Südostasien III Tag 4: Benjakitti-Park Bangkok, Ayuytthaya (Sommerpalast Bang Pa-in, Wat Chai Watthanaram, Wat Yai Chai Mongkon, Wat Mahathat, Nachtmarkt) – Das gleiche Alternativprogramm
Sparen Sie jetzt mehr als die Hälfte und bekommen sie entspanntes Frühstück und geilen Sonnenstand gratis mit dazu!
ACHTUNG: Dieser Blogpost enthält Bilder davon, wie Hirtenmainas (die hier lebenden Stare) einen Artgenossen töten (denke ich zumindest). Die Bilder enthalt keine explizite Gewalt und kein Blut.
Für 99 Euro kann man bei MPR einen Ausflug nach Ayutthaya buchen, der ehemaligen Hauptstadt Thailands. Das ist, wie immer bei MPR, gnadenlos übertrieben. Ich schätze den Einkaufspreis bei der zu erwartenden Menge an Leuten auf um die 20 Euro (inkl. Eintritte). Im Internet ist man, inkl. Eintritt, so ab um die 40 dabei, für 55 Euro sogar was Deutschsprachiges! Die meisten Ausflüge können nicht bei unserem Hotel starten. Ich finde bei meiner Suche zwei, wobei die Kurzfristigkeit (ich buche kurz vor 17 Uhr) die Auswahl offenbar ebenfalls schmälert. Da ich das Frühstück im Hotel sehr gut fand, möchte ich ungern darauf verzichten und hätte gerne etwas Späteres als das, was ich zunächst auf Viator finde. Es wird daher eine Abendausgabe, die ich bei Get Your Guide gebucht habe. Der Veranstalter möchte wissen, ob es okay ist, wenn auch chinesische Gäste dabei sind. Ich frage bei dem Anlass nochmal nach dem Programm, da ich mir nicht vorstellen kann, dass das passt, wie es angegeben ist: 11:30 los, 8 Stunden Programm, über eine Stunde Fahrt und Sonnenuntergang gegen 18:30 – irgendwas passt doch da nicht. Ich bekomme das genaue Programm zugeschickt. Stimmt. Egal, ich will ausschlafen und frühstücken, also mache ich das trotzdem. 49 Euro, inkl. Eintritte.
Nach dem Frühstück gehe ich nochmal in den Benjakitti-Park – schon mal alles mitnehmen und eine lange Hose für den Palast anziehen, dann bin ich gleich bereit zur Abfahrt. Hotel raus, links, wenige Minuten zu Fuß. Ich beobachte Vögel, die aussehen wie Mainas, aber fast ganz schwarz sind und einen Kamm haben (auch Hirtenmainas können ihren Schopf aufstellen, sehen wir gleich). Es handelt sich tatsächlich um Mainas:
Leider laufe ich in eine schlecht sichtbare Matschpfütze im Rasen und bin dann ziemlich dreckig. Also muss ich doch nochmal ins Hotel.

Als ich gerade den Gehweg entlang laufe, betrachte ich auf der anderen Seite der niedrigen Hecke eine Auseinandersetzung von Hirtenmainas. Zwei Vögel scheinen auf dritten sauer zu sein. Dieser stürzt sich durch die Hecke auf den Gehweg direkt vor mich und bleibt sitzen. Die anderen Mainas kommen aber nach und jagen ihn auf die andere Seite der Straße. Er scheint nicht mehr richtig fliegen zu können.


Ich komme näher. Die beiden Angreifer verschwinden. Der Angegriffene liegt ähnlich wie auf dem ersten Bild, nur um 180° gedreht (Bauch aber oben). Sein linker Fuß zuckt, sonst ist er bewegungslos. Die Augen sind geöffnet. Ist der jetzt tot? Ich bin mir nicht sicher. Jemand anders im Baum über mir hingegen schon:

Ich schaue mich noch ein bisschen um.

Wenn ich mich jetzt noch umziehen will, muss ich aber so langsam zurück. Der Maina liegt nicht mehr da, aber es sind auch jede Menge Mitarbeiter des Parks in der Umgebung. Ich könnte mir vorstellen, dass ihn jemand entsorgt hat. Für mehr Frieden in der Tierwelt poste ich jetzt die Taube, die direkt vor mir auf dem Zaun am Ausgang sitzt, als ich den Park verlassen will:

Die Abholung für den Ausflug ist eine Viertelstunde zu spät – 12:05 statt 11:50. Egal, Hauptsache er findet statt. Es Wir müssen noch zwei weitere Orte anfahren. Unser erstes Ziel erreichen wir gegen 14 Uhr.

Der Sommerpalast in Bang Pa-in wurde von König Prasat Thong 1632 errichtet. 1766/1767 wurde er von einfallenden Burmesen zerstört – wie eigentlich alles, was wir heute besuchen. Die Ruinen lagen dann 80 Jahre brach, bis Rama IV. einiger Gebäude errichten ließ. Die heutigen Gebäude stammen von Rama V.
Wer gestern gut aufgepasst hat, kann es erraten: Es ist nahezu alles im europäischen Stil gehalten. Ein neoklassizistisches Gebäude hier, ein norddeutscher Leuchtturm da.



Neben einem Schrein im traditonellen Maiskolben-Stil der Khmer (der heißt echt so) gibt es noch ein weiteres Gebäude, das im thailändischen Stil errichtet wurde:

Diese wurde von Rama V. zum Andenken an seine Lieblingsfrau errichtet. Sie starb als einziges Opfer, als die königliche Schute (Royal Barge) kenterte. Da das Berühren der Frauen des Königs mit Todesstrafe belegt war, ließen die Retter die schwangere Frau folgerichtig ertrinken.
(Dramathurgische Pause)
Darum, liebe Herrscher, bei Gesetzen immer genau nachdenken. Mich erinnert das an einen Strand auf La Palma, wo ein Rettungsring in einem (nicht umzäunten) Gebiet hängt, vor dem ein „Betreten verboten“-Schild steht, und ich damals auf dem Blog schrieb, dass Deutsche sich natürlich daran halten und Schwimmer ertrinken lassen würden. Ordnung muss sein.
Sein Nachfolger ließ eine lebensgroße Statue von Rama V. aufstellen.

