann man hier leider nicht, da das Wasser zu trüb ist. Ich zettle daher aus Langeweile eine Quallenschlacht (bewerfen mit toten Riesenquallen ohne Tentakel) an und trage eine als Kopfbedeckung. Ein kleines Stück Qualle lege ich einer Mitreisenden auf den Bauch. „Die Qualle, die so schön prickelt in meine Bauchnabel“, meint sie im Stile der Schöfferhofer-Werbung.

Ko Ka Mit

Auf Ko Ka Mit leben Javaneraffen. Diese Population wird auch als Krabbenfresser-Makaken bezeichnet, da sie bei Niedrigwasser Krebse fressen. Wenn Touristenboote kommen, fressen sie aber halt das, was ihnen ins Wasser geworfen wird. So könnend die Touristen die Affen beim Schwimmen beobachten.

Javaneraffe beim Schwimmen vor Ko Ka Mit
Javaneraffe beim Schwimmen vor Ko Ka Mit
Schwimmender Javaneraffe auf Ko Ka Mit hat eine Banane gefunden
Schwimmender Javaneraffe auf Ko Ka Mit hat eine Banane gefunden

Ko Han Tu

Auf dem Weg zu unserem letzte Halt schauen wir uns die Insel Ko Han Tu an. Auf der Ostseite hat sie beeindruckende Stalagmiten.

Stalagmiten auf Ko Han Tu
Stalagmiten auf Ko Han Tu

Ko Nok

Letzte Insel auf unserer Bootstour ist Ko Nok.

Ko Nok
Ko Nok

„Kann man hier irgendwas machen außer Strand?“, frage ich Mo. „Nein“, sagt er. Nach kurzer Zeit zeigt er aber auf Leute, die oben auf dem höchsten Felsen der Insel stehen. „Aber das ist nicht so sicher.“

Der Weg ist ausgeschildert („Viewpoint 15 min“) und mit Seilen zum Festhalten ausgestattet. Also mache ich mich auf den Weg.

Blick vom Aussichtspunkt auf Ko Nok
Blick vom Aussichtspunkt auf Ko Nok

Laem Had

Wir werden am Strand Laem Had rausgelassen. Die auffällige Form des Strandes ist durch den Film The Mechanic (2011) bekannt.

Laem Had auf Ko Yao Yai
Laem Had auf Ko Yao Yai

Ko Yao Yai

Ich schließe mich einem anderen aus der Gruppe an, der die rund 7 Kilometer vom Laem-Had-Strand zurück zum Hotel laufen möchte. Aber wir kommen gar nicht richt los, denn unmittelbar nach Abfahrt der anderen sehen wir eine Agame und dann einen Krebs. Später sehen wir noch Reiher. Ein Eisvogel und eine Schlange direkt beim Hotel-Spa waren aber zu schnell zum Fotografieren. Unterwegs konnten wir gut und günstig essen, denn das Essen im Hotel ist ziemlich teuer.

Eine Schmetterlingsagame auf Ko Yao Yai
Eine Schmetterlingsagame auf Ko Yao Yai
Gehörnte Geisterkrabbe auf Ko Yao Yai
Gehörnte Geisterkrabbe auf Ko Yao Yai
Auffliegende Mittelreiher auf Ko Yao Yai
Auffliegende Mittelreiher auf Ko Yao Yai

Am Ende kommt der Preis pro Nase: 1124 Baht, 29 Euro. Mit Nationalparkgebühr (300 pro Nase), Mittagessen (70 pro Nase), Boot und Transfer.

Ich überlege, die Phi-Phi-Inseln übermorgen mit Anda Krabi zu machen. Da wäre auch Khai Nai dabei. Heute war ich nämlich etwas enttäuscht, dass Schnorcheln nicht möglich war, aber das sollte da ja anders sein. Und danach habe ich ja noch 3 Tage auf Ko Phuket.


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Südostasien II Tag 13: Ko Lipe, Ko Rok Noi, Ko Yao Yai – Inselwechsel

Thailand hat noch mehr schöne Inseln – also weiter!

geschrieben von Janni Dienstag, 27. Februar 2024 um 17:50 Uhr

Heute fahren wir nach Ko Yao Yai („Insel Lang Groß“). Zu meiner großen Überraschung fahren wir nicht mit dem öffentlichen Schnellboot, das laut Fahrplan von 9 bis 16:30 unterwegs ist, sondern mit einem gecharterten Schnellboot. Daher müssen wir erst um 10 Uhr auschecken.

