Südostasien III Abend 2: Bangkok – Night One in Bangkok

Murray Head hatte eine Nacht in Bangkok. Wir haben drei. Hier kommt die erste.

geschrieben von Janni Sonnabend, 28. Februar 2026 um 17:47 Uhr

Ich bin mal wieder mit der Young Line unterwegs. Diesmal geht es um die Reise Auf der Bambusroute nach Phuket. Erstmals kann man bei MPR offiziell die Reise ohne Flug buchen. Das habe ich gemacht.

Meine Flüge habe ich mit Finnair gebucht, weil ich einen langen Flug haben wollte, um zu schlafen. Offiziell geht nämlich nur Emirates (eventuell noch Thai?) und bei Emirates mit zwei Mittelstreckenflügen kann ich nicht schlafen.

Der Flughafen Vantaa hat zwar kaum mehr Passagiere (knapp 17 Mio.) als der Flughafen in Hamburg (knapp 15 Mio.), ist aber um ein Vielfaches größer. Während man sich in Hamburg nicht verlaufen kann, da alle Gates in einer geraden Linie liegen, kann man sich in Finnland gut verlaufen. Dafür sind die Wartebereiche großzügiger.

Es gibt einen Bereich, der mit einer 1,5 Meter hohen 360°-Videowand auf 4 Meter Höhe oder so die Jahreszeiten in zufälligen Regionen Finnlands simuliert, alle 10 Minuten wechseln. In der Ecke spielen fünf Musiker ein kleines Konzert: Sie spielen drei Lieder der neuen Musik von Finnair. Dazu gibt es, wie bereits auf dem Zubringer mit N°rra (Nordic Reg for Finnair) kostenlos Blaubeersaft.

In Helsinki ist die Zeit stehen geblieben und es gibt eine „Christmas Cabin“, ein weihnachtlich dekoriertes Holzhaus. Ebenfalls gibt es „Quiet Pods“ (Ruhekapseln), wo man sich mit max. zwei Leuten reinsetzen kann. Drinnen gibt es zwei Steckdosen und einen Fernseher/Bildschirm, an den man seinen Laptop per HDMI anschließen kann (Kabel vorhanden). Das finde ich toll.

Der Flug geht, aus Gründen die ich nicht erkennen kann, mit einiger Verspätung los. Es ist mein erster Flug mit einem A350, genauer dem 359, und ich höre die gerade eben erschienene neueste Folge des Luftfahrt-Podcasts AvTalk – und das ist Folge 359, die sie auch selbst „die Airbus-A350-900-Folge“ nennen.

Das Check-in-System hat mir freundlicherweise auf beiden Flügen einen Fensterplatz am Notausgang zugewiesen. Besser hätte ich es selbst nicht machen können – was mich gut 100 Euro gekostet hätte. Also auf dem Rückflug wieder sofort einchecken, wenn's möglich ist.

War ich auf dem Austrian-Flug schon vom Mangel an Zahnpasta überrascht (ich hatte meine vergessen, sonst hätte ich die nicht gebraucht) und auch bei Qatar war die Nachtflug-Ausrüstung spärlich, gibt es bei Finnair ... eine Decke. Nicht mal eine wirklich dicke und nicht mal ein Kissen. Soll wohl nordisch spartanisch sein.

Egal, ich hab's überlebt und sogar um die 5 Stunden gepennt. Yay.


Selber den Flug zu buchen heißt bei MPR inzwischen, auch selbst zum Hotel zu kommen. Also fahre ich mit dem ARL (Airport Rail Link). Der fährt auch eher so, wie er lustig ist und nicht so, wie es auf Google Maps steht.

Noch etwas ist falsch auf Google Maps: „Nicht zu voll“. Es passt bereits am Startbahnhof (dem Flughafen) kaum noch einer rein, beim ersten Halt ist das Ding dann komplett voll und niemand kommt mehr rein. Jetzt könnte man das auf unterschiedliche Definitionen von „voll“ in Europa und Asien schieben, aber Google erklärt ganz genau, was es unter welcher Bewertung versteht. Daran kann's also auch nicht liegen.

Immerhin: Seit diesem Monat kann man einfach mit einer Kreditkarte fahren, statt ein Ticket zu kaufen.

