Südostasien III Tag 3: Bangkok (Flussrundfahrt, Großer Palast, Wat Kho, Wat Arun, Chinatown) – Tempelland
Erst gibt es einen Palast, dann einen Tempel und dann noch einen Tempel. Und zum Schluss Kohl und Kondome.
Flussrundfahrt
Wir schon beim letzten Mal durch eine südostasiatische Hauptstadt sind wir auch heute mit den ÖFfis unterwegs. Mit dem BTS Skytrain fahren wir nach Saphan Taksin. Das ist ein Umsteigepunkt zwischen dem Skytrain und den Booten auf dem Chao Phraya. Ähnlich wie in Hamburg existiert hier eine Fährlinie (City Line), die Teil des Nahverkehrs ist. Man erkennt die Boote am Fehlen eines Sonnendecks, das alle Touri-Boote habe und das auch gut genutzt wird.
Wir sind zwar auch Touris, aber wir fahren nicht mit einem riesigen Touriboot (wo hunderte Leute draufpassen und drauf sind) sondern mit dem hier:


Beim Wat Suwannaram (Wat heißt Tempel) an einem Nebenfluss Khlong Bangkok Noi dürfen wir die Welse füttern. Sie wissen nämlich offenbar, dass es hier Brot gibt – und dass sie hier nicht gefangen werden dürfen.

Gerade als Guide Jet sagt, dass es zu warm für Warane ist, sehen wir gleich mehrere am Ufer liegen.

Früher gab es mehr Kanäle (Khlong) in Bangkok. Die wurden dann aber oft zugeschüttet, um Straßen zu bauen.
An der Mündung des Chak Phra drehen wir um und fahren zurück. Wobei, nicht ganz zurück:
Großer Palast
Der Große Palast von Bangkok (er hat keinen anderen gebräuchlichen Namen) wurde 1782 gebaut, gleichzeitig mit der Stadtgründung durch Rama I. Der Komplex ist 218.000 m² groß.
Wat Phra Kaeo
Hauptattraktion ist der Ensemble Wat Phra Kaeo. Hier befinden sich königliche Pantheon zu Ehren der vorherigen neun Könige (Rama I. bis IX.), ein Turm mit der Asche von Buddha und ein Tempel des Smaragd-Buddha (auf Deutsch auch als Jade-Buddha bezeichnet).





Links das Goldene ist der Turm mit der Buddha-Asche.
Im Tempel des Smaragd-Buddha darf man nicht fotografieren. Man darf aber ausdrücklich von draußen hinein fotografieren.

Der Buddha wird abhängig von der Jahreszeit eingekleidet. Heute ist es zwar 35°, aber es ist Winter. Da ist er komplett angezogen. Thailand hat nur 3 Jahreszeiten, es gibt also auch nur drei Kleider für Buddha.
Rest des Großen Palastes
Die Königsmutter ist im Oktober gestorben. Sie wird dann ein Jahr lang im Phra Thinang Dusit Maha Prasat aufgebahrt, damit Thailänder aus dem ganzen Land kommen können (schwarz gekleidet), um ihr die letzte Ehre zu erweisen.

Der Chakri Maha Prasat wurde vor ca. 140 Jahren von Rama V. erbaut. Er war als erster König in Europa und hat auf deiner Rundreise viele Länder gesehen. Er hat einen englischen Architekten beauftragt, ihm einen Palast zu bauen. Vorbild war der Buckinham Palace, wobei letztlich auch noch ein typisch thailändisches Dach drauf gesetzt wurde.
Das Gebäude ist somit kein Kolonialbau – Thailand war auch nie Kolonie, was der heutige Name ausdrückt – das freie Land.
Wat Pho (Wat Photharam)
Wat Pho, ein eigentlich veralteter Name, ist bekannt für den liegenden Buddha.


Die Fußsohlen des Buddha zeigen jeweils 108 Perlmutt-Bilder, in der Mitte das Chakkra, drum herum verschiedene weitere Darstellungen, die nicht mehr so ganz sicher gedeutet werden können.

Die Anlage selbst ist deutlich größer als nur der Tempel mit dem Liegenden Buddha. Wir bekommen dazu keine Erklärung, daher hier beispielhaft ein Bild:

Links die kleinen Hauben nennt man Chedi Rai. 71 Stück gibt es. Man kann sich darin bestatten lassen (Feuerbestattung, wie immer im Buddhismus). Das Gebäude hinten rechts enthält eine Galerie mit zig Buddhas, alle etwa ein Meter hoch.


Wir fahren mit der MRT Blue Line (mit der ich gestern auch schon gefahren bin) nach Samyan Mitrtown und dann noch ein winziges Stück mit dem Bus zum MBK Center, einem riesigen Einkaufszentrum. Wir gehen von dort zum Siam Center, einem anderen großen Einkaufszentrum, um dort etwas zu essen. Es ist recht schwer, etwas Thailändisches zu finden. Das meiste scheint Koreanisch zu sein.
Wat Arun
Nach dem Mittagessen fahre ich allein wieder zum Saphan Taksin. Von dort fahre ich mit der Fähre zum Tempel der Morgenröte.

Die Anlage ist wieder sehr weitläufig. Man bekommt am Eingang einen Stempel auf den Handrücken, da man zum Teil über öffentliche Straßen zu laufen scheint.

Ich hatte gehofft, man könnte da höher drauf. Aber man kann nur den Rundgang im ersten „Stock“ machen und nicht weiter hoch (sie folgendes Bild).

Ich habe gehört, es soll hier irgendwo Darstellungen von Buddha geben, wie er mit einem Schwert auf einem Pferd sitzt. Ich konnte keine finden.

Eigentlich hatte ich gehofft, von hier einen besseren Blick auf die Stadt zu haben, aber dafür hätte man höher kommen können. Daher jetzt noch drei Bilder von vor dem Tempel.

Und da heute mal wieder Gegenteiltag ist, gibt es jetzt den Tempel der Morgenröte – im Abendrot.

Und auf die Skyline von Bangkok gucken kann man von hier auch. Wenn auch nicht wirklich gut.

Während die Kamera das obige Bild noch fertigstellt, werde ich rausgeworfen. Es ist 19 Uhr. Die Fähre kommt auch gerade. Ich fahre nach Chinatown, weil die Gruppe da hin wollte, aber sie wohl eine Stunde später als zunächst gedacht und von mir angenommen.

Ich finde aber nichts zum Essen und fahre zurück zum Hotel. Wobei, ich steige im Lumphini-Park aus und laufe von dort zum Hotel. Unterwegs gibt es aber nichts zu sehen. Dann besuche ich das Restaurant, das ich gestern schon erwähnt habe. Es begrüßen mich zwei Figuren aus Kondomen.

Drin sind weitere Kondomfiguren, z.B. Santa Condom (Weihnachtsmann). An sich ist das ein normales (aber recht teures) gut bewertetes Restaurant. Es soll wohl dazu dienen, dass Leute von der Prostitution weg kommen und lieber hier arbeiten. Es sind aber auch viele Männer hier angestellt.
Es gibt auch einen Souvenirladen und das bereits gestern erwähnte Coffee & Condoms. Deren Motto ist „Unsere Getränke und Gebäck machen dich garantiert nicht schwanger“. Beim Bezahlen wird ein Korb auf den Tisch gestellt. Darin: Kondome. Sie ziehen es hier wirklich durch. Und selbst die Lampen ähneln einem Kondom.
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geschrieben von Janni