Trotz dem ziemlich guten Frühstück hier im Sita Beach bleibt da noch Zeit (40 Minuten), sich ein bisschen auf der Insel umzusehen.

Bauarbeiten im Hantalay-Kloster auf Ko Lipe
Da legt der Mönch (orange, rechts) noch selbst Hand an: Bauarbeiten im Hantalay-Kloster auf Ko Lipe

Mein Ziel ist der Sunrise Beach, der sich logischerweise im Osten befindet. Der ist sehr schön, aber Zeit zum Baden bleibt leider nicht. Die sehr nahe, vorlagerte Insel Ko Usen ist aufgrund des Sonnenstandes kaum zu fotografieren.

Sunrise Beach auf Ko Lipe
Sunrise Beach auf Ko Lipe

Der Verkehr auf Ko Lipe erfolgt durch Mofas, Mofas mit Beiwagen und einige Autos. Mit letzten zwei kann nur die Hauptstraße befahren werden, in die Walking Street passen die Mofas mit Beiwagen nicht wirklich rein. Und woher gibt’s den Sprit? Von der Tanke natürlich. Die sieht hier so aus:

Tankstelle auf Ko Lipe
Tankstelle auf Ko Lipe

Das erinnert mich sehr an Bali. Und noch etwas erinnert mich an Bali: Der Einstieg zu unserem Schnellboot. Der ist nämlich wie zwischen Sanur (Bali) und Nusa Lembongan: kein Anleger, direkt vom Strand. Auch das Boot sieht so aus, nur etwas kleiner.

Wir sagen Tschüs zum Sita Beach Resort auf Ko Lipe
Wir sagen Tschüs zum Sita Beach Resort auf Ko Lipe

Bei unserem Schnellboot soll die Fahrt nur dreieinhalb Stunden. Auf knapp halber Strecke ist vor Ko Rok Noi machen wir eine Pipi-Pause. Ich bin enttäuscht, dass wir die Pipi-Pause nicht in Ko Phi Phi machen. Die Insel spricht man nicht Ko Fi Fi, denn letzteres würde voraussetzen, dass es ein altgriechischer Name wäre. Die Umschrift griechischer Wörter, insbesondere Eigennamen, mit „ph“ ist bereits seit rund 2000(!) Jahren falsch.

Ko Rok Noi
Ko Rok Noi

Die Crew nutzt die Pause zum Auffüllen des Treibstoffs. Nicht von der Insel, denn die ist unbewohnt, sondern mit Treibstoff, der in Kanistern unter dem Boden ist.

Ko Rok Yai (links) und Ko Rok Noi
Ko Rok Yai (links) und Ko Rok Noi

Aufgrund von Niedrigwasser können wir nicht direkt vorm Strandhotel landen sondern fahren eine ganze Ecke weiter nach Norden. Dort holen uns fünf Pickups ab. Erster Halt auf dem Weg zum Hotel ist ein 7-Eleven. Alles ist hier viel, viel billiger als auf Ko Lipe, das wirlich am Arsch der Welt liegt. Im 7-Eleven gibt es aber keinen Alkohol, weil das hier eine nahezu komplett muslimische Insel ist. Zum Glück gibt es kurz danach noch den „Family Mart“. Und weil die glückliche Familie Alkohol braucht, gibt es dort dann auch Alkohol.

Hin Kong Pier beim Koh Yao Yai Village bei Niedrigwasser
Hin Kong Pier beim Koh Yao Yai Village bei Niedrigwasser

Bei Ankunft im Hotel steht die Frage im Raum: Was machen wir morgen? Optionen (alles Privatgruppe, Dauer ca. 6 Stunden):

Nachdem ich bereits eine große Fangemeinde für meinen Vorschlag gesammelt habe, hauen uns die Bilder von Hong Island um und als dann noch – mit einiger Verspätung – der Preis – 6.000 bis 7.000 THB pro 18 Nasen (mit Transfer, ohne alles andere, aber auf Hong Island gibt es ein Café) – kommt, sind wir sofort dafür. (Der Vollständigkeit: Anda Krabi hätte Hong Island analog zu Ko Khai für 12.900 THB für 10 Nasen gemacht.)

