Indonesien Tag 4: Sanur, Denpasar, Sukawati, Goa Gajah, Candi Gunung Kawi, Pura Tirta Empul, Tegallalang, Ubud – Insel der Tempel und Reisterrassen

Womit Bali typischerweise assoziiert wird – in einem Blogpost. Und Batik gibt es auch noch!

geschrieben von Janni Freitag, 3. Juni 2022 um 18:15 Uhr

Batik-Manufaktur

Zu Beginn unseres Besuchsprogramms fahren wir zwei Manufakturen an. Die erste ist eine Batik-Manufaktur Legong. Batik funktioniert so, dass ein Muster mit Wachs aufgetragen wird. Anschließend wird das Gewebe gefärbt und der mit Wachs versehene Bereich bleibt ungefärbt. Anschließend wir das Wachs heiß ausgewaschen. Für jede weitere Farbe muss der Vorgang wiederholt werden, weshalb die Anzahl der Farben große Auswirkungen auf den Aufwand und somit den Preis hat. Vorteil von Batik gegenüber Bedruckung ist die Haltbarkeit.

Auftragen des Batik-Musters mit Wachs
Auftragen des Batik-Musters mit Wachs [Tamron 28–75mm F2,8 Di III RXD @ 75mm F2,8, 1/40 s, ISO 400]
Drache – mein Lieblingsbild der Manufaktur
Drache – mein Lieblingsbild der Manufaktur [Tamron 28–75mm F2,8 Di III RXD @ 28mm F2,8, 1/20 s (EV−0,7), ISO 400]

Silberschmiede

Anschließend fahren wir zu einer Silbermanufaktur in Sukawati. Man braucht Talent, meint die Gastgeberin, die sogar Deutsch spricht. Dann erlernt man es zu Hause. Eine Ausbildung gebe es nicht.

Sie erklärt die Schritte, wie Schmuck mit kleinen Silberkugeln produziert wird. Das Verfahren scheint aber den meisten Schmuckstücken, die man hier kaufen kann, nicht zum Einsatz gekommen zu sein.

Pura Goa Gajah

Dann steht unser erster von drei Tempeln heute an. Die Eintrittspreise (insgesamt 5,2×105) sind nicht enthalten im Reisepreis. Man zahlt 35 Euro ein, was dann alle abdeckt.

Der Name des Tempels in Blahbatuh heißt Elefantenhöhle. Es gibt aber keine Elefanten hier. Zumindest keine Lebenden. Nur eine Statue des Gottes Ganesha (ein vierarmiger Elefant), die in einer Höhle (id. Goa) steht. Auf der anderen Seite der T-förmigen Höhle stehen drei komisch geformte Steine, die den Gott Shiva und dessen drei Rollen als Schöpfer, Erhalter und Zerstörer symbolisieren. Die Höhle ist durch Räucherstäbchen voll mit dichtem Rauch, sodass man schwer fotografieren kann.

Eingang zur Goa Gajah auf Bali
Eingang zur Goa Gajah (Bild vom Rückweg) [Sigma 20mm F1,4 Art @ F8, 1/200 s (EV−1,3), ISO 100]
Ganesha in der Goa Gajah auf Bali
Ganesha in der Goa Gajah [Sigma 20mm F1,4 Art @ F1,4, 1/30 s, ISO 400]
Darstellung von Shiva in der Goa Gajah auf Bali
Darstellung von Shiva in der Goa Gajah [Sigma 20mm F1,4 Art @ F1,4, 1/15 s, ISO 400, HDR Auto]

In den Tempeln muss man sich leihweise (kostenlos) ein Tuch um die Beine wickeln, das Sarong genannt wird. Genau wie es drei Tempel gibt (Ursprung, große Ratsversammlung, Tod), haben auch Menschen drei Körper-Teile. Und da die Beine die Unterwelt symbolisieren, darf man die nicht sehen.

In diesem Tempel gilt meine Hose, die knapp über die Knie geht, als OK angesehen, bei den anderen beiden nicht, wobei im letzten Tempel auch lange Hosen nicht OK sind.

Ansonsten gibt es noch eine relativ schöne Parkanlage.

