Slowenien Tag 3: Laibach/Ljubljana, Veldes/Bled – Wanderung die Erste

Heute durchwandern wie die Vintgar-Klamm bei Bled.

geschrieben von Janni Montag, 16. August 2021 um 08:06 Uhr

Das Programm beginnt heute um 10:45. Das dürfte der mit großem Abstand späteste Beginn eines Tages sein.

Nach dem Frühstück und dem Packen war noch Zeit für das Haus der Illusionen. Kostet knapp 10 Euro, ist aber alleine vermutlich nur halb so lustig. Außerdem kann einen keiner fotografieren. In dem Haus gibt es diverse optische Täuschungen zu betrachten und zu erleben. Vieles sind einfach Bilder. Die aufwändigste Illusion ist der gang durch einen sich drehenden Tunnel. Ein Besuch dauert offiziell und realistisch 45 bis 60 Minuten.


Um 10:45 ist wie gesagt Abfahrt. Der Bus und Busfahrer Marko werden uns ab jetzt bis Sonnabend begleiten.

Heutiges Ziel ist der Ort Bled, auf Deutsch Veldes (dies ist der ursprüngliche Name, allerdings nicht verbreitet, deshalb benutze ich fortan nur den slowenischen). Die Fahrt dorthin sind kaum 50 Kilometer. Slowenien ist halt kein großes Land. Auf der Straße hoch nach Bled ist ein Auto liegen geblieben. Dadurch läuft der Verkehr in die Richtung, in die auch wir wollen, äußerst zäh. Marko hilft beim Wegschieben des Fahrzeugs. „Schiebt er das jetzt einfach auf die andere Gegenfahrbahn?“, frage ich. Die Frau, die im angeschobenen Auto sitzt, ist allerdings auch nicht die hellste.

Gegen 12 erreichen wir Bled. Eigentlich hätten wir hier nur ein 3-Sterne-Hotel. Da die Auslastung dessen nicht reicht, sind wir auf ein 4-Sterne-Hotel derselben Gruppe hochgestuft worden. Einchecken geht um 12 aber noch nicht.

Bleder See mit Bleder Insel und der Burg Veldes
Bleder See mit Bleder Insel und der Burg Veldes

Wir laufen deshalb am See entlang und setzen uns ans Ufer. Vier weitere und ich stellen sich in knietiefe Wasser.

Der einzige wirkliche Programmpunkt heute ist die Vintgar-Klamm (eine Klamm ist eine Schlucht). Die Herkunft des Namens ist nicht ganz klar, möglicherweise von Deutsch Weingarten (da einer in der Nähe lag), vergleiche Englisch vinegar („Essig“).

Eigentlich soll man für diese Reise Wanderstiefel mitnehmen und sie auch hier verwenden. Die Wanderung verläuft über einen vier Kilometer langen Bohlenweg.

Vintgar-KlammVintgar-Klamm
Vintgar-Klamm
Radovna-Fluss
Vintgar-Klamm mit Radovna-Fluss

Als wir die Klamm durchquert haben, wundert sich Robert, warum niemand auf Toilette muss. „Tja, erste Young Line“, meine ich. Alle lachen. Vielleicht haben wir auch einfach alle zu wenig getrunken.

Acht von uns entschließen sich, vom Ende der Schlucht nach Bled zurück zu wandern. Der Rest läuft zum Bus. In der Nähe gibt es Gewitter, die uns aber nicht erreichen.

Gegen 16 Uhr sind wir wieder im Hotel. Da ich selber keine Koffer habe, bringe ich die Koffer von zwei Mädels ins Hotel. Ich kann mir nicht erklären. Das Gewicht von einem davon würde ich auf über 25 Kilo schätzen. Keine Ahnung, was Leute bei einer einwöchtigen Reise mit so viel Gepäck wollen.

Bleder Cremeschnitte
Die echte Bleder Cremeschnitte (heißt auch auf Slowenisch kremšnita) im Restaurant, das sie erfunden und schon 1,5 Millionen Stück verkauft haben will.
Im Prinzip ist es Blätterteig, Pudding (wie bei Bienenstich), sehr steife Sahne, Blätterteig und Puderzucker. Kostet 4,70.
Bled mit Bergpanorama
Bled mit Bergpanorama

Für 12 Euro kann man eine Tour auf die Bleder Insel machen – die einzige Sloweniens. Dafür gibt es zahlreiche tradionelle, muskelkraftbetriebene Holzboote, sowie ein Elektroboot. Da es schon 18 Uhr ist, steht nur noch die Elekto-Option zur Verfügung. Dieses nimmt zudem zwei normale Boote an der Seite ins Schlepptau und lässt sie vor der Insel wieder frei.

Kirche Mariä Himmelfahrt auf der Bleder Insel
Auf der Insel gibt es die Kirche Mariä Himmelfahrt, in der gerade ein Gottesdienst stattfindet

Auf der Insel gibt es am Ufer einen Rundweg. An zwei Stellen führe große Treppen nach oben, wo die Kirche steht. Der Komplex, zu dem auch ein Kirchturm mit Aussichtsmöglichkeit gehört, kostet 12 Euro, aber bei meiner Ankunft ist es (anders als auf dem Bild) zu bewölkt für schöne Bilder. Ein größeres Gebäude mit Restaurant und Souvenirladen befindet sich dort (auf dem obigen Bild links).

30 Minuten nach Ankunft auf der Insel geht das letzte Boot des Tages zurück. Ich bin fast 10 Minuten zu früh. Ungewöhnlich für mich – aber es gab auch nicht so viel zu sehen.

Um 19 Uhr treffen wir uns im Špica, eine slownischen Restaurant, zum Abendessen.


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