Insgesamt kommen 11 Leute mit, plus Reiseleiter Mo. Damit zahlen wir pro Nase rund ein Zehntel vom MPR-Preis. Und wir werden keine 135 Euro im Hong-Island-Café lassen.


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Südostasien II Tag 12: Nationalpark Tarutao (Ko Adang, Ko Yang, Ko Rawi, Ko Hin Gnam) – Quallenland

Wenn das Wasser voller Quallen ist, dann schau ich mir halt Tiere an Land an!

geschrieben von Janni Montag, 26. Februar 2024 um 17:51 Uhr

Heute ist der 26. Februar 2567. Das ist im tradionellen Kalender Mondkalender ist das der dritte Vollmond des Jahres und deshalb ist heute Magha Puja, ein gesetzlicher Feiertag. Im Tourismus natürlich egal. Feiern gibt es auch keine.


Heute haben wir unsere erste Schnorcheltour im Tarutao-Nationalpark. Der Name ist malaiisch und bedeutet „alt“. Von der Adang-Rawi-Inselgruppe ist Ko Lipe die die viertgrößte (4 km²). Ko Adang (30 km²) und Ko Rawi (28 km², auch Ko Ra Wi, dann müsste man aber auch Ko Li Pe schreiben) sind viel größer.

Diese Tour enthalten. Die nächste übermorgen kostet über Marco Polo 149 Euro, kann aber nur vor Ort gebucht werden. Vor Ort kann man das aber auch bei einem lokalen Anbieter buchen, das kostet bei Get Your Guide 221 Euro plus 30 pro Nase.

Strand auf Ko Lipe mit Langschwanzbooten
Strand auf Ko Lipe mit Langschwanzbooten

Start ist schon um 8 im Hotel. Von dort gehen wir zu einem Laden in der Walking Street, der Hauptstraße von Ko Lipe, um die dortigen unfassbar weichen Katzen zu streicheln uns Flossen auszuleihen. Es gibt sogar welche in meiner Größe (50): XL mit variabler Länge. Aus organisatorischen Gründen geht es mit den drei Langschwanzbooten erst um 9 los. Na toll, dann hätte ich meine Unterwasserkamera ja länger aufladen können. Ich habe sie über Nacht versucht zu laden, aber das hat wohl nicht funktioniert und sie hat sich eher entladen. Mal sehen, wie weit ich komme.

Ko Adang

Bereits bei unserer Fahrt zum ersten Halt in Ko Adang stellen wir fest, dass hier alles voller großer Quallen (Durchmesse so um die 40 cm) ist. Man sieht vom Boot aus regelrecht einen Quallenteppich. Bei unserer Ankunft an der Westküste von Ko Adang sind zwar keine große Quallen mehr da, aber so viele kleine, dass man zwangsläufig mit ihnen in Kontakt kommt.

Deutlich weniger gefährlich sind die Einsiedlerkrebse, die es hier überall am Strand gibt. Einsiedlerkrebse bilden ihr Haus nicht selbst, sondern leben in Schneckenhäusern. Sie wechseln dieses häufig entsprechend ihres Platzbedarfs. Die Krebse hier schieben ihr Haus.

Einsiedlerkrebs auf Ko Adang
Einsiedlerkrebs auf Ko Adang

Während Corona herrschte „Wohnungsmangel“, weil sich die Einsiedlerkrebs in Thailand stark vermehren konnten, es aber nicht so viele Schneckenhäuser gab.

Strand auf Ko Adang, im Hintergrund Ko Rawi
Strand auf Ko Adang, im Hintergrund Ko Rawi

Ko Yang

Grünwangen-Papageifisch
Grünwangen-Papageifisch
(Schwarzer?) Papageifisch bei Ko Yang
(Schwarzer?) Papageifisch bei Ko Yang
Indopazifische Sergeants
Indopazifische Sergeants

Der Halt hier ist nicht lang. ALso schnell wieder zurück zum Boot. Das ist wegen der Strömung nicht ganz einfach. Und plötzlich begegnet mir auch noch das hier:

Qualle bei Ko Yang
Qualle bei Ko Yang

So eine Qualle ist schon schön anzusehen. Nur nicht schön anzufassen.

