Südostasien II Tag 1 und 2: Singapur Southern Ridges (HortPark, Forest Walk, Henderson Waves) – Aller guten Dinge sind drei

Und 321. Und 789. 14 ist hingegen nicht so gut.

geschrieben von Janni Freitag, 16. Februar 2024 um 17:18 Uhr

Unglaublich aber wahr: Nach einer sehr langen Zeit gibt es wieder einen taggleichen Blogpost!


Nachdem ich die Reise Singapur/Malaysia/Thailand (5616) bereits 2021 und 2022 gebucht hatte (2023 wurde sie nicht angeboten), habe ich jetzt endlich mal Glück und die Reise findet statt. Sogar an meinem Wunschtermin, dem ersten und einzigen mit brauchbarer Reisezeit (in Westmalaysia geht im Prinzip nur Februar), wenn auch ein teurer.

Ich habe mal wieder meinen Flug selbst gebucht, aber anders als sonst erst drei Monate nach Buchung und gut eine Woche, nachdem die Reise die Mindestteilnehmerzahl erreicht hat, wo ich mir absolut nicht sicher war, weil geringfügig spätere Termine günstiger waren. Die offiziell angebotenen Flüge mit Emirates oder ersatzweise Etihad fand ich blöd, weil es sich um zwei relativ kurze Flüge (je ca. 6,5 Stunden) handelt, sodass Schlafen schwierig ist. Daher hatte ich einen Flug mit Turkish Airlines im Blick, wo der Langstreckenanteil über 10 Stunden geht. Hätte ich mit Emirates fliegen wollen, hätte ich zum gleichen Preis, den Marco Polo für die Eco haben wollte, auch EcoPlus (nur auf dem Segment Dubai-Singapur) buchen können – und EcoPlus ist immer kostenlos stornierbar, das ist also auch kein Argument.

Am 23.12. war dann mein Wunschflug zum Wunschpreis verfügbar: 886 Euro und damit 600 Euro weniger als die Tage davor und danach. Vom Reisepreis gab es für die Eigenanreise 1283 Euro abgezogen, allerdings war bereits bei Erschienen des Katalogs der Flugzuschlag bei fast 400 Euro. 800 Euro gespart. Abflughafen Hannover, weil ich da mit meinem E-Auto hätte hinfahren können, wenn Bahnstreik gewesen wäre.


Aber es ist kein Bahnstreik und ich fahre mit dem Zug zum Flughafen. Ein türkischer Kollege meinte, man erkenne ein türkisches Flugzeug am Dachgepäckträger, aber am 321 „Kuluz“ kann ich keinen erkennen. Und statt Döner gibt es Omelett mit Kartoffeln in Tomatensoße.

In Hannover ist es heute recht warm. Zweistellig. In Istanbul nur 5° und Regen. Zum Glück habe ich keine Touristanbul gebucht. Es hätte zeitlich nicht gepasst oder wäre eine Wiederholung geworden. Das gilt auch für den Rückflug von Phuket am 4. März.

Abflug nach Singapur ist von Gate F14. Kann man sogar vor Ankunft auf dem In-Flight Entertainment sehen. Es ist eines der am weitesten vom Eingang entfernten Gates und vom Ankunftsgate F7A schnell zu erreichen. Deutlich weiter von F14 entfernt ist hingegen B14, denn das ist das am weitesten von F14 entfernte Gate, einmal am anderen Ende des Flughafens. Offizielle Gehzeit 32 Minuten. Woher ich das weiß? Als ich gerade am Gate F14 angekommen bin, gibt es eine Gateänderung zu Gate B14. Danke für nichts.

Auf dem Flug mit einer 789 nach Singapur gibt es zwar auch keinen Döner, dafür aber Köfte. Immerhin. Und das erste Mal, dass ich ein flüssig laufendes In-Flight Entertainment sehe, wo die Benutzeroberfläche nicht ruckelt. Die Beinfreiheit ist mal wieder ziemlich schlecht bei Turkish Airlines.


