Jordanien Tag 1: Berlin, München, Amman – Willkommen in Jordanien

Von Otto Lilienthal über Franz Josef Strauß zu Königin Alia

geschrieben von Яedeemer Sonnabend, 21. Oktober 2017 um 23:07 Uhr

Deutschland im Herbst. Nachdem das Wetter sich von Montag bis Donnerstag noch mal richtig ins Zeug gelegt hat, ist die Luft raus. Grund für mich, mal kurz nach Jordanien zu fliegen. Diesmal wie gesagt nur kurz, kürzer als alle anderen Blogreihen.

Aber nicht nur kurz, sondern auch kurzfristig. Der Reