Jordanien Tag 5 – Wadi Musa: Die Felsenstadt Petra

Der Klassiker unter den jordanischen Sehenswürdigkeiten – nur hier mit einer Echstraportion Reptilien

geschrieben von Яedeemer Mittwoch, 25. Oktober 2017 um 21:44 Uhr

Das Problem mit dem nicht vorhandenen kalten Wasser hat sich doch nicht erledigt. Der Druck ist so gering, dass es selbst gegen kleinste Mengen warmen Wassers nicht ankommt. Egal, da muss man durch.

Heute besuchen wir die Felsenstadt Petra (oder al-Batra auf Arabisch, der heutige Ort umzu heißt jedoch Wadi Musa). Ursprünglich eine nabatäische Stadt, die vor über 2.200 Jahren gegründet wurde, gelang es den Römern 106 n. Chr. sie durch Kappen der Wasserversorgung einzunehmen, nachdem auch die Griechen sie nur in friedlicher Absicht betreten konnten. Petra ist nur durch die Schlucht und eine leicht zu befestigende Fläche zu erreichen, somit war sie einfach zu verteidigen. Heute sind praktisch nur Gräber und Sakralbauten erhalten, Wohnhäuser jedoch nicht.

Der Eintritt allein kostet 50 Dinar plus 7 Dinar Schutzgeld für die Beduinenmafia. Das Programm der Jordanien-Reise für 7 Nächte hat mehr gekostet hat als das Programm in Süd-Afrika, wobei dort der gleichsam ikonische Krügerpark enthalten war. Na ja, zurück zu Petra.

Der Weg zur Schlucht

(Die Bilder sind wegen der besseren Lichtverhältnisse auf dem Rückweg entstanden.)

Dschinn-Blöcke
Dschinn-Blöcke (Blockgräber, dienten auch armen Leuten), etwa 100 v. Chr.
Obeliskengrab
Obeliskengrab und Bab as-Siq

as-Siq (die Schlucht nach Petra

Eingang zur Schlucht nach Petra
Eingang zur Schlucht, links Wasserrinne, rechts Trinkwasserkanal (an wenigen Stellen erhalten) [Handyfoto]
Nabatäer-Gott
Wo ist dein Gott jetzt? – Der Hauptgott der Nabatäer (unten links in der Tür) ist offensichtlich Bernd das Brot
Elefantenstein
Dieser Stein sieht aus wie zwei Elefanten, das ist jedoch Zufall [Handyfoto]
Weg durch die Schlucht nach Petra
Weg durch die Schlucht [Handyfoto]

Petra

Das Schatzhaus
al Khazneh, „das Schatzhaus“, eigentlich jedoch ein Sakralbau, wird meistens mit Petra verbunden, ist aber nur eine von vielen Sehenswürdigkeiten in der Stadt
Junge Katze
Vorm Schatzhaus gibt es viele jungen Katzen
Buntes Gestein
Herrgott Marie!
Eidechse
Eidechse
Theater von Petra
Das Theater
Kürzlich entdeckter Tempel
Dieser Tempel mit einer kleinen Bühne wurde erst vor 13 Jahren von Franzosen entdeckt
Dorf für die Beduinen, die in Petra arbeiten
Die Beduinen (und die Leute, die sich für nabatäische Nachkommen halten) haben durch ihr Wohnen in den Gräbern Schäden Petra angerichtet. Die Regierung hat ihnen sogar dieses Dorf gebaut. Die Beduinen waren so sauer, dass sie drei Polizisten umbrachten. Seither ist aber Ruhe.
Ebenfalls zu sehen ist Mughar an-Nasara-
Beduinen-Café
Ein paar wenige Beduinen dürfen in ihren Häusern/Läden/Cafés schlafen, so wie die Leute hier, weil sie sich sehr viel Mühe mit ihren Bauten gegeben haben. Das einzige Hotel (Pharaonen-Hotel) ist aber geschlossen.

Mittagessen

In Petra kann auch Mittag essen. Mittagsbüffet kostet in Jordanien 10 Dinar (12 Euro). Hier gibt es alternativ ein Lunchpaket für 7 Dinar. Getränke sind hier mit 1 Dinar sehr günstig.

Falaffenverteilung
Wenn ein Job nicht reicht: Unser Reiseleiter verteilt Falaffeln im Restaurant

Nach dem Mittagessen teilen wir uns auf. Optionen sind vor allem das Kloster und der Opferplatz. Ich entscheide mich für das Kloster.

ad-Deit (das Kloster)

Über einen Pfad mit fast 1.000 Stufen erreicht man das Kloster.

ad-Deit (das Kloster)
ad-Deit (das Kloster) sieht dem Schatzhaus sehr ähnlich, ist aber nicht so schmuckvoll verziert.
Eidechse
Eidechse

Vom Kloster aus können drei Aussichtspunkte erreicht werden.

Steinmännchen mit dem Kloster im Hintergrund
Auf dem Weg zum (vom Kloster aus gesehen) links gelegenen Aussichtpunkt haben Leute Steinmännchen gebaut.
Esel auf einer Klippe direkt am Abgrund
Wortwörtlich leben am Limit
„Apollo 13! Sei doch nicht so eine Esel stur!“
braungraue Agame
Agame beim mittleren Aussichtspunkt, möglicherweise eine Sinai-Agame, könnte als Weibchen aber auch eine Siedleragame oder was immer für eine Agame sein

Alle drei Aussichtspunkte behaupten von sich, den besten Ausblick zu haben. Ich habe alle drei besucht und lasse euch entscheiden.

Panorama vom linken Aussichtspunkt
Aussichtspunkt links
Einer der Beduinen, die hier Getränke verkaufen, sieht aus wie Jack Sparrow von Flucht der Karibik.
(Fast alle Beduinen in Petra haben eine gewisse Ähnlichkeit mit ihm.)
Panorama vom mittleren Aussichtspunkt
Aussichtspunkt in der Mitte
Hier gibt es eine Katze.
Panorama vom rechten Aussichtspunkt
Aussichtspunkt rechts

Also, wer soll denn jetzt dein Herzblatt sein?

Zurück zum Zentrum

Sinai-Agame mit dem charakteristischen blauem Kopf
Sinai-Agame (Männchen)
Qasr al-Bint
Qasr al-Bint
Säulenstraße mit Königsgräbern im Hintergrund
Säulenstraße mit Königsgräbern im Hintergrund
Urnengrab von innen
Urnengrab von innen

Dann geht es zurück zum Bus. Den Weg vom Schatzhaus schaffe ich in 30 Minuten und bis somit knapp 10 Minuten zu früh am Bus. Das ist ungewöhnlich für mich, eigentlich bin ich immer auf die Minute pünktlich...

Im Hotel hat sich das Problem mit dem kalten Wasser erledigt, es gibt nämlich kein Warmwasser mehr. Eine sehr simple Lösung.

Andere Thema: Vielleicht sollte ich mein Logo in eine Echse (Eidechse, Agame oder Gecko) ändern. Das Hörnchen ist da, weil Hörnchen die einzigen wilden Tiere waren, die sich auf meinen ersten Reisen von mir fotografieren ließen. Inzwischen nehmen aber die Echsen Überhand.


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