Neuseeland Nacht 24 und Vormittag 25: Christchurch, Sydney, Dubai, Hamburg – Über Down Under nach Up Above

Auch die längste Blogserie geht irgendwann zuende

geschrieben von Janni Sonnabend, 29. Februar 2020 um 18:29 Uhr

Steve’s Shuttle bringt mich zurück zum Flughafen. Mein Gepäck habe ich den ganzen Tag im Antarktis-Zentrum aufbewahren lassen. Eigentlich haben sie Schließfächer dafür, aber die sind derzeit nicht in Betrieb. Mein Glück, denn die sind auf 5 Stunden begrenzt und das kostet mehr.

Im Flughafen beginnt das große Umpacken der Objektive für den Flug. Das Netzteil für meinen Laptop, das ich diesmal sicher brauchen werde, verstecke ich in der Innentasche meiner Jacke. 0,3kg Freigepäck ungenutzt. Läuft. Nächstes Mal will ich aber weniger mitnehmen, wo sind die guten alten Zeiten, wo ich immer mit 10kg rumgereist bin? Ein paar Kilo mehr wegen Fotokram ist jetzt natürlich klar.


Ich gehe schicke noch kurz eine Postkarte nach Hause und dann zum Flugzeug. Heute ergibt die Frage „Wohin fliegen Sie mit diesem Flugzeug?“ endlich mal Sinn. Meine Sitznachbarn, ein altes Ehepaar, fliegt auch nach Dubai und dann nach Manchester.

Der Pilot kündigt für den Flug nach Sydney an, dass die Anfangsphase nicht ganz ohne sein wird. Er hat nicht unrecht. Das Flugzeug sackt einmal so abrupt ab, dass die Menschen im Flugzeug schreien. Nach wenigen Minuten Rumgeschaukel hat es sich beruhigt.

In Sydney müssen wir trotz Weiterflugs mit selben Flugzeug und Flugnummer (EK413) raus – aus Sicherheitsgründen dürfen beim Betanken der allermeisten Flugzeuge keine Leute an Bord sein. Also aussteigen, durch die Handggepäckkontrolle und nach einer guten Stunde Warten an Gate 57 wieder rein ins Flugzeug.

Ich habe kein Visum für Australien. EU-Bürger und einige andere brauchen das auch nicht für einen Transit. Allerdings gibt es ohnehin überhaupt keine Personenkontrollen und ich muss meinen Pass nicht vorzeigen. Auch Emirates fordert die Passagiere anders als in Christchurch, wo sie die Pässe alle sehen wollten, explizit auf, ihren Pass nicht zu zeigen.

Der Flug von Sydney nach Dubai ist zwar lang, es passiert aber nicht viel. Sehr entspannt, auch wenn das Flugzeug recht voll ist. Anders als auf dem Flug gerade eben bleiben jedoch einige Plätze frei.

Nach Landung in Dubai mache ich mich sofort auf zum Gate nach Hamburg. Laut Schildern soll man bei der Handgepäckkontrolle die Schuhe ausziehen und diese röntgen lassen. Das fällt ebenso aus wie das sonst obligatorische getrennte Scannen von Laptops und Tablets. Sicherheit? Wer braucht das schon?

Ich mache mich auf zum Gate. Gerade ist Gebetszeit (Fadschr), daher wird im ganzen Flughafen der Ruf des Muezzin abgespielt. Ich setze mich beim Gate nebenan hin, da es dort Steckdosen gibt. Plötzlich ist – obwohl der Flug hier nach Kairo geht – alles um mich herum voller Asiaten. „Coronavirus ich komme“, denke ich mir.

Auf dem Flug nach Hamburg gibt es einige Turbulenzen. Nichts schlimmes, aber doch so, dass der Pilot eigentlich mehrfach das Anschnallzeichen einschalten würde. Macht er aber bis zum Landeanflug nicht ein Mal. Ist teilweise auch echt albern, gerade im letzten Flug (also zwischen Sydney und Dubai) wurden die Zeichen oft angeschaltet, ohne dass auch nur irgendwas zu spüren war.


Kurz ein paar Dinge, die mir in Neuseeland aufgefallen sind:


Abspann und Fazit

Ich bedanke mich wie immer bei der Firma, dass die drei Wochen genehmigt wurden und grüße insbesondere unsere U35-Selbsthilfegruppe, die IT und ähm... Ja... Gut.

Ich freue mich auch schon wieder auf die Arbeit. Wenn ich das auf meinen Reisen sage, werde ich immer zuerst schräg angeguckt und dann beglückwünscht. Und ich freue mich auf Schwip Schwap Zero, bezahlbares Essen, drei Folgen #gntm zu bingen und so vieles mehr.


Leider schafft es die Reise in meinem Ranking nur auf 6+1 Punkte. Das erste sind die inhaltlichen Punkte (maximal 10), das zweite ist der Gruppenbonus. Neuseeland hat außer großartiger Landschaft wenig zu bieten. Kaum Tiere, kaum Städte.

Aktuelles Ranking aller Reisen bis hier:

Scheiße, bin ich schon viel gereist. Muss daran liegen, dass ich in Fox-Gletscher dann am Ende doch abgewaschen habe. In Kaikoura habe ich vorgestern ein SUV gesehen, bei dem jemand mit dem Finger „Sorry Greta“ ins verstaubte Heck gemalt hat. Vielleicht wäre das ein guter Anfang auch für mich?

Nächstes Ziel ist auf jeden Fall Oman. Wenn es zustande kommt. Glaube ich eher nicht dran, der erste Termin im April und selbst der dritte im Oktober wurden bereits abgesagt. Damit würde der von mir gebuchte Eckpreistermin im September die erste Reise dieser Art bei MPR-YLT sein. Wie gesagt, wenn sie denn stattfindet. Ansonsten mach ich einen auf Pietro Lombardi und buch mir mit der VISA direkt ein’ Flug nach Costa Rica. Allerdings benutze ich keine Visa Prepaid.


Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare zu dieser News.

Kommentar schreiben

Gib eine Zahl zwischen dreihundertacht und dreihundertsiebenundsiebzig ein:
(in Ziffern)