Ich hätte gerne ein besseres Bild davon gemacht, aber die Rasensprenger sind an.

Das soll zumindest es laut Guide zumindest sein. Der Hase ist offenbar an ein Franchise angelehnt, das mir gerade nicht einfällt, während der „Affe“ mich eher an einen Quaggan aus Guild Wars 2 erinnert.

Der untere Teil ist in Gerüste eingekleidet. Durch die Korkaden passt er nicht zu einem Leuchtturm.
Jetzt kommen wir zum letzten Gebäude auf unserem Rundgang.


Das Gebäude wurde von chinesischen Kaufleuten aus dem nahen Ayatthuya für Rama V. errichtet. Das Material ließen sie aus China importieren.

Wat Chai Watthanaram
Auch Wat Chai Watthanaram wurde von König Prasat Thong errichtet, allerdings schon 1630 als sein erster Tempel. Den Ort wählte er, weil seine Mutter hierher kam.

Wie man sieht, steht die Sonne gerade sehr praktisch.

Wie bereits der Sommerpalast wurde auch Wat Chai Watthanaram von den Burmesen zerstört. Sie haben den zahlreichen Buddha-Statuen die Köpfe und Arme abgeschlagen.


Auf dem Weg zum nächsten Tempel bekommen wir Roti Sai Mai, im Prinzip ein sehr dünnes Fladenbrot mit Zuckerwatte ist. Die Ausführung, die wir direkt vom Strand and er Straße bekommen, würde ich als normalen Crêpe mit einer ziemlich knusprigen Füllung aus Kadaífi (Engelshaar) beschreiben.
Wat Yai Chai Mongkon (auch Wat Yai Chai Mongkhon)
Wat Yai Chai Mongkon sieht auf den ersten Blick kaum anders aus als der vorherige Tempel. In der Mitte ist aber kein Prang sondern ein Chedi, der höchste des Ortes. Außerdem ist das hier einigermaßen intakt, obwohl der Tempel bereits 1357 erbaut wurde. Er wurde nämlich wieder aufgebaut. Er gehört allerdings nicht um Welterbe der Unesco, die den Wiederaufbau verbietet.


Der Chedi kann bestiegen und oben betreten werden.


Außerdem soll es hier einen liegenden Buddha geben. Ich finde ihn aber zunächst nicht, zumal der Guide nicht mit reingekommen ist. Auf dem Weg nach draußen sehe ich einen liegenden Buddha, der auf der deutschen Wikipedia ist viel größer (die englische Wikipedia erwähnt keinen).

Wat Mahathat
Wat Mahathat in Ayutthaya ist das Herzstück der Unesco-Welterbe-Städte. Dementsprechend liegt auch dieses Gebäude in Ruinen. Einer der Buddha-Köpfe, den die Burmesen abgeschlagen haben, ist von den Wurzeln eines Bodhi-Baums eingeschlossen worden. Ein Zeichen, da Buddha unter einem Bodhi-Baum die Erleuchtung erhalten haben soll.

Der Bau wirde 1374 begonnen, die meisten heute sichtbaren Gebäude sind aber zeitlich näher an dem Burmesen-Angriff einzuordnen.



Nach dem Besuch des Tempels können wir noch den Nachtmarkt von Ayutthaya besuchen. Es gibt dort viel zu essen, aber auch Klamotten. Preise sind okay. Ich esse einen kleinen Wrap mit Rinderkebab für 50 Baht.

Bei unserer Abfahrt ist es noch recht hell (siehe obiges Bild). Bilder wie bei der Beschreibung auf Get Your Guide wären, bei ansonsten gleichem Programm, frühestens eine Viertelstunde später möglich, also allenfalls um die Wintersonnenwende herum. Der Nachtmarkt ist direkt gegenüber vom Parkplatz des Tempels und man wird vermutlich gegen 18:30 aus dem Tempel rausgeschmissen, wobei man den Tempel auch von außerhalb des kostenpflichtigen Bereichs fotografieren kann, der zumindest von Westen frei zugänglich scheint (man parkt aber im Südosten). Die Öffnungszeiten in Google Maps sind mal Öffnungszeiten (so wie hier) und mal die letzten Einlasse (wie beim Tempel davor).
Der Sonnenstand auf dieser Tour war absolut perfekt.
Nach Rückkehr zum Hotel gegen 20:25 treffe ich die anderen (zufällig) auf dem nahen Nachtmarkt. Danach spielen wir Werwölfe. Die Gruppe (9 Leute) schafft es, dass in einer Nacht vier Dorfbewohner sterben (die Werwölfe töten die verliebte Hexe, die tötet den Jäger und der Jäger tötet einen normalen Dorfbewohner) – das ist eine Leistung. In der folgenden Runde gewinnen die Dorfbewohner recht schnell.
Ich konnte bisher nicht klären, was genau die Gruppe gemacht hat. Den ersten Tempel und letzten Tempel haben sie auch gemacht, aber sie haben nicht den zweiten Tempel und den Sommerpalast besucht, waren dafür aber in einem anderen Tempel, sagen sie. Mich würde auch interessieren, bei wem es voller war. Ich fand meine Tour auf jeden Fall richtig gut.
Kommentare
Es gibt noch keine Kommentare zu dieser News.

geschrieben von Janni