Ko Rawi

Von Ko Yang ist es nur ein Katzensprung (das war das Lieblingswort von Jaya) nach Ko Rawi.

Hier haben wir mit über zwei Stunden am meisten Zeit. Einen Teil davon brauchen wir fürs Mittagessen. Es gibt drei kleine Gerichte zur Auswahl, die jeweils aus Reis und Hähnchen bestehen. Auf Vorbestellung gibt es ein alternatives vegetarisches Gericht. Dazu gibt es eine Fisch-Chili-Limetten-Soße im Beutel und ein gekochtes Ei. Es gab wohl mal eine Ernährungsempfehlung in den 70ern, dass Eier gut sind, und seither essen Thailänder zu jeder Mahlzeit ein Ei.

Auf Ko Rawi gibt es eine Bebauung der Nationalparkbehörde, die hier auch Getränke, Kokoseis(?) und kleine Gericht zu fairen Preisen verkauft. Die beiden Gebäude, die am modernsten wirken, scheinen verlassen. Da alle Sitzbänke durch die zig Touristen-Langschwanzboote belegt sind, setzen wir uns auf die drei Treppenstufen zu diesen beiden Gebäuden.

Malaien-Gleitflieger auf Ko Rawi
Beim Essen beobachten uns Malaien-Gleitflieger, die zu mehreren übereinander im Baum sitzen (hier ist nur eins zu sehen)

Nach dem Mittagessen besuche ich den Bereich hinter diesen Gebäuden. Dort befindet sich viel Müll. Außerdem wurde ein Loch von einigen Metern Durchmesser und knapp zwei Metern Tiefe ausgehoben, in dem sich noch mehr Müll befindet, allerdings nicht so viel, dass sich sicher sagen ließe, dass das Loch speziell dafür ausgehoben wurde.

Dickschnabelkrähe (Dschungelkrähe) auf Ko Rawi
Dickschnabelkrähe (Dschungelkrähe) auf Ko Rawi

Neben dem Müll befindet sich noch etwas anderes im Loch:

Bindenwaran auf Ko Rawi
Bindenwaran auf Ko Rawi

Bindenwarene sind in Thailand so unbeliebt, dass das Wort ein äußerst schweres Schimpfwort für Menschen ist. In Singapur denken die Menschen, dass diese dort vorkommenden Warane gefährlich/giftig seien. Die Echse macht aber keine Anzeichen, mich angreifen zu wollen, und trottet nach etwas Züngeln in den Wald.

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Mehr gibt es im Hinterland nicht zu sehen, da der Weg beim Loch endet. Gemeinsam mit einem anderen aus der Gruppe schaue ich mich daher am Strand um. Zeit für eine Fortsetzung unserer beliebten Reihe „unnötig paradiesische Bilder“:

Strand auf Ko Rawi
Strand auf Ko Rawi

Ko Hin Gnam

Unser letzter Stopp ist an der Südküste von Ko Hin Gnam. Hier gibt es etliche große Quallen, die man vom Boot aus sieht. Unser Guide Mo fasst eine auf der Oberseite an und hebt sie kurz hoch.

Qualle bei Ko Hin Gnam – wird von Fischen verfolgt
Qualle bei Ko Hin Gnam – wird von Fischen verfolgt

Ko Lipe

Nach unserer Rückkehr gegen 15 -stelle ich erstmal fest, dass ich meine Schnorchelsachen – ich habe als einziger eigene verwendet – auf dem Boot vergessen habe. Ich kann sie aber in dem Laden mit den unfassbar flauschigen Katzen, die jetzt nicht mehr da sind, organisieren und um 18 abholen. Danach gehe ich zum Sunset Beach, aber die Wolken hängen so tief, dass der Sonnenuntergang flachfällt. Dann sollte es doch anders als gestern eine Blaue Stunde einstellen, die ich wieder vom selben Platz beim Hotel Brothers Seaview beobachte. Und tatsächlich wird es blau.

