Vermischtes geimpft, genesen, gefeiert

Während Joko und Klaas ihre Darmspiegelung im Fernsehen übertragen, fahre ich mit einem Kollegen nach Bremen und wir besuchen einige Weihnachtsmärkte – Südostdeutsche staunen

geschrieben von Janni Donnerstag, 25. November 2021 um 20:10 Uhr

„Da steht: ‚Für alle, die am Abend eine Kulturveranstaltung in der Innenstadt besuchen.‘ Sind Weihnachtsmärkte eine Kulturveranstaltung?“, frage ich meinen Kollegen, als wir uns gestern im Parkhaus Am Dom in Bremen das Kulturparkticket XXL kaufen. „Zur Trinkkultur, ja“, meint er.

Warum XXL? Am Sonnabend habe ich 15 Monate nach Bestellung meinen e-up! in Wolfsburg abgeholt. Damit sind wir hergekommen und wollen ihn laden. Das geht nur auf den großen Parkplätzen im Untergeschoss, die etwas mehr kosten. Das Laden selber kostet nichts, aber es gibt nur zwei Stellplätze, von denen einer immerhin frei ist. Das Kulturticket ist eine Pauschale von 18:30 bis 00:00 und lohnt sich, wenn man relativ früh kommt und über 2:30 Stunden bleibt (ohne XXL-Parkplatz ab über 2 Stunden).

Bevor wir jetzt zum Weihnachtsmarkt kommen, noch kurz ein Blick auf die verschiedenen Bundesländer:

Alles klar. Dann haben wir’s ja jetzt mit den Formalia.

Bremer Weihnachtsmarkt

Direkt am Parkhaus beginnt auch schon der Bremer Weihnachtsmarkt. Es gibt 56 Kunsthandwerker, 4 Fahrgeschäfte, 23 Süßwarenstände und 44 Imbissbetriebe.

Bremer Weihnachtsmarkt
Weihnachtsmarkt um den Dom, der Happy Sailor links ist eins der vier Fahrgeschäfte; zu welcher Kategorie der Obststand gehört, weiß ich nicht [Sigma 20mm F1,4 Art @ F1,4, 1/80 s (EV−1), ISO 100, HDR Auto]

Auffällig ist: Es ist komplett ruhig. Nirgendwo läuft Musik. Als wir den Weihnachtsmarkt verlassen, läuft dann aber an einem zweistöckigen Karussell leise Musik.

„Ein Blogpost ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ —Loriot [Tamron 28–75mm F2,8 Di III RXD @ 29mm F2,8, 1/30 s (EV−2), ISO 400, HDR Auto, Kaleidoskop-Filter]

So, jetzt aber mit Mopsgeschwindigkeit zum Schlachtezauber.

Schlachtezauber

Freibeuterdorf der Fogelvreyen
Freibeuterdorf der Fogelvreyen von der Weser aus gesehen; rechts liegt unter anderem das Pannekoekschip (Pfannkuchenschiff) Admiral Nelson [Sigma 20mm F1,4 Art @ F1,4, 1/30 s (EV−2), ISO 400, HDR Auto]
Segelschiffmodell
Segelschiff auf dem Dach des Spezereyen-Stands am Nordende des Freibeuterdorfs [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/125 s (EV−2), ISO 800, HDR Auto]
Laterne vor Fischernetzen
Während ich nur ein Foto von der Laterne mache, posiert der Pirat, dem dieser Stand gehört; hätte mein Kollege mir das nicht erzählt, hätte ich das nicht gewusst (und mich nicht so blöd gefühlt hinterher, dem Piraten gar nicht gedankt zu haben) [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/125 s (EV−2,3), ISO 400, HDR Auto]

Wir gehen nochmal über den eigentlichen Weihnachtsmarkt und dann die Sögestraße entlang. An deren Ostende steht der Schweinehirte. „Die werden Weihnachten wohl überleben“, sage ich bezüglich der dortigen Schweineskultur, und mein Kollege meint: „Die werden erst geschlachtet, wenn es Materialmangel gibt.“

Schweinehirten-Schweine in der Sögestraße
Schweinehirten-Schweine am Ostende der weihnachtlich geschmückten Sögestraße [Sigma 20mm F1,4 Art @ F1,4, 1/60 s (EV−0,7), ISO 160, HDR Auto]

Da in unserem Parkticket eine Fahrkarte dabei ist, fahren wir in Richtung Findorff, wo der nächste Weihnachtsmarkt ist. Das Ticket gilt nicht ganz bis Findorff, aber ohnehin fallen gleich zwei Busse hintereinander bis zur letzten Haltestelle aus. Also laufen wir ein etwas größeres Stück.

Findorffer Winterdorf

Findorffer Winterdorf
Das mit der Maskenpflicht hat sich in Findorff noch nicht rumgesprochen [Sigma 20mm F1,4 Art @ F1,4, 1/25 s (EV−0,7), ISO 400]

Ich kaufe eine Bratwurst. Mein Kollege möchte Poffertjes kaufen, allerdings vergessen wir beide, dass die beiden von uns schon besuchten Weihnachtsmärkte um 20:30 geschlossen haben.

Fotobox-Schild mit bunter Lichterkette
Für die Schönen und Reichen: die Fotobox [Sigma 105mm F1,4 Art @ F1,4, 1/60 s (EV−0,3), ISO 400]
Toilettenhaus „Burg zum Sitzenden Kaiser“
„Burg zum Sitzenden Kaiser“ – so schön hat „Toilette“ noch nie geklungen und ausgesehen; allerdings ist diese Verkleidung eines Toilettenwagens, die bei Bedarf 3G erlauben soll, noch im Bau [Sigma 20mm F1,4 Art @ F1,4, 1/15 s (EV−1), ISO 400]

Wir gehen dann zurück zum Parkhaus. Das Auto ist auf 80% geladen und hat dabei 20 kWh Strom gezogen. Gegenwert etwa 5 Euro. Als ich zu Hause bin, ist noch mehr Strom in der Batterie, als zu dem Zeitpunkt, als war losgefahren sind – obwohl ich in Bremen an den Ampeln einem Taxi zeige, wer hier schneller beschleunigt und die Maximalgeschwindigkeit von 130 auf der Autobahn ausfahre.

Effektiv unter 7 Euro für zwei Personen ist deutlich günstiger als mit dem Zug für 22 Euro.

Mit dem Auto bin ich sehr zufrieden. Auch wenn mich Leute belächeln, dass ich mit 1,94 ein so kleines Auto fahre – das reicht mir völlig! Ich habe nie eine Probefahrt gemacht, habe aber in einem normalen up! bei einem lokalen Händler gesessen – der mir den e-up! nicht verkaufen wollte –, und festgestellt, dass ich problemlos rein passe. Daher habe ich ihn über All People's League im Internet gekauft.


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