Südostasien III Tag 16: Mu Ko Surin (Ao Chong Khad, Ko Surin Tai, Ko Surin Nuea, Ao Bon, Ao Sup Pa Rod) – Gefunden!
Im zweiten Anlauf konnte ich die Surin-Tour buchen und dadurch Nemo finden!
Aus der Gruppe ist heute nur eine Person abgereist (mit Edelweiss nach Kloten). Sie hat somit die geringste Flugverschiebung der Nicht-Verlängerer.
Nachdem es 2024 nicht geklappt hat, habe ich jetzt die Tour nach Mu Ko Surin (Surin-Inseln) buchen können! Yay. Ich wollte das erst wieder als Flughafentransfer benutzen, konnte aber den Anbieter („Oh-Hoo!“, wie damals nach Similan) nicht übe WhatsApp erreichen, um das abzuklären. Spoiler vorab: Es wäre gegangen, aber es war nach Rückkehr sehr hektisch. Die Zeit hätte nicht gereicht, um sowohl zu essen als auch zu duschen, wobei ich die Dusche diesmal auch nicht brauche, da ich erst morgens am nächsten Tag fliege. (Es gibt eine Dusche bei SeaStar Andaman, ich glaube es gibt auch nur genau eine oder zwei pro Geschlecht.) Außerdem war das, was ich morgen habe, morgen etwas billiger als heute.
Ach ja billig: Ich nutze Booking.com zwar nur, wenn ich nicht anders kann, da ich weiß dass die Gebühren für die Hoteliers hoch sind. Dennoch habe ich in deren Kundenbindungsprogramm Genius keinen normalen Rang mehr (Rang 1 bis 3) sondern schlicht „VIP“. Als solcher kriegt man offenbar etwa einmal im Jahr einen 15-Euro-Gutschein für Aktivitäten ohne Mindestbestellwert. Booking.com zapft hierfür Viator an, wobei ich nicht sicher bin, ob man den gesamten Katalog von Viator nutzen kann. Um Weihnachten 2024 war ich auf die Art und Weise bei der Salinenführung auf Lanzarote. Diese sechsteilige Serie fehlt aktuell, obwohl sie bis auf die erwähnte Führung fertig ist (es gibt weitere Serien, die bis auf den letzten Tag fertig sind). Die Saline hat nur wenig mehr als den Gutscheinwert gekostet, heute reduziert sich der Preis von 104 auf 89 Euro.
Die Surin-Inseln sind sehr weit weg und die Abholung naturgemäß sehr früh – 5:40. Es ist nämlich wieder ein ziemlicher Ritt. Der Transfer zum Anleger in Baan Nam Khem. Es dauert gut zwei Stunden von meinem Hotel in Karon aus. Da gibt es wie üblich Frühstück. (Es gab auch gestern Frühstück, obwohl es schon 13 Uhr war.) Interessant ist die Hühner-Porridge-Suppe, die man sich mit weiteren würzenden Einlagen versehen kann, z.B. Knoblauch, Sojasoße und Ingwer (ja Ingwer – nicht Galgant). Es gibt auch USB-Ladestationen (Kabel nicht nötig, aber es lädt nicht sehr schnell). Die Sache ist fast so groß und professionell aufgezogen wie Similan, aber nicht ganz.
Um 9 Uhr gibt es ein Briefing. Um 9:30 geht es los. Fahrzeit für die etwa 44 sm sind offiziell 1:20, wir brauchen heute wegen Seegangs 1:30. „Wenn ihr sauer auf mich werdet wegen des Wetters oder des Seegangs – mir egal!“, meint die Führerin. Programm ist wie folgt:
- 40 Minuten schnorcheln in Chong Khad Bay (den Touristen gegenüber „Nemo House“ genannt)
- 40 Minuten Besuch des Dorfes der Moken („Seezigeuner“)
- 70 Minuten Mittagessen und Besuch der nördlichen Surin-Insel
- 40 Minuten schnorcheln in Bon Bay
- 40 Minuten schnorcheln in Sup Pa Rod Bay
Diese Zeiten sind netto und laut den Mitarbeitern zu zählen ab dem Zeitpunkt, an dem der erste das Boot verlässt. Anders als beim Gruppenbus, wo ich in der Regel als letzter ausgestiegen bin, bin ich heute daher immer unter den ersten dreien. „Boot“ heißt heute nur beim Schnorcheln das Schnellboot, mit dem wir zu den Inseln fahren. Denn es ist Niedrigwasser und wir müssen daher die anderen beiden Punkte mit dem Langschwanzboot erledigen.
Ao Chong Khad (Chong Khad Bay, „Nemo House“)
Den Spitznamen hat dieser Schnorchelplatz von den über 50 Anemonen, die es hier gibt und in denen Falsche Clownfische in Symbiose mit der Anemone leben (Nemo ist ein Falscher Clownfisch; Echte Clownfische leben im südlichen Pazifik).



