Südostasien II Tag 4: Singapur, Kuala Lumpur (Pasar Jalan Petaling, Kuil Sri Maha Mariamman, Petronas Towers/Taman KLCC) – How we crashed a wedding

Tschüs Singapur, Willkommen in Malaysia.

geschrieben von Janni Sonntag, 18. Februar 2024 um 17:53 Uhr

Dan hat es mehrfach wiederholt: Pünktlich um 8 am Bus sein. Also entsprechend früh aufstehen, um das wirklich großartige Frühstück hier zu genießen. Im Prinzip ist es eine Kombination aus britischem und indonesischem Frühstück. Und nicht von beidem ein bisschen sondern beides komplett.

Wir fahren zu einem Einkaufszentrum (Grantal Mal), um dort in einen öffentlichen Bus zu steigen. 45 Minuten soll das dauern, mit Glück 30, sagt sie. Zum Glück wurde Zeitreise offenbar schon erfunden und nach 12 Minuten sind wir im Einkaufszentrum und stehen noch 45 Minuten herum, bis der Bus – mit nur uns an Bord – nach Kuala Lumpur fährt.

Der Bus ist ziemlich interessant. Statt Gepäckfächern hat er eine richtige kleine Wohnung für den Busfahrer, in die wir unser Gepäck legen. Laut unserer Fahrkarte ist es auf 12 Kilogramm beschränkt, aber keiner hält sich dran. Sitzen kann man nur im Oberdeck. Dort stehen drei Sitze pro Reihe mit sehr viel Beinfreiheit, insgesamt somit nur 26 Plätze. Sozusagen die Business Class. Oder eher Bus-Ness Class.

Keine 40 Minuten, da sind wir auch schon an der Grenze (Tuas-Checkpoint). Zunächst heißt es, in Singapur auszureisen. Das geht, genau wie die Einreise, vollautomatisch. 10 Gates stehen bereit, von denen über 8 steht, sie seien nur für Einheimische – von denen aber keine da sind. „Das steht bestimmt nur zum Spaß da“, meine ich und probiere es aus. Ich bin eh der letzte. Und da es stimmt, bin ich so der erste. Die anderen machen es dann nach.

Dann geht es auf der Brücke über die Straße von Johor. Sie trennt Singapur von der namensgebenden malaysischen Stadt. Die Einreise nach Malaysia auf der anderen Seite geht dann traditioneller zu. Es gibt auch wieder einen Stmepel: “social visit“ (sozialer Besuch). Soll wohl Tourismis heißen.

Um halb 12 erreichen wir einen Zwischenstop. 30 Minuten haben wir Zeit. Nur die Bäckerei links vom linken Eingang und der größere Supermarkt links haben Kartenlesegeräte. Geld abzuheben war bis hierhin nicht möglich. Später gibt es noch einen Stop, wo man nirgendwo mit Karte zahlen kann, auch nicht an den Automaten. Automaten stehen übrigens auch in Singapur überall an wichtigen Plätzen und verkaufen zu sehr fairen Preisen (1,20 bis 1,30 SGD) Getränke. Kartenzahlung ist möglich. Alternativ gibt es in Singapur auch gelegentlich Trinkwasserspender (kostenlos). OSM hilft hier wie immer bei der Suche. Das Leitungswasser war in Singapur auch gut. Ab jetzt sollte man aber auf dieser Reise davon absehen.

Jaya begrüßt uns. Er ist Inder und unser Reiseleiter in Malaysia außer Langkawi. Er ist deutlich entspannter als Dan. Abfahrt zum Abendprogramm ist um 18 Uhr, aber wir sind für 17 Uhr, als wir um kurz vor 16 im Hotel ankommen.

Chinatown

Das Abendprogramm besteht aus zwei Punkten, Chinatown und Petronas Towers. Letztere von unten, zumal sie schon recht früh schließen.

In Chinatown halten wir vorm Einkaufszentrum Pasar Seni. Dort gibt es einen Geldwechsler. Man sieht den Turm der Malaysischen Post und den Merdeka PNB 118. Merdeka heißt Unabhängigkeit, 118 sind die Stockwerke. PNB ist eine Investmentverwaltung. Und ganz nebenbei ist der Merdeka PNB 118 das zweithöchste Gebäude der Welt nach dem Burdsch Chalifa.

Spitze des Merdeka PNB 118 in Kuala Lumpur
Spitze des Merdeka PNB 118 in Kuala Lumpur

Wir besuchen Chinatown, das man vom Pasar Seni in wenigen 100 Metern Fußweg erreicht. Dort haben wir eine Stunde Zeit, wobei wir davon gut die Hälfte zum Essen brauchen. Die meisten essen im Food Court etwas, einfach die Straße weiter und dann links.

