Sri Lanka Tag 4: Anuradhapura (Maha Viharaya, Ruwanweli Maha Seya, Lankaramaya, Elephant Pond, Abayagiri, Jethawanaramaya) – Willkommen zur Tempelschau
Anuradhapura ist voller buddhistischer Tempel und die schauen wir uns zu Fuß und zu Drahtesel an
Die Zuordnung der Tage in meiner Zählung und der offiziellen Zählung kommt jetzt noch mehr durcheinander, denn der Guide zieht Programmpunkte vor (was auch völlig okay ist).
Maha Viharaya
Wir besuchen die nahe Stadt Anuradhapura. Sie war von 250 v.Chr. bis ins 9. Jh. Königsstadt. Unser erster Halt ist Maha Viharaya, ein Tempel, der um eine Bodhi-Feige (Pappel-Feige) gegründet wurde, von der gesagt wurde, es sei ein Ableger der Feige, unter der (der letzte) Buddha Erleuchtung erlangte.
Beim Aussteigen gibt es für jeden ein „süßes Hörnchen“, wie unser Guide Richard es nennt. Es ist schlicht ein Berliner mit platt und breit.
Anschließend gibt es noch ein süßes Hörnchen:


Viele der Besucher sind weiß angezogen. Damit wollen sie symbolisieren, dass sie zumindest weltlich alle gleich sind, egal wie viel Geld sie haben. Sie bringen oft Opfer in den Tempel. Das können Naturalien als Erntedank sein, die dann von den 30 Mönchen gegessen werden, oder aber einfach Räucherstäbchen oder Öllampen. Der Tempel ist jetzt seit 49 Minuten geöffnet, und die Tische für die Opfergaben (die vor Öffnung geleert wurden) sind bereits voll.

Die lila Blume bei den Opfern, die Blaue Wasserlilie, ist übrigens die Nationalblume von Sri Lanka.
Unter der Bodhi-Feige gibt es auch einen hinduistischen Priester. Er verkauft Armbänder. Die sind mit einer bestimmten Anzahl bestimmter Gebete „aufgeladen“. Der Priester verspricht also, für den Käufer entsprechend oft gebetet zu haben. Je mehr Gebete drauf sind, desto teurer wird das Armband. Touristen, aber auch Einheimische, kaufen das, was unserem Guide missfällt.
Dann wieder raus aus dem Tempel und weiter zum großen Stupa. Wobei das kein Stupa ist, sondern ein Dagube, meint Richard.

Das Opfer, das man oben sieht, entstand daus der Tradition, dass man dem eremitisch lebenden Dorfmönch vor Beginn der Regenzeit oft etwas gegeben hat, damit der die Regenzeit übersteht.



Der Stoff, den die Gruppe dabei hat, hat eine Länge von 346 Metern. Warum? Er wird einmal um den Stupa gewickelt:

Um den Stupa sind Tische mit Opfergaben gereiht. Sie sind bereits komplett voll, werden aber nur periodisch geleert, das der Stupa rund um die Uhr geöffnet ist. Hineingehen kann man nicht, da er massiv ist – die Eingäbe sind nur angedeutet. Unten drin sollen lediglich ein Knochen und ein Haar Buddha sowie viele Edelsteine in einer Goldschatulle eingemauert worden sein. Der Stupa wurde um die Zeitenwende errichtet.
Er wird jährlich von Freiwilligen gesäubert und getüncht. Das beginnt Mitte Februar, damit es rechtzeitig zum Mai-Vollmond fertig ist.
Fahrradtour
Wir bekommen Fahrräder. Sie sehen schon ziemlich alt aus, aber scheinen einigermaßen sicher zu sein. Es gibt auch eins, das groß genug für mich ist.
Erster Halt ist der Thuparamaya-Stupa (wirklich ein Stupa!), der älteste Sri Lankas. Ein Schulterknochen des Buddhas soll dort eingemauert sein. Leider können wir ihn von der Straße aus nicht vernünftig sehen.
![Lankaramaya Secreat[sic!] City (soll wohl Sacred heißen) in Anuradhapura](/images/blog2025/sri-lanka_anuradhapura-lankaramaya_k.webp)
Dann geht es durch den Wald des Abayagiri-Klosters.



Wir bekommen Kokoswasser, direkt aus der Königs-Kokosnuss. Sie ist gelb und schmeckt nach mehr und süßer als die grünen Kokosnusse. Das Fleisch gilt aber als weniger lecker.
Der Mondstein gehört zum Abayagiri-Kloster und dessen Dagube. Der ist diesmal aus Ziegeln gebaut.

Und dann kommt mein verdammter Tinnitus neuen Stoff: Es kommt wieder ein „Für Elise“-Brötchen-Tuktuk vorbei, während wir zum Ende der Tour am Jethawanaramaya-Dagube/Stupa geht. Wäre der nicht kaputt, wäre über 126 Meter hoch und damit der höchste des Landes.

Wie man sieht wird’s langsam dunkel. Ab ins Hotel!
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