Clownfische sind Zwitter. Sie sind normalerweise männlich, aber das ranghöchste (und größte) Tier in einer Gruppe ist weiblich. Es stresst die Männchen, was das die Umwandlung unterdrückt. Stirbt es, wird das größte Männchen zum Weibchen.

Die Clownfische leben hier zusammen mit einem Dreifleck-Preußenfisch in einer Anemone.
Beusch des Moken-Dorfes auf der Südlichen Surin-Insel (Ko Surin Tai)
Die Moken werden als Seezigeuner bezeichnet, auf Thai als Wasser- oder Seevolk. Sie sind aber nur Halbnomaden, denn in der Monsunzeit sind sie sesshaft. In der Trockenzeit leben sie auf ihren Langschwanzbooten. Die Moken, die wir besuchen, sind aber auch jetzt in der Trockenzeit auf dieser Insel, und das wohl schon seit 200 Jahren. Wo sie herkommen, ist unklar. Bemerkenswert ist, dass beim Tsunami niemand von ihnen gestorben ist.

Ich bekomme den Tipp zum Aussichtspunkt zu gehen.

Vom Aussichtspunkt kann man noch weiter laufen. Das mache ich, obwohl ich meine Schuhe auf dem Langschwanzboot gelassen habe. Viel zu sehen gibt es nicht. Es ist ein bisschen zugemüllt und es sind Schilder aufgestellt, die aus dem Weg einen Lehrpfad zur Moken-Kultur machen.

Die Moken haben zwar verkaufen Souvenirs. Ich finde ein Armband am Strand und muss daher keins kaufen. Als Markt dient die Straße zwischen der ersten und zweiten Häuserreihe. (Eine Reihe besteht aus bis zu 31 Häusern, wobei in viele in der ersten Reihe zur Seeseite hin sichtlich zerfallen sind.)

Der Sand ist unfassbar heiß und ich muss mich alle paar Häuser in den Schatten retten. Später fällt mir auf, dass ich meine Füße auch einfach kurz unter den Sand schieben kann.
Im Dorf gibt es viele Katzen. Man soll sie nicht streicheln, warnen die Guides, da sie nicht geimpft seien. Man wollte ja nicht seinen Urlaub mit Notfall-Impfung (gemeint ist wohl die passive Tollwut-Impfung) im Krankenhaus verbringen.
Auf dem Weg zum Aussichtspunkt gibt es zudem Haushühner. Beide Tiere sprechen dafür, dass vom Nomadentum nicht viel übrig ist. Digitales Nomadentum könnte hingegen gehen – das TRUE-H-Netz ist hier recht brauchbar.
Besuch der Nördlichen Surin-Insel (Ko Surin Nuea)
Es gibt Essen. Dazu bekommen wir einen Plasikteller. Coca-Cola und Wasser gibt es ebenfalls dazu. SeaStar Andaman scheint eine Kooperation mit Coca-Cola zu haben, denn das Logo ist auf deren Shirts und den Schwimmwesten. Nur eine trägt immer noch das Pepsi-Logo.
Auf der Speisekarte stehen Spagetti, Reis, Hühnerbolognese, Tomatensoße (vegetarisch), süßsaures Gemüse mit diesen komischen roten Seafood-Stick sowie eine Hühnersuppe. Als Nachtisch gibt es, wie üblich, Wassermelone und Ananas.
Da jetzt noch gut 40 Minuten übrig sind, kann ich mich auf der Insel umsehen. Nachdem ich das eine halbe Stunde gemacht habe, fällt mir auf, dass ich mit komplett falschen Einstellungen fotografiert habe, und daher besuche ich die Punkte nochmal im Schnelldurchlauf mit den richtigen Einstellungen:

Auf OSM ist ein Weg eingezeichnet, aber ich komme an der Stelle auf dem obigen Bild nicht weiter, trotz Niedrigwasser.