Eigentlich ist meine Gruppe schon etwas im Stress, dass wir gleich zum Treffpunkt müssen, aber Jaya meint, wir sollten noch einmal die Querstraße zum Ende und wieder zurück. Er kauft dort eine Jackfrucht für uns. Und als wir wieder raus sind, kaufen wir uns noch etwas Obst. Ich eine Ananas, die anderen etwas exotischere Früchte. „Sweet Powder?“ fragt die Frau vom Stand die anderen. Als ich dann zu meiner bereit süßen Ananas auch was davon möchte, freut sie sich sehr, dass mir ihr Gewürz gefällt.

Die Händler hier im Pasar Jalan Petaling sind keine Einheimischen, meint Jaya, sondern Ausländer, meist aus Bangladesch. Die Einheimischen verdienen an der Miete.

Wir sind mit Guide zu spät am Treffpunkt. Wenn das Dan wüsste, die immer wieder auf Pünktlichkeit beharrt hat!

Dann gehen wir noch kurz ein Stück zu einem indischen Tempel, der wieder nach derselben (südindischen) Göttin benannt ist wie der in Chinatown beim letzten Mal. Dort ist zwar gerade eine Hochzeit, aber Programm ist Programm. Die Hälfte der Gruppe findet das doof und bleibt draußen.

Hindu-Hochzeit im Kuil Sri Maha Mariamman in Kuala Lumpur
Hindu-Hochzeit im Kuil Sri Maha Mariamman in Kuala Lumpur

Auch dieser Tempel hat wieder viele bunte Figuren oben auf dem Dach des Eingangstores.

Figuren auf dem Dach des Eingangs zum Kuil Sri Maha Mariamman in Kuala Lumpur
Figuren auf dem Dach des Eingangs zum Kuil Sri Maha Mariamman in Kuala Lumpur

Petronas Towers/Taman KLCC

Blick vom Eingang der Petronas Towers nach oben
Blick vom Eingang der Petronas Towers nach oben

Wir fahren mit dem Bus zu den Petronas Towers. Hoch kommen wir wie gesagt nicht.

Wir gehen durch das Einkaufszentrum Suria KLCC in der untersten Etage zum weitläufigen Park hinter dem Gebäude. Abends finden dort halbstündlich unterschiedliche(!) Wasser- und Lichtspiele statt.

Wasser- und Lichtspiele im Taman KLCC am Fuße der Petronas Towers in Kuala Lumpur
Wasser- und Lichtspiele im Taman KLCC am Fuße der Petronas Towers in Kuala Lumpur
Symphony Lake im Taman KLCC am Fuße der Petronas Towers in Kuala Lumpur
Symphony Lake im Taman KLCC am Fuße der Petronas Towers in Kuala Lumpur

Das auf dem zweiten Bild ist derselbe See wie im ersten, aber im „Leerlauf“ zwischen den Shows. Wir haben eine Stunde Zeit, uns umzusehen. Da ist dunkel ist, erschließt sich uns die Größe des Geländes nicht.

Einer der Petronas Towers in Kuala Lumpur spiegelt sich im Menara Permata Sapura (KLCC Lot 91)
Einer der Petronas Towers in Kuala Lumpur spiegelt sich im Menara Permata Sapura (KLCC Lot 91)
Chinesische Laternen im Taman KLCC am Fuße der Petronas Towers in Kuala Lumpur
Chinesische Laternen im Taman KLCC am Fuße der Petronas Towers in Kuala Lumpur
Petronas Towers in Kuala Lumpur
Petronas Towers in Kuala Lumpur

Man beachte auf dem obigen Bild übrigens in der Vergrößerung die Spuren von Viechern, die um den rechten der beiden Türme kreisen.

Zum Chinesischen Neujahr dekorierte kleine Insel auf dem Symphony Lake im Taman KLCC am Fuße der Petronas Towers in Kuala Lumpur
Zum Chinesischen Neujahr dekorierte kleine Insel auf dem Symphony Lake im Taman KLCC am Fuße der Petronas Towers in Kuala Lumpur

Anschließend gehen wir noch zu einem indischen Club (Ragaat) im Sheraton. Aber nur kurz (knappe Stunde). Wir sind allein dort. Vermutlich passiert nach unserer Abreise kurz vor 23 noch was.


Und ach ja, was ist eigentlich mit der Speakeasy-Tour aus dem Katalog, die heute stattfinden sollte? Das ist eine wohl relativ kurze Tour mit 1 Drink für 115 Euro (Euro, nicht Ringgit!), wenn ich das im Katalog richtig verstanden habe. Ja, das war erstaunlicherweise 16 Leuten (mich eingeschlossen) zu teuer. Also wurde das abgesagt. 460 Euro sollte MPR es doch wohl schaffen, einen Guide heranzukarren in so einem Niedriglohnland wie Malaysia...


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