Neuseeland Tag 21: Dunedin, Moeraki, Oamaru, Timaru, Rolleston, Christchurch: Groo-V Kind of Love

Ein Hund im Bus?

geschrieben von Janni Freitag, 14. Februar 2020 um 09:08 Uhr

Wir verlassen Dunedin um 8:30, dabei fahren wir vorbei an Robert Burns’ Statue, die auf dem Octagon steht und den Dichter ehrt. „Wie in der reformierten Kirche üblich, mit dem Rücken zur Kirche und dem Gesicht zur Kneipe.“, sagt Vera. Das Octagon ist das Zentrum von Dunedin. Der Platz im Zentrum des Octagon ist ein Kreis und auch die um ihn herumführende Straße ist kreisrund. Aber die Straßen der eins weiter außen liegenden Ringstraße darum sind tatsächlich ein Achteck.

Der Busfahrer hat eine Bitte an uns: Wir sollen seinen Hund mitnehmen. Der war jetzt 6 Wochen im Hunde-Urlaub, weil Murray arbeiten musste. Keiner hat was dagegen. Murray lebt in Christchurch.

Erster Stop auf dem Weg dorthin – den Hund nehmen wir erst relativ spät mit – sind die Moeraki Boulders, auch Moeraki Boulder Beach genannt. Das sind Felsen am Strand, die das Wasser nahezu kugelrund geformt hat. Sie haben verschiedene Spaßnamen, z.B. Türstopper.

Moeraki Boulders
Moeraki Boulder – wie die rissartigen Strukturen da reingekommen und wieder „verklebt“ wurden, ist bis heute nicht geklärt
Kaputter Moeraki Boulder
Also das würd ich jetzt reklamieren... (Da war wohl Chuck Norris mal wieder langweilig...)
Moeraki Boulder Beach
Strand der Moeraki Boulders (HDR-Bild)

Ich nehme einen Weg zu einer Aussichtsplattform. Denke ich zumindest.

Neuseelandfächerschwanz
Steht Kopf: Neuseeland-Fächerschwanz.

Tatsächlich komme ich aber wieder am Ausgang an.

Als nächstes halten wir in Oamaru, Hauptstadt des Steampunk.

Lokomotive vorm Steampunk HQ
Lokomotive vorm Steampunk HQ – irgendjemand hat 2 NZD eingeworfen, damit sie Pyroeffekte, Dampf und Geräusche macht (HDR-Bild)

Steampunk soll einen ins victorianische Zeitalter versetzen. Auch die Einkaufsstraße des Ortes ist in diesem Stil gemacht:

Harbour St in Oamaru
Harbour St

Ich gehe mit einigen an die Harbour St entlang zum Wasser. Viele andere gehen einen anderen Weg, wo sie Zwegpinguine sehen.

St Luke’s Anglican Church
St Luke’s Anglican Church

Unseren Mittag machen wir in Timaru. Das hat zwar eine schöne Kathedrale, die ist aber gerade im Bau. Auch das Gebäude der Regionalverwaltung ist interessant, vor allem wegen eines markanten Uhrenturms.

Nach dem Mittagessen fahren wir nach Rolleston vor den Toren Christchurchs. Dort nehen wir Groo-V mit. Für einen kleinen Staffordshire Bullterrier hat sie sehr große Ohren. „Die Armee könnte sie als Radar benutzen“, meint der Busfahrer.

Staffordshire Bullterrier auf Bussitz
Groo-V ist ganz brav

Wir machen noch eine Art kleine Orientierungsfahrt in Christchurch, bevor wir einchecken.

Ich habe hier zwei Verländerungsnächste bei TUI gebucht, um die maximale Urlaubslänge zu buchen, die meine Firma verkraften konnte. Da zum Zeitpunkt der Buchung ein Tausch der Kreditkarten aller Kunden meiner Bank stattgefunden hat, ich nicht wusste ob meine alte Kreditkarte noch gültig war und TUI das auch nicht geprüft hat, gab es da einige Probleme, die ich erst gestern gelöst bekommen habe, nachdem ich vorgestern eine Zahlungsaufforderung bekommen habe.

Marco Polo hat mir ein Einzelzimmer gebucht, TUI ein Doppelzimmer. Um im selben Zimmer zu bleiben, muss das Doppelzimmer zu einem Einzelzimmer hochgestuft werden, was 10 NZD kosten soll. Ich bin verwirrt, der Frau an der Rezeption ist das zu doof und gibt mir das Upgrade so. Die Buchung bei TUI war etwa ein Drittel so teuer wie über Marco Polo. Die beiden Übernachtungen hätten 98 Euro gekostet, da ich für eine damalige 20-Euro-Cashback-Aktion an Black Friday aber über 99 Euro kommen musste, habe ich für insgesamt 23 Euro zweimal Frühstück dazu gebucht, die ich somit praktisch geschenkt bekommen habe.


Wir gehen um 19:15 zum Abendessen ins Original Sin (Ursünde), das Logo ist passenderweise ein Apfel. In einem Restaurant nebenan sitzt Klaus Wowereit, was bei einigen für Aufregung sorgt. „Geh mal einer rüber und frag, wann man nach BER fliegen kann“, sage ich. Als Vera sich das anschauen geht, meine ich zu den anderen: „Vielleicht sagt sie ihm: ‚Wegen Ihnen bin ich aus Deutschland ausgewandert‘?“

Nach dem Abendessen gehen wir gegen 22 noch in eine Bar (Stranges Lane), wo außer uns keiner mehr ist (und wir den Livemusiker für uns haben, der aber kaum uns bekannte Lieder kennt). Gut die Hälfte von uns geht daher weiter in eine andere Bar, ich bleibe aber, nachdem mir unsere Kinderärztin im nahegelegenen Hotel kurz die Fäden gezogen hat, noch eine Stunde, bevor ich mich von den anderen verabschiede.

Da ich nicht mehr alle sehe: Danke an die Gruppe, es war eine schöne Zeit mit euch – auf diesen 1.200km über die Nordinsel und 2.580km auf der Südinsel. Und nochmal ein paar hundert Kilometer zu Fuß. Ich wünsche euch eine gute Heim- bzw. für einige Weiterreise.

Die nächsten drei Tage sind somit nicht Teil der Marco-Polo-Reise sondern dienen dazu, das durch die getrennte Flugbuchung gesparte Geld irgendwie loszuwerden. Morgen mache ich Akaroa mit den Pinguinen von Pohatu. Überübermorgen mache ich Antarktis-Zentrum und Orana-Park. Was ich am Sonnabend mache, ich noch nicht klar.


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