Blaue Stunde auf Ko Lipe
Blaue Stunde auf Ko Lipe

Danach gehe ich zum Restaurant Thaidurm. Gestern waren wir schräg gegenüber im Tonkow. Das Thaidurm hat eine Warteliste, aber es sitzen schon vier von uns an einem zu großen Tisch. Die Getränkekarte wirkt spärlich. Ich sehe aber gegenüber einen Stand, an dem zahlreiche Gäste Smoothies, Säfte und Eistee kaufen und ins Restaurant tragen. Also mache ich das auch. Für 40 Baht (etwa 1 Euro) gibt es einen großen Bananensmoothie. Für 10 Baht mehr gibt es die XXL-Version.


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Südostasien II Vormittag 11: Underwater World Langkawi Pantai Cenang, Ko Lipe – Kleine Haie, kleine Fische

Klingt nach Kleinstadtrevier, ist aber auch das Motto Langkawi Underwater World.

geschrieben von Janni Sonntag, 25. Februar 2024 um 12:17 Uhr

Im Blog wird die Schreibweise Ko statt Koh für thailändische Inseln verwendet. Beides ist richtig.


Um 12 ist Abfahrt. Da könnte man anders als auf Penang sogar noch was machen. Gestern war ich ja schon kurz im Wasser bei den Fischen. Könnte man wieder machen. Aber ich möchte, dass meine Sachen trocken bleiben. Also ab ins Aquarium. Das ist zum Glück nur 5 Minuten von Nadias entfernt. „Zum Glück“ deshalb, weil ich zwar meine Fotosachen mitgenommen habe, aber nicht meine Kamera. Also wieder zurück und die holen. Da kann ich auf mal fragen, was meine Wäsche macht. Nichts. Okay...

Nun aber Zeit fürs Aquarium! Eintritt kostet 62, für Malaysier kaum weniger. Ganz schön teuer. Und gar nicht mal so groß.

Grüne Wasseragame
Grüne Wasseragame. Ihm ist es wohl noch zu früh. Die Standardfarbe ist grün, aber es gibt auch lila Exemplare.
Albino-Hornfrosch
Albino-Hornfrosch – hier als „Pac-Man-Frosch“ bezeichnet. Er frisst keine Punkte, sondern Artgenossen. Daher gehen sie sich aus dem Weg.
Haiwels (Pangasius). Heißt zwar Hai und sieht auch so aus, ist aber ein „Katzenfisch“ (Welsartiger).
Haiwels (Pangasius). Heißt zwar Hai und sieht auch so aus, ist aber ein „Katzenfisch“ (Welsartiger).

Und wir bleiben bei Tieren, die wirklich bescheuert aussehen. Nach einem Hai, der ein Katzenfisch ist, kommen wir zu einem Krokodil, das ein Fisch ist:

Alligatorhecht. Seine Schuppen wurden früher als Pfeilspitzen verwendet.
Alligatorhecht. Seine Schuppen wurden früher als Pfeilspitzen verwendet.

Das Becken mit dem Alligator Gar befindet sich in einer begehbaren Freiflughalle. Es gibt dort Flamingos, Fasane (die aussehen wie Pfauen), Tauben und Aras.

Gelbbrustara
Gelbbrustara

Um 11 ist die Fütterung der Eselspinguine. Danach muss ich mich aber einigermaßen beeilen, daher jetzt der Schnelldurchlauf:

Brillenpinguinfütterung
Brillenpinguinfütterung
Felsenpinguin
Felsenpinguin
Meerjungfrau Sabrina
Meerjungfrau Sabrina
Gemeiner Wimpelfisch
Gemeiner Wimpelfisch
„Tunnel Tank“
„Tunnel Tank“

Nach Ende der Ausstellung muss man durch etliche Duty-Free-Laden zum Ausgang. Langkawi ist ein Freihafen, daher gibt es so viele Duty-Free-Läden hier.


Es sind noch ein paar Minuten Zeit und ich habe noch etwa 40 MYR über, weil ich gestern für unsere Jetski-Fahrer 560 MYR abheben musste, der Automat aber nur 50er und 100er hat. Von dem Geld kaufe im Einkaufszentrum neben dem Hotel etwas für die heute geplante Zimmerparty bei mir.

Während ich die letzten Sachen in meinen Koffer packe, klopft es. Meine Wäsche ist da. Das war knapp!