Den Anschluss zur Blue Line des MRT kriege ich durch die Verspätung nicht. Wobei man das auch nicht so genau sagen kann, denn auch der MRT fährt, wie er lustig ist. Ich bin dennoch schneller, als die Gruppe mit dem Thai-Direktflug (Landung 40 Minuten nach mir), die abgeholt werden. Das heißt: Ich kriege als erstes ein Wassereis mit Cola-Geschmack als Willkommensgruß im Hotel.

Da es Leute mit dem Direktflug gibt, findet heute kein richtiges Programm mehr statt. Ich treffe vier aus der früher gelandeten Emirates-Gruppen (es gab zwei) beim Pool auf dem Dach. Hätte die Reise einen Tag später begonnen, wären wir statt zu 25. nur zu 6. gewesen, da gerade der Nahostkrieg ausgebrochen ist und die Golf-Flughäfen gesperrt sind.

Grünrücken-Nektarvogel auf dem Dach des Galleria 10 in Bangkok
Grünrücken-Nektarvogel auf dem Dach des Galleria 10 in Bangkok

Dann gehe ich zum Benjakitti-Park (auch Benchakitti). Eine Girlgroup (plus ein Typ als Schlagzeuger) spielt Cover.

Coverband auf der Bühne im Benjakitti-Park in Bangkok
Coverband auf der Bühne im Benjakitti-Park in Bangkok
Benjakitti-See in Bangkok
Benjakitti-See in Bangkok

Auf Benjakitti-See kann man sich entförmige Tretboote leihen (ja, leihen, nicht mieten). Als ich am See vorbeispatziere, höre ich ein „What you doing? What you doing?“ und dann kollidieren zwei Tretboote frontal.

Der eigentliche Benjakitti-Park liegt auf der anderen Seite des Benjakitti-Wald-Museums. Warum Waldmuseum? Auch der Benjakitti-Park ist eigentlich ein Sumpfwald.

Benjakitti-Park in Bangkok
Benjakitti-Park in Bangkok

Zwei Hörnchen spielen fangen. Das macht es schwer, sie zu fotografieren, und ich brauche 10 Minuten, bis mir ein Foto gelingt.

Finlayson-Hörnchen im Benjakitti-Park in Bangkok
Finlayson-Hörnchen im Benjakitti-Park in Bangkok
Halsbandstar im Benjakitti-Park in Bangkok
Halsbandstar im Benjakitti-Park in Bangkok

Jetzt aber schnell zum Hotel. Heute ist Abendessen inklusive. Es gibt Set-Dinner im Doi Soi 12, als fünf Gerichte und Reis (beliebig viel Reis). In der gleichen Straße befindet sich auch ein Laden namens „Cabbage and Condoms“ (Kohl und Kondome) und „Coffee and Condoms“. Ich frage lieber nicht, was es damit auf sich hat.

Abendessen im Doi Soi 12 in Bangkok
Abendessen im Doi Soi 12 in Bangkok

Falls ihr euch fragt, was es mit den Nummern auf sich hat: Es gibt hier eine Hauptstraße namens Sukhumvit, was auch der Name des Viertels ist. Die davon abgehenden Straßen sind nummeriert. Die Nummerierung ist nicht ganz konsequent, denn nach dem Essen gehen die meisten von uns zum Above Eleven – das Hotel Gallerie 10 liegt zwischen der Straße mit dem Above Eleven und dem Restaurant Doi Soi 12.

Das Above Eleven ist eine peruanische Rooftop-Bar im 32. Stock des Fraser Suites. Die Preise sind entsprechend hoch. Dann muss ich das auch für vernünftige Fotos nutzen. Immerhin habe ich mein Stativ dabei.

Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Osten
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Osten
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Südwesten
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Südwesten
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Südosten (Chalerm Maha Nakhon Expressway?)
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Südosten (Chalerm Maha Nakhon Expressway?)
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Norden
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Norden

Gegen 20 vor 22 brechen wir auf zum Hotel.


Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare zu dieser News.

Kommentar schreiben

Gib eine Zahl zwischen einhundertsiebenundneunzig und zweihundertsechsundvierzig ein:
(in Ziffern)