Südostasien III Tag 19: Sungei Buloh Wetlands Reserve – Natur pur in Singapur
Singapur ist ein Stadtstaat. Gibt es da dennoch Natur? Auf jeden Fall!
Während der Sicherheitseinweisung im Flugzeug, die verschiedene Orte in Singapur zeigt, und aus der Bordzeitschrift Silverkris habe ich mir diverse Orte aufgeschrieben. Zum Beispiel die Sultan-Moschee. Später ist mir aufgefallen, dass die direkt neben dem Hotel ist. Noch etwas später ist mir aufgefallen, dass ich da beim letzten Mal schon war.
Heute möchte ich herausfinden, was es mit der Natur in Singapur auf sich hat. Die Otter im Botanischen Garten kenne ich schon. Also fahre ich zum Sungei Buloh Wetlands Reserve, einem großen Naturschutzgebiet im Norden der Stadt. In Thailand habe ich mich gefragt, warum ich eigentlich Die Lange Anna mit habe – denn außer in Bangkok im Benjakitti-Park habe ich sie nicht gebraucht.

Viel los ist nicht. Wenn man Tiere sehen will, muss man gute Augen oder Ohren haben, oder an bleibt einfach stehen, wo andere schon stehen und scheinbar ins Nichts gucken. Zum Beispiel hier:



Wenn man mit den Fotografen spricht, warum sie hier sind, nennen sie immer wieder drei Arten:
- Koromandelkuckuck (engl. chestnut-winged cuckoo)
- Königskobra (engl. king cobra)
- Baumstelze (engl. forest wagtail)
Fangen wir mit dem ersten an:

Kurz darauf hocken beim Parkplatz am Wetlands-Zentrum (das ist nicht das Besucherzentrum) 6 oder 7 Fotografen auf dem Boden. In dem keinen Wäldchen (das von Wegen umgegeben ist) soll eine Baumstelze sein. Mir zeigt sie sich nicht. Stattdessen kommt der hier aus dem Wald:

Ab dem Wetlands-Zentrum geht es dann rein in die eigentlichen Wetlands.

Irgendwas klebt an mir und meiner Kameratasche. Ich schaue nach, ja, da hängt was, nämlich das hier:

Und wir bleiben beim Thema Springer: Denn weiter geht's auf dem Rundweg um die Lagune, in der aktuell Niedrigwasser ist, sodass die Schlammspringer auf dem Trockenen sitzen.

Das ist zwar ein Fisch, er kann aber an Land atmen. Einige Arten halten sich fast komplett an Land auf.


Weiter auf dem Weg sitzen drei Tiere auf dem Weg: zuerst ein kleiner Bindenwaren mitten auf dem Weg liegend, dann ein großer Bindenwaran den Weg querend und zuletzt ein Otter, ebenfalls den Weg querend. Bevor ich realisiert habe, dass es ein Otter ist, ist der aber schon wieder weg.

Ach ja, ein Tier aus der Liste oben bin ich euch noch schuldig:

Ein Biss der Königskobra ist für den Menschen oft tödlich, die Schlange aber nicht aggressiv.
Ich frage die beiden Männer, die die Königskobra beobachten, ob es hier Krokodile gebe. Schilder weisen ständig darauf hin. Sie meinen ich soll bei der Main Bridge mal gucken. Gesagt, getan. Am Ufer liegt ein Salzwasserkrokodil (Leistenkrokodil). Als ich es fotografiere, schwimmt gerade ein weiteren den Fluss entlang. Das am Ufer liegende Krokodil bewegt sich daraufhin Richtung Fluss. Ich erwarte einen Kampf, es passiert aber nichts. Das am Ufer liegende Krokodil hatte davor auch schon einen vorbeigehenden Seidenreiher ignoriert.

Später sehe ich noch eins:

So, das war's, aber zum Ausgang. Da verabschiedet mich der hier und ihn stört es auch nicht, dass ich auf einen Meter an ihn heranrücke:

Ich hole im Hotel mein Stativ. Das ist etwa anderthalb Stunden vom Reservat entfernt. Zwischendurch scheint es gewittern zu wollen, aber es fällt dann doch aus. Ich gehe nochmal zur Marina Bay.


So, jetzt aber ab ins Bettchen, ich will das gerne noch in der morgendlichen Blauen Stunde von der Marina Barrage fotografieren.
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geschrieben von Janni