Südostasien II Tag 15: Ko Yao Yai, Ko Phuket (Boat Lagoon Marina, Phuket-Altstadt, Wat Chalong, Mount Nakkerd Big Buddha, Patong Beach Bangla Road Walking Street) – Phuket-Einführung

Zuerst wird es religiös und niveauvoll. Dann geht es um Tischtennisbälle.

geschrieben von Janni Donnerstag, 29. Februar 2024 um 19:12 Uhr

Wir haben es geschafft, unseren letzten Transfer auf dieser Reise – vom Flughafentransfer mal abgesehen – auf 10 Uhr nach hinten zu verschieben. Eigentlich war der für 8 Uhr vorgesehen. Zu einer zweiten Zimmerparty kommt es trotzdem nicht, da die meisten bereits um 21 so müde sind. Immerhin ist man so rechtzeitig zum Sonnenaufgang wieder wach.

Sonnenaufgang im Infinity-Pool des Ko Yao Yai Village
Sonnenaufgang im Infinity-Pool des Ko Yao Yai Village

Wir fahren wieder mit einem privaten Boot, aber die Strecke von Ko Yao Yai nach Ko Phuket ist diesmal nicht so lang. Ankunft ist in der „Boat Lagoon“, die optisch durch ihre Lage in einem Mangrovenhain und den blau-weiß gestreiften Leuchtturm schon etwas hermacht.

Blauer Leuchtturm der Boat Lagoon Marina in Phuket-Stadt
Blauer Leuchtturm der Boat Lagoon Marina in Phuket-Stadt

Von dort aus geht es zuerst in die Altstadt von Phuket. Dort haben wir anderthalb Stunden Zeit, uns umzusehen. Es gibt einige Gebäude im Kolonialstil, obwohl Thailand nie kolonialisiert wurde. Und gerade deshalb will man solche Gebäude hier eigentlich auch nicht haben. Man nennt sie deshalb Gebäude im sino-europäischen Stil.

„Sino-europäisches“ Gebäude Cafe del Sol in Phuket-Altstadt
„Sino-europäisches“ Gebäude Cafe del Sol in Phuket-Altstadt

Viel mehr interessiert mich aber ein anderes Gebäude, über das Santiano und Alligatoah 2019 ein Lied machten: „Wie zuhause“.

Starbucks in Phuket
Starbucks in Phuket

Ich sitz in einem Starbucks in Phuket. Mobiles Netz ist schneller als daheim: 4G+, mehr kann mein Handy nicht, statt wie zu Hause maximal 3.9G (LTE). Ich kaufe eine mit dem Ortsnamen beschriftete Tasse, werde aber nicht bedient von einer Kellnerin aus Mainz. Und Santiano und Alligatoah treffe ich auch nicht. Also eine eher enttäuschende Erfahrung als der moderne Style, wie man nach den Sternen greift.

Falls ihr euch jetzt fragt: „Wat?“ Richtig. Jetzt kommt Wat:

Wat Chalong

Wat Chalong ist der größte buddhistische Tempel Phukets. Wat bedeutet allerdings nicht Tempel, sondern Dorf, Haus oder Schule. In Wat Chalong werden zwei Mönche verehrt, die zur Zeit des Zinnabbaus lebten, durch den Phuket einst zu Ruhm kam, und die einen Aufstand der Arbeiter unterstützten.

Chedi/Pagode von Wat Chalong auf Ko Phuket
Chedi/Pagode von Wat Chalong auf Ko Phuket
Obergeschoss der Pagode/Chedi von Wat Chalong auf Ko Phuket
Obergeschoss der Pagode/Chedi von Wat Chalong auf Ko Phuket
Wat Chalong
Wat Chalong
Decke des Ubosots von Wat Chalong
Decke des Ubosots von Wat Chalong

Von hier aus sieht man den großen Buddha von Ko Phuket:

Big Buddha
Big Buddha

Mount Nakkerd Big Buddha

Für 500 Baht (13 Euro) Bestechungsgeld pro Fahrzeug machen die Fahrer unserer zwei Minibusse – ein weiterer hat ein Drittel unserer Gruppe auf deren Wunsch hin bereits ins Hotel gebracht – einen Umweg zum Big Buddha.

Big Buddha von Phuket
Big Buddha von Phuket

Big Buddha ist 45 Meter hoch und wurde von 2004 bis 2008 errichtet. Er sitzt auf einem Sockel mit 25 Metern Durchmesser, der wesentlich länger im Bau war. Es gab eine Sondergenehmigung, ihn hier mitten ins Naturschutzgebiet zu bauen. Der Buddhismus ist zwar keine Staatsreligion, wird aber vom Staat gefördert.

Der Eintritt kostet ebenso wie War Chalong nichts. Die oben abgebildete Treppe darf übrigens nur vorwärts bestiegen werden. Buddha soll man seinen Rücken nicht zuwenden.

Patong Beach (Bangla Road, Walking Street)

Am Abend fahren wir mit 17 Leuten noch zur Bangla Road. Die thailändische Antwort auf die Reeperbahn ist nur knapp 340 Meter lang (wobei man die Seitenstraßenschleife Soi Sea Dragon mitzählen könnte). Tabledance ist von der Straße aus sichtbar. Dicht and dicht stehen Damen, die eine Ping Pong Show anbieten (Einführen von Tischtennisbälle in die Vagina). Wir gehen in eine namenlose Seitenstraße der Bangla Road zu Backpacker. Dort gibt es lediglich Musik, Getränke, Billard und vor allem Bierpong. Tischtennisbälle bleiben uns somit nicht erspart, aber bei diesem Geschicklichkeitspiel haben alle Beteiligten haben alle ihre Klamotten an.

Ich fühle mich nicht wohl – und hungrig. Also gehe ich zur Goldenen Möwe an der Bangla Road. Für knapp 4 Euro gibt’s 12 Chicken Nuggets und ’ne Pommes. Die anderen sind sich noch nicht sicher, was sie machen wollen, aber einige scheinen sich die Sache mit den Tischtennisbällen etwas genauer ansehen zu wollen. Während wir diskutieren, läuft eine Familie an uns vorbei, mit dabei ein Kind im Kindergartenalter.

Ich fahre zurück zum Hotel. Genauer: Ich versuche es. Über Grab finde ich nichts, daher fahre ich mit einem der hier typischen Tuktuks zurück. Besonderheit der Gefährte ist, dass der Gastraum mit vielen Lautsprechern und übermäßig LED-Beleuchtung ausgestattet ist. Über Bluetooth können sich Gäste mit den Lautsprechern verbinden und ihre eigene Musik abspielen. Mein Handy ist leider leer, daher geht es leider (bzw. für andere: zum Glück) nicht Atemlos durch die Nacht.


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