Mallorca Tag 1 – Endlich schlechtes Wetter!

In einem plötzlichen Anflug von Fernweh im Oktober habe ich mir über das Osterwochenende ein paar Tage auf Mallorca gebucht. Ich bereue gerade, es gebucht zu haben, aber andersrum wäre es wohl genauso gewesen.

geschrieben von Janni Karfreitag, 19. April 2019 um 20:29 Uhr

Los geht es dieses Mal von Hannover und dorthin auch wieder zurück, da es dort die humansten Flugzeiten gab, jeweils von Eurowings. Und so fliege ich am Karfreitag-Vormittag nach Mallorca.


Der Pilot stimmt uns schon darauf ein, dass Mallorca mit dem derzeitigen Wetter bei uns (sonnig, Toptemperatur 25°) nicht mithalten kann: Die Wolken hängen tief über der Mittelmeerinsel und die Temperaturen finden die 20°-Marke auch nicht. Böse Zungen würden meinen, dass Informatiker mit hellem Wetter doch eh nichts anfangen können. Fotografen aber schon.

Luftbild der Alpen
Schneekoppe! (Ausschnitt, denn schräg durch Flugzeugfenster zu fotografieren macht einfach keinen Spaß)

Wir begrüßen nach der Landung Mallorca mit Klatschen und Mallorca uns mit Klatschmohn neben der Landebahn – ein paar Regentropfen an der Fensterscheibe.

Südöstlich des Flughafens haben sich unzählige Autovermietungen angesiedelt. Auch Centauro, wo ich meinen Wagen gemietet habe, befindet sich dort. Für Fluggäste wird ein kostenloser Shuttle bereitgestellt.

Shuttle zur Autovermietung, das Kennzeichen lautet 8012 KMH
Der Shuttle bringt einen zwar schnell zum Parkplatz der Vermietung, 8012 KMH erreicht er jedoch nicht. (Handyfoto)

Ich bekomme einen blauen Toyota Yaris. Tachostand: 7 km. Sozusagen die Jungfernfahrt des Autos. Und auch ich fühle mich, als würde ich gerade das erste Mal Auto fahren. Es fährt sich halt doch jedes Vehikel anders.

Ich fahre zum Hotel. Das ist eine gewisse Strecke und das ist auch gut so, damit ich mich an das Auto gewöhnen kann, um die Straße hoch auf den Berg zu fahren, wo das Hotel im Landesinneren nahe des Ortes Felanitx liegt.

Da heute leider Karfreitag ist, stellt es sich nicht so einfach dar, etwas zu essen zu bekommen. Selbst Kioske haben geschlossen. Unterwegs sehe ich aber einen Lidl mit Licht an und einigen Autos auf dem Parkplatz. „Domingos Abierto“ steht auf einem Plakat. Meine Rettung!

Weiter geht es zum Hotel. Das ist ein ehemaliges Kloster. Wer ein Bild vom Hotel und seiner Lage haben möchte:

Sant Salvador im Nebel
Sant Salvador im Nebel

Da das Hotel auf einem Berg liegt, kann man hier nicht wirklich was machen. Es ist eher ein Ort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.

Oder Fuchs und Ziege. (Diese Ziege und drei weitere stehen auf einem Hochbeet keine zwei Meter vor der Hoteltür. Man erkennt euch die dichte Erbsensuppe.)

Es gibt hier zwar ein, zwei Sehenswürdigkeiten auf dem Gipfel, die zu besuchen aber bei dem Wetter (mitten in den Wolken und heftiger Sturm) keinen Sinn ergibt. Also zurück in mein Hotelzimmer (Meerblick!) und die nächsten Tage planen. Das hatte ich zwar bereits unmittelnbar nach der Buchung schon gemacht, heute deuten allerdings nur noch ein paar violette Links in Firefox darauf hin, was ich mir damals so gedacht habe, weshalb ich mir in Hannover einen Reiseführer gekauft habe.

Der Plan sieht aktuell so aus: Morgen Naturpark s’Albufera, Insel-Naturpark Sa Dragonera und eventuell Valldemossa (über die Reihenfolge entscheide ich spontan). Übermorgen Felanitx mit Wochenmarkt und Küstenhöhlen oder Insel Cabrera (abhängig davon, wie gut die Insel Sa Dragonera war). Montag Wanderung nahe Palma, wenn das Wetter gut ist.


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