Ägypten (Nilkreuzfahrt) II Tag 5: Assuan (Botanischer Garten, Nubisches Dorf Koti, Elephantine, Symposium/Sculpture Museum) – Inselhüpfen auf den Spuren den Wiedehopfs
Lord Kitchener, Elephantine, Essa – wir besuchen die Nilinseln in Assuan. Und danach gibt es noch ein paar Granitskulpturen.
Dieser Post entstand taggleich.
Alle mollig warm angezogen. Janni im T-Shirt. Indianer kennen keinen Schmerz. Janni kennt keine Kälte.
Da wir heute den ganzen Tag in Assuan sind (und morgen auch noch bis halb 15), kriegen wir keine Landgang-Karten.
Wir fahren mit einer Felluke, einem kleinen Segelboot, zur Lord-Kitchener-Insel (eigentlich Dschasirat an-Nabatat „Insel der Pflanzen“). Ja, wir segeln (bis auf wenige Sekunden fürs Ablegen vom Anleger für Nilkreuzfahrtschiffe, wo wir gezogen werden). Das kleine Boot schafft 5 km/h flussaufwärts. Und unser Kreuzfahrtschiff schafft 9 km/h. Merkste selbst.

Ich bin mir zuerst nicht sicher, warum ich die Lange Anna 2 mitgenommen habe. Brauche ich das Supertele? Ja, offenbar schon:


Die meisten Bilder hiernach stammen jedoch vom deutlich kleineren Superzoom.
Aswan Botanical Garden

Unser Guide Farrag erzählt: Aus kommunistischen Zeiten (wozu er auch Mubarak zählt), wo jeder Arbeit bekommen hat, sind hier 80 Leute angestellt. Arbeiten tun nur 10. Die restlichen kommen zum Plaudern. Der Garten könnte durchaus sauberer sein, insbesondere der Südteil und der Teil auf den Felsen jenseits der nur kniehohen Begrenzungsmauer des Gartens.

„Der Wiedehopf hat mehr für die Sauberkeit getan als die“, meint jemand aus der Gruppe.

Die Botanik interessiert mich eigentlich nicht so. Ich kann auch nicht über jede Pflanze bloggen, die wir sehen.

Durch seine Lage auf seiner eigenen Insel bietet der botanische Garten aber einige schöne Ausblicke.

Wir haben eine Stunde Zeit, sind aber, inkl. mir, bereits 10 Minuten vorher fertig. Na dann rüber nach Elephantine.
Koti

Koti ist ein Ort, der durch Zwangsumsiedlung von Nubiern entstanden ist, als der Assuan-Staudamm gebaut wurde. Die Häuser wirken ungepflegt, aber das ist andernorts in Ägypten auch nie besser.

Eigentlich war Elephantine eine Insel der Könige. Und so steckt dort auch noch eine Statue von Amenophis III. (Amenhotep III.) einfach so mitten in der Straße.



Wir gehen zu einem Café (Nubian Coffee Shop). Zwei aus der Gruppe kennen es. Wir laufen auf die Dachterrasse, wo es natürlich auch wieder Souvenirs zu kaufen gibt. „Das ist nicht gut.“, meint unter Guide, „Das sind zwei Männer ohne Frauen. Das kann nicht sauber sein.“ (Mitreisende der Memnon-Gruppe merkten später an, dass die Schiffs-Crew auch nur aus Männern bestehe.)
Elephantine
Die Statue ist nur ein Vorgeschmack auf die offizielle Ausgrabung hier. Eine deutsche Delegation gräbt hier auch aktuell immer noch aus. Das Highlight steht direkt am Eingang: Der Satet-Tempel. Erhaltungszustand eher so lala – da schon viel ergänzt worden, mehr als die Hälfte.



Man schätzt, dass nur etwa 30% der antiken Stätten Ägyptens bereits ausgegraben wurden.
Wie in Kom Ombo ist auch hier ein Museum im Preis enthalten. Es heißt einfach nur Assuan-Museum, ist etwas kleiner als das ohnehin schon kleine Museum in Kom Ombo und enthält einige Funde aus Elephantine.


Jetzt geht’s zum Mittagessen ins Restaurant Dokka, das wieder auf einer anderen Insel liegt. Wie auch unsere letzte und die nächste Bootsfahrt erfolgt sie mit einem Motorboot.

Das Essen im Restaurant ist jetzt nicht so gut. Es sei wohl von Phoenix Reise vorgegeben worden. Schiff wäre besser gewesen, meint der Guide.
Dann geht es mit dem Boot zum Festland und von dort weiter zum Symposium.
Symposium (Aswan Sculpture Museum)
Ich hielt das zunächst für eine Butterfahrt, aber im Symposium kann man nichts kaufen. Und Eintritt kostet es auch nicht. Es ist einfach ein Ort, an dem Granitskulpturen verschiedener Künstler stehen, wobei weder Künstler- noch Werkname dran zu stehen scheint. Es gibt dort aber Angestellte. Alles sehr seltsam.


Ansonsten faszinieren mich eher die zwei über uns fliegenden Europäischen Schwarzmilane.

Gegen 14 geht es zurück aufs Schiff.
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geschrieben von Janni