Blick auf Goa Gajah auf Bali
Blick auf Goa Gajah, die Höhle ist links des Ausschnitts [Sigma 20mm F1,4 Art @ F8, 1/200 s (EV−1,3), ISO 100]

Candi Gunung Kawi

Candi Gunung Kawi ist Grab, Tempel und Reisterassen in einem. Alles eingebettet in einen Dschungel bei der Stadt Tampaksiring.

Reisterrassen von Candi Gunung Kawi auf Bali
Reisterrassen von Candi Gunung Kawi [Sigma 20mm F1,4 Art @ F8, 1/160 s (EV−1), ISO 100, HDR Auto]
Dschungel und Reisterrassen von Candi Gunung Kawi auf Bali
Dschungel und Reisterrassen von Candi Gunung Kawi [Sigma 20mm F1,4 Art @ F8, 1/125 s (EV−0,7), ISO 100, HDR Auto]

Es gibt hier die Gräber von vermutlich König Anak Wungsu. Fünf von seiner Familie und etwas abseits davon (näher am Eingang) die seiner vier Konkubinen.

Gräber von Köni Anak Wungsu in Candi Gunung Kawi auf Bali
Gräber von Köni Anak Wungsu [Sigma 20mm F1,4 Art @ F8, 1/60 s (EV−0,7), ISO 125, HDR Auto]

Mittagessen

Beim Mittagessen geht es mit dem Reis weiter. Auf dem Teller ist Reis. Und rundherum auch.

Reisterassen um das Pangkon Resto auf Bali
Reisterassen um das Pangkon Resto [Sigma 20mm F1,4 Art @ F8, 1/320 s (EV−0,3), ISO 100, HDR Auto]

Pura Tirta Empul

Der Name des Tempels, der in unmittelbarer Nähe des letzten und des Restaurants liegt, bedeutet Heiliges Wasser (oder Heilige Quelle). Der Name ist Programm, denn hier kann man sich rituell waschen. Das können auch Ausländer, die sich dafür einen speziellen Sarong ausleihen.

Rituelle Reinigung im Pura Tirta Empul auf Bali
Rituelle Reinigung im Pura Tirta Empul [Sigma 20mm F1,4 Art @ F8, 1/60 s (EV−2), ISO 320, HDR Auto]

Ansonsten gibt es hier wie auch in Candi Gunung Kawi so Standard-Tempelbestandteile. Und einen Koi-Teich:

Panischer Fisch versucht wieder ins Wasser zu kommen
Der Koi-Teich ist durch eine Mauer (auf der der Fisch im Bild liegt) in einem kleinen Teil mit vielen Kois getrennt und einen großen Teil getrennt, in dem sich nur Wasser und keine Kois befinden. Gelegentlich wird ein Fisch auf die Mauer gedrückt, weil es im kleinen Teil zu eng ist. Sie sind ziemlich panisch und versuchen, zurück zu kommen. Dieser hier kommt aber in den leeren Bereich. [Sony FE 70–300mm F4,5–5,6 G OSS @ 163mm F5, 1/125 s (EV−0,3), ISO 400]

Reisterrassen

Weiter geht’s zu den Abian-Desa-Reisterrassen in Tegallalang. Das sind touristisch aufgezogene Reisterrassen. Man kann sich wieder in einen Korb setzen und sich darin vor den Reiseterrasse fotografieren lassen. Oder für 2×105 Rupiah über den Abgrund schaukeln oder Seilrutsche fahren.

Hundewelpe der Abian-Desa-Reisterrassen auf Bali
Hundewelpe der Abian-Desa-Reisterrassen [Tamron 28–75mm F2,8 Di III RXD @ 75mm F5, 1/200 s (EV−0,3), ISO 100]
I-♥-Bali-Schriftzug in den Abian-Desa-Reisterrassen in Tegallalang auf Bali
Klischeebild Abian-Desa-Reisterrassen [Sigma 20mm F1,4 Art @ F1,4, 1/5000 s (EV−1,7), ISO 100, HDR Auto]

Dann ab zum Hotel. Natürlich wieder Stau, aber bei weitem nicht so schlimm wie gestern.


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