Südostasien III Tag 18: Singapur (Changi Airport Butterfly Garden, Jewel, Marina Bay) – Zwangsabstecher
Malediven, Doha, nochmal Doha und jetzt auch noch Singapur: Die Liste der Orte, die ich nur aufgrund von Geldmangel besuche, wird immer länger!
Das Leben ist hart, wenn die Reise das Budget zu sprengen droht und man nicht von Phuket und auch nicht am Wochenende fliegen kann und deshalb drei Tage Singapur buchen muss. Flug waren jetzt 98 Euro, Hotel 121. Supermarktpreise in Singapur sind sehr viel höher als in Thailand (z.B. Cola etwa das Dreifache), Dienstleistungen hingegen etwa auf ähnlichem Niveau. Passt irgendwie nicht zusammen./p>
Ursprünglich war ich von deutlich mehr für das Hotel ausgegangen (was ich erst vorgestern auf der Bootsfahrt nach Mu Ko Surin gebucht habe, weil ich den Namen für das Einreiseformular brauchte) und habe deshalb den früheren der beiden Vormittagsflüge von SQ gebucht. SQs Billigtochter TR fliegt zwar auch, ist aber mit Gepäck merklich teurer als SQ, was immer mit Gepäck ist.
Also geht es um 8:40 von Phuket nach Changi. Ich komme (zu Fuß) etwa 65 Minuten vor Abflug beim Flughafen an. Gestern auf dem Weg vom Flughafen zum Sugar Marina Aviator (Hotel) wurde ich von Taxifahrern angequatscht, wo ich hin will. Ich habe dann überlegt, was man lustiges sagen könnte. Zuerst fiel mir „Hotel“ ein. Später kam ich auf die Idee, zu sagen, dass ich (zu Fuß) nach Bangkok will (was zudem in entgegengesetzter Himmelsrichtung liegt), aber danach hat mich keiner mehr angesprochen. Das Aviator-Hotel hatte meiner Meinung nach die beste Matratze auf der ganzen Reise. Thailänder schlafen wohl gerne hart – ich nicht.
Nachdem ich die Bordkarte erhalten habe, gehe ich ein letztes Mal zu Amazon – Chocolate Frappe. In Singapur gab es zeitweise drei Filialen, die aber inzwischen wieder geschlossen wurden. Dadurch stehe ich erst 40 Minuten vor Abflug (mit gefühlt eingefrorenem Gehirn) in der Passkontrolle und da ist viel los (der Raum ist komplett voll). Ich bekomme etwas Panik, komme aber doch innerhalb von knapp 20 Minuten durch.
Flughafen Changi
Nach Landung in Changi besuche ich den Schmetterlingsgarten. Den zu finden ist gar nicht so einfach, denn der Flughafen in Singapur ist sehr groß.


Ich beobachte drei Schmetterlinge, die komisch aufeinander hocken. „Die haben einen Dreier“, sagt ein Mann, „das habe ich noch nie gesehen.“ Und das, obwohl er laut seinem Anstecker beim Flughafen arbeitet. Aber es steht nicht drauf, ob er zum Schmetterlingsgarten gehört.

Ich finde besonders faszinierend, wie der eine Falter den anderen am Rüssel hält.
Die Gruppe meinte, ich solle Bilder vom Jewel (Einkaufszentrum) schicken, aber das befindet sich auf der Landseite. Der luftseitige SkyTrain, den ich jetzt eh nehmen will, fährt aber einmal mittel durch, wofür er sogar abbremst.

Durch den Besuch im Schmetterlingsgarten ist die Landung schon 90 Minuten her und die Gepäckausgabe bereits vorbei. Ich frage beim Gepäckservice nach. Sie finden meinen Koffer an der Kopfseite des Bandes liegen. Der Reißverschluss der vorderen Tasche fehlt. Der Inhalt liegt neben dem Koffer. Ich vergesse, dass ich mich wegen Beschädigung des Koffers hätte beschweren können, wie 2016 nach Kuba.
Und das nächste Unheil droht: Bei Singtel sind alle Systeme ausgefallen. Man kann daher keine SIM-Karten mehr kaufen. Es sei schon seit 2 Stunden alles down und werde noch mindestens 1 Stunde down bleiben. Ich soll eine andere Karte kaufen, meint die Frau, der bezahlte Betrag würde später erstattet.
Auf Pelago (Singapore Airlines' Konkurrent zu Get Your Guide und Viator) kann man neben der 12-SGD-Karte von Singel für 7,80 SGD (gut 5 Euro) auch eine von M1 kaufen. Der Name ist identisch: ebenfalls $12-Touristen-SIM. Da alle Karten in Singapur unrealistisch viel Datenvolumen haben (und Tethering – Thailand staunt) werden sie nur anhand des Preises unterschieden. Die Leistungen der beiden 12-SGD-Karten sind absolut identisch, außer dass M1 Roaming in anderen Ländern hat (Malaysia, Indonesien, Hong Kong und Macau sowie völlig willkürliche weitere Länder je nach Kartenpreis). Die 12-SGD-Karte kostet – der Name verrät es wie bei Singtel – 7,02 SGD. Man kann sie Changi Meet and Greet einlösen. Anders als bei Singtel dauert es 5 bis 10 Minuten, bis die Karte funktioniert (man Netz kriegt). Man kann auch Karten bei Meet and Greet direkt kaufen, die kosten aber bei schlechterer Leistung ein Vielfaches der vorbestellten Karten.
Ich habe ein Zimmer in der Heritage Collection on Victoria. Dafür braucht man eine App als Schlüssel. Ich bin mir unsicher, ob ich NFC brauche. Die notwendige Antenne habe ich beim Tausch des Akkus meines Handys abgerissen, da sie am Deckel klebte. Es reicht aber offenbar BLE, obwohl man das Handy so nah auf den Empfänger packen muss wie bei NFC-Anwendungen.
Nachdem ich mich etwas orientiert habe, laufe ich zur Marina Bay für den Sonnenuntergang.




Dann geht's zurück ins Hotel. Endlich mal ausschlafen. In den letzten drei Wochen konnte ich nur im Flusshotel länger als 6 Stunden schlafen.
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geschrieben von Janni