Malta Vormittag 7: Victoria, Ġgantija-Tempel, Victoria – Grauer Himmel

Ġgantija-Tempel im Regen

geschrieben von Janni Dienstag, 27. September 2022 um 00:48 Uhr

Dieser Beitrag behandelt den 22. September.


Heute ist der erste von drei Geburstagen auf der Reise. Morgen habe ich.
„Heute kann es regnen, stürmen oder schneien...“ – erste zwei haben wir.

Da das abzusehen war, wurde das Programm so geschoben, dass heute nur der Ġgantija-Tempel („Riesin“ – soll ihn der Legende nach in einer einzigen Nacht errichtet haben) in Xagħra und die Zitadelle in Victoria auf dem Plan.

Ġgantija-Tempel

Vor dem Besuch der eigentlichen Tempel ist zuerst ein Museum vorgeschaltet. Die beiden Tempel, die aus der Zeit 3600 bis 3000 v.Chr. stammen, wurden 1827 ausgraben. Die Steine müssen etwa einen Kilometer transportiert worden sein. Ein Wissenschaftler hat ausgerechnet, dass man dafür 131 Leute gebraucht haben muss. Immerhin hat er keine Nachkommastellen angegeben. Man hat die Steine vermutlich auf Schlitten transportiert und kleinere runde Steine als Rollen benutzt.

beim Tempel gibt es Gräber. Da man die neuen Toten immer wieder an derselben Stelle begraben hat, wurden alte Knochen beiseite geschoben. Das macht die Analyse dieser Stätte noch schwieriger. Aber man hat wohl Kleidungsstücke gefunden. Ein Designer hat dann daraus eine Modenshow gemacht. „Die Handetische musse wieder lebendig sein“.

Doppelfigur korpulenter Figuren aus Xagħra auf Gozo – der rechten fehlt der Kopf
Doppelfigur korpulenter Figuren aus Xagħra – der rechten fehlt der Kopf
Ġgantija-Tempel auf Gozo
Ġgantija-Tempel auf Gozo

Gozo wurde übrigens bereits vor Malta besiedelt – 6100 v.Chr. – die Gozitaner sind sehr stolz darauf. Nach etwa 1000 Jahren wurde die Insel wieder verlassen. Dann ging es etwa 3600 v.Chr. weiter – siehe Ħaġar Qim und Mnaidra. Gute 1000 Jahre später war wieder Ende und die Insel konnte sich erhalten. Böse Zungen behaupten, es wäre wieder mal Zeit.


Auf der Zitadelle waren wir schon alle mal auf eigene Faust. Ich habe keine Lust, mich da noch durchregnen zu lassen und lasse mich mit zwei Mädels aus der Gruppe im Hotel abgesetzen.

Am Abend, als es gerade aufgehört hat zu regnen, gehen wir zum indischen Restaurant Cardamom. Übrigens: Offensichtlich indischstämmige Personen haben unzählige einfache Aufgaben übernommen, z.B. stellen sie einen Großteil der Busfahrer.


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