Um 12 Uhr werden wir abgeholt. Unsere Transferbegleiterin fragt im Hotel nach mir. Als ich da bin, fragt sie, ob wir vollständig sind. „Laut der Gruppe bin ich immer der letzte, also können wir los.“, sage ich. Allerdings fehlen noch zwei. Ich hatte vorgestern auch schon den Checkin im Hotel gemacht. Die ganze Gruppe trägt meinen Namen. Einzelzimmer stehen bei MPR immer oben auf der Teilnehmerliste und ich glaube dann nach Buchungszeitpunkt. Das ist bei mir der Tag nach Erscheinen des Katalogs Anfang September.

Anders als von mir erwartet, erfolgt die Abreise nicht von Kuah (Langkawi-Hauptstadt) sondern von einem Jachthafen irgendwo im Nirgendwo unterhalb der Seilbahn. Wie von mir erwartet, sind wir aber zwei Stunden zu früh da. Für den Check-in beim Bootsanbieter Telaga-Terminal, den ich organisieren muss, da sich die Transferbegleitung schon wieder verabschiedet, brauche ich unsere Pässe. Wir bekommen dann die Tickets und Einreisekarte für Thailand hineingelegt.

Um den Hafen Telaga herum befindet sich eine Tankstelle (für Autos), ein Einkaufszentrum und das Nobelhotel The Danna. Ich mache mich mit sechs anderen (weitere wollen nachkommen) auf zum Einkaufszentrum, um etwas Essbares zu finden. Die zig Läden dort sind aber alle geschlossen. Wir erwarten, dass jeden Moment den Steppenroller durchs Bild rollt, aber dafür ist Langkawi wohl zu grün.

Noch ein Stück weiter befindet sich dann das Nobelhotel. Wir sagen, dass wir auf der Suche nach etwas zu essen sind. Sie haben Sonntagsbrunch oder A la Carte. Für letzteres haben wir keine Zeit, da wir um 14 (das ist da noch gut 1 Stunde hin) zum Boarding bereit sein sollen. Also Brunch. Der kostet 150 RM. Das ist drei von uns zu viel, ebenso wie den fünf Nachzüglern. Also stürmt eine deutsche Touristengruppe in die Tankstelle.

Boarding geht aber auch erst verspätet los und dann dauert wegen der Grenzkontrolle eine halbe Ewigkeit. Bei der Ausreise werden die Zeigefinger gescannt. Pässe werden nach der Ausreise vom Kapitän („Vesselmaster“, laut Ankündigung) einbehalten. Abfahrt ist dann um fünf vor 15, Plan war halb 15.


Nach anderthalb Stunden sind wir dann in Thailand. Ko Lipe hat keinen Anleger, daher wird ausgebootet. Wer kein Mobiles Internet hat, aber haben müsste, muss den APN umstellen. Es gibt aber WLAN bei der Einreise.

Ausbooten auf Ko Lipe
Ausbooten auf Ko Lipe

„Mittags per Fähre zur thailändischen Insel Koh Lipe [...] Die Einreise ist ganz relaxt“. Mein Thailändisch ist zwar schlecht, „relaxt“ muss das thailändische Wort für „extrem kompliziert“ sein. Wir werden zu einem Pavillon geschickt, der bereits von den abreisenden Passagieren voll ist.

Einreise auf Ko Lipe
Einreise auf Ko Lipe

Also stehen wir in der Sonne. Da werden alle Passagiere aufgerufen und die Pässe wieder ausgeteilt. Warum sie die eingesammelt haben – davon haben wir genauso wenig einen Plan wie die Behörden hier. Es hindert einen ja auch keiner daran, nach Rückgabe am offenen Strand abzuhauen, denn eingereist sind wir immer noch nicht. Dafür muss man sich jetzt anstellen, damit alle Finger gescannt werden (in Singapur Daumen bei der Einreise, in Malaysia Zeigefinger bei der Ausreise). Dann gibt’s einen Stempel für 30 Tage, also 25. März. Eigentlich sollte das Visum 90 Tage dauern. Gut, länger als zwei Wochen will eh keiner bleiben. Ich habe um 2 Nächte verlängert, jemand anders um eine Woche und eine hat versehentlich um eine Nacht. Bei einer von uns dauert die Einreise länger, da sie da was mit den Pässen durcheinander gekriegt haben.


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