Sardinien Tag 2: Olbia, Porto Corvo, Cala Gonone – Alles geplant

Ist das hier die Costa Bunga Bunga?

geschrieben von Janni Sonnabend, 2. Oktober 2021 um 00:15 Uhr

Das Frühstück im Hotel ist gut. Man wird wie angekündigt größtenteils bedient, muss aber zur Theke gehen. Corona und so. Ansonsten wird sich um Corona eher weniger gekümmert. Bisher hat noch niemand meinen Impfpass sehen wollen. Und das Einreiseformular (EUPLF) auch nicht.

Wir brechen auf zur Costa Smeralda – Smaragdküste. Genauer gesagt Porto Corvo. Ein Ort der Reichen und Schönen, geplant von Investoren. Berlus(t)coni zum Beispiel hat hier in der Region irgendwo seine Villa. Bunga Bunga und so.

Es ist wechselnd bewölkt, jetzt am Morgen besonders stark. Das macht Fotos kompliziert.

Kirche Stella Maris in Porto Cervo
Kirche Stella Maris in Porto Cervo [Sony FE 70–300mm F4,5–5,6 G OSS @ 165mm F8, 1/320 s (EV−0,7), ISO 100]
Blick durch Häuser in Porto Cervo aufs Meer
Blick durch Häuser aufs Meer [Tamron 28–75mm F2,8 Di III RXD @ 75mm F2,8, 1/1600 s (EV−0,7), ISO 100]

Neben dem Begriff Smaragd-Küste wird hier noch der Begriff geraubte Küste verwendet, weil das Konsortium die Küste, die sie damals für etwa 1 Million Euro erworben haben, wenig zum Wohlstand der Insel nutzt. Auch viele Beschäftigte in dortigen Hotels usw. sind vom Festland.

Ach ja, Festland. Olbia profitiert von einem regen Fährverkehr. Viele Italiener machen Urlaub im eigenen Land und nehmen daher die mindestens 9-stündige Fahrt vom Festland auf sich, um sich und den Pkw nach Sardinien zu befördern, was mehrere hundert Euro kostet. Und jetzt stellt euch mal vor, jemand würde den „Mietwagen“ erfinden!

Wir fahren anderthalb Stunden von Olbia ins eigentlich gar nicht so weit entfernte Cala Gonone. Der Weg ist aber bergig und damit auch kurvig. 4 Nächte beleiben wir dort. So lange war ich glaube ich schon seit 2015 nicht mehr in derselben Unterkunft.

Hotelkatze des Nuragha-Arvu-Hotels in Cala Gonone
Hotelkatze des Nuragha-Arvu-Hotels [Tamron 28–75mm F2,8 Di III RXD @ 75mm F4,5, 1/800 s (EV−0,7), ISO 100]

Um 15 gehen wir zum nahen Kiesstrand. Den einzigen Sandstrand hier lernen wir morgen nach einer längeren Wanderung kennen. Bereits nach einem Meter im Wasser – es ist herrlich warm um diese Jahreszeit – sieht man Fische. Es gibt hier die typischen Mittelmeerfische, allerdings viel mehr als an anderen Orten, an denen ich war.

Mönchsfisch-Schwarm^
Mönchsfisch-Schwarm (Handyfoto)

Während ich die Mönchsfische beobachte, werde ich mal wieder von Brassen angeknabbert.

Wieder an Land folgt eine Vorstellungsrunde: Über die Hälfte der Gruppe hat die Reise als Ersatz für eine abgesagt Kykladen-Reise gebucht. Das erklärt, warum die Reise schnell von „Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht“ auf „Nicht mehr buchbar“ gesprungen ist. Da das so seltsam war, habe ich mich damals telefonisch erkundigt, ob die Reise abgesagt worden sei. Anschließend bilden wir kleinere Gruppen von 4 bis 8 Leuten und sprechen miteinander, bevor wir nach eigenem Ermessen ins Hotel zurückgehen.

Nach Rückkehr zum Hotel brechen wir um Abendessen auf. Gestern war es um 21, heute ist es ebenfalls nach 20. Falls ihr euch also fragt, warum die Posts so spät sind: Der Italiener isst erst sehr spät. Und da ich die Blogposts am Ende des Tages schreibe, sind die Blogposts halt auch spät.

Das Abendessen heute ist übrigens inkludiert. Es gibt einen Salat (der ist hier ohne Dressing, das muss man sich aus Balsamicoessig, Olivenöl, Weißweinessig, Salz und Pfeffer selbst mischen) als Vorspeise. Als Hauptgang konnte man zwischen Ravioli mit Pecorino-Füllung (die nach nicht wirlich etwas schmeckt) oder einer beliebigen Pizza wählen. Zum Nachtisch gibt es Tiramisu. (Ich wollte gerade Thiramisu scheiben – es wird also höchste Zeit für Santorini (griechisch: Thira), aber bis dahin sind es noch genau 3 Wochen.) Auch wahlweise ein Viertelliter Wein oder ein halber Liter Mineralwasser sind inklusive.

Nach dem Essen beobachten wir ein rotes Gewitter am Horizont.


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