Der Gruppenflug landet um 14:40 (EK), zwei andere mit EY und ich (wie gesagt mit TK) bereits morgens. Zwei Mädels sind schon einige Tage hier, aber in anderen Hotels.

Für 20 Euro konnte ich einen Transfer zubuchen, was ich gemacht habe. Anders als erwartet habe ich den Transfer für mich, da die anderen beiden von einer anderen Fahrerin abgeholt werden, obwohl wir fast zeitgleich gelandet sind. Für die Frühankömmlinge gibt es im Hotel Check-in bereits um halb 11 statt um 14.

Nach Lektüre des Marco-Polo-Reiseführers Singapur entscheiden wir uns für einen Spaziergang durch die Southern Ridges (südliche Hänge). Start ist beim HortPark, der Teil des Gartengürtels ist. Wir bestellen uns eine Fahrt mit Grab, was man hier wohl statt Uber benutzt. Taxifahrten sind recht günstig hier. Auch günstig: Dass es regnet, während wir im Taxi sitzen, anschließend aber trocken bleibt.

Und der HortPark ist ebenfalls günstig, denn er kostet gar keinen Eintritt. Zunächst schauen wir uns im HortPark um, laufen dann aber wie im Reiseführer (Tour 4) empfohlen langsam Richtung Vivo-Einkaufszentrum.

Im HortPark in Singapur
Im HortPark in Singapur
Im HortPark in Singapur
Im HortPark in Singapur
Schildkröte im Teich vor dem Osteingang des HortParks in Singapur
Schildkröte im Teich vor dem Osteingang des HortParks in Singapur

Singapur ist sehr grün. Am grünsten sind natürlich immer noch die Parks. Und die Southern Ridges, die hier einen unbebauten Streifen nördlich des Hafens zusammenfassen. Und so prallen hier die Kontraste aufeinander. Auf vielen Bildern in diesem Post sind gleichzeitig ein Urwald und Wolkenkratzer zu sehen.

Forest Walk in Singapur
Forest Walk in Singapur
Graumaina in Singapur
Graumaina in Singapur

Neben dem Graumaina, der einer der häufigsten Vögel hier zu sein scheint, sehen wir noch einen Flaggendrongo.

Teile des Forest Walks sind leider wegen Bauarbeiten noch bis Juli 2026 gesperrt. Man muss dann runter auf die Straße südlich davon, bevor man kurz darauf wieder zu den Henderson Waves kommt. Die Holzbrücke ist nach ihrer Form benannt.

Henderson Waves in Singapur
Henderson Waves in Singapur

Die Bögen mit Sitzmöglicheiten (allerdings ohne jeglichen Schutz) gaben der Brücke den zweiten Teil ihres Namens. Der erste stammt von der Straße, die man damit überquert. Von der Brücke hat man einen großartigen Ausblick sowohl nach Norden als auch nach Süden.

Blick von den Henderson Waves auf die Skyline im Norden Singapurs
Blick von den Henderson Waves auf die Skyline im Norden Singapurs
Reflections at Keppel Bay in Singapur
Reflections at Keppel Bay in Singapur

Wir erreichen den Faber Point. Der Gipfel ist eine schöne Parkanlage, aber leider kommt er auf den Fotos nicht richtig rüber.

Auf dem Faber Peak steht die Seilbahnstation. Es gibt zwei Seilbahnstrecken. Wir hätten nur Zeit für eine Fahrt, aber die kostet 33 Singapur-Dollar (so um die 23 Euro) hin und zurück. Das Kombiticket kostet 2 Dollar mehr. Einzelfahrt lohnt sich nicht und von dort kommt man auch schwer wieder weg. Vielleicht ja morgen.

Vom Mount Faber nehmen wir den Marang Trail zum VivoCity-Einkaufszentrum. Der ist aber total unspannend. Dann geht es zurück zum Hotel. Es könnte ja sein, dass wir pünktlich loskommen (das wäre offiziell dann 16:45), aber ich hielt schon seit Wochen alles vor 17 Uhr für utopisch.


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