Zurück zum Schnellboot fahren auf unserem Boot zwei Leute mit andersfarbigen Armbändern (wir sind rot, die haben Regenbogen). Sie haben hier übernachtet. Das hatte ich auch ursprünglich geplant, war mir aber mit dem Wetter nicht sicher (zu Unrecht). Im Zeit zu übernachten kostet geringfügig mehr als zweimal den Tagesausflug zu machen.
Der Mann ist offenbar Deutscher und die Frau vermutlich seine thailändische (deutlich jüngere) Freundin. Ich frage, wie es war: „Beschissen“, sagt er. Er hat im Zelt übernachtet und fühlt sich vom ANbieter verarscht, was dessen Ausstattung und Größe angeht. Außerdem war es im Schlafsack sehr warm (unerwartet!). Die Natur sei aber unfassbar gewesen, da wo sie waren. Ist sage, dass ich keinen Weg vom hiesigen Strand (mit dem Restaurant) weg gefunden habe. Er meint, sie seien mit dem Langschwanzboot abgeholt und zu ihrem Strand gebracht worden. Das erklärt's.
Ao Bon
Als nächstes geht es wieder zum Schnorcheln. Besonderheit hier sollen Seenadeln sein: „Kopf wie ein Seepferdchen, aber gerader Körper wie ein Bleistift“, beschreibt der Guide das Tier. Ich finde keine.

Ich finde einen Schwarm Papageifische, die eine Koralle bearbeiten. Als sie mich sehen, schwimmen sie weiter.



Auch hier gibt es wieder Falsche Clownfische.


Ao Sup Pa Rod
Das ist unser letzter Schnorchelspot. Mit Glück soll man SChildkröten und mit viel Glück eine Muräne finden können. Ich finde keins davon. Bei letzteren ist das vielleicht auch besser so.

Es geht zurück zum Anlager. Unterwegs drehen wir einmal kurz um, weil es zunächst so scheint, als sei bei einem der anderen Boote (ich glaube SeaStar hatte heute 5 Boote mit um die 30 Leuten, wobei es weitere Anbieter gibt) der Antrieb ausgefallen. Als wir gerade ankommen, scheint es aber doch wieder zu gehen.
Auf unserem Boot waren übrigens viele Deutsche. Die offizielle deutsche Gruppe mit dem weißen Armband ist kleiner, da sie extra kostete und vermutlich auch vielen, mich eingeschlossen, nicht bekannt war. Aber ich hätte dafür auch nicht extra gezahlt.
Wir erreichen den Anleger im Prinzip wie zu Anfang erwähnt um 17:30, sind aber das letzte Boot und müssen zwischen zwei anderen anlegen, was es etwas kompliziert macht. Dass es jetzt Abendessen gibt, steht zwar nirgendwo, aber dennoch gibt es folgendes: Seafood-Salat, Hühnchen, Bratnudeln, Hähnchenspieße, Mango, Brownie. Wie beim Frühstück gibt es Eistee (ist sehr beliebt in Thailand), Thai-Milchtee (ebenfalls), Eiskaffee und ein rotes Gesöff. Wie beim Frühstück ist der Eistee bald schon leer. Thailändischer Frühstücks-Eistee schmeckt wie deutscher Krümeleistee Zitrone, wenn man zu viel Krümel genommen hat.
Da wir als letztes Boot anlegen, ist das mit dem Abendessen stressig, da die Busse pünktlich um 18 los wollen. Wie auf der Hinfahrt fährrt der Fahrer sehr... nennen wir es „zügig“. Mir wird ein bisschen übel, während ich das Boot gut überstanden habe.
Ankunft im Hotel gegen 21 Uhr. Langer Tag. Dennoch treffe ich noch die Gruppe. Eines der drei Pärchen war zum Tauchen auf Similan, war aber an zwei Stellen um Ko Similan 7 und daher zwei Stunden früher zurück als ich. Drei andere waren Reiten am Strand.
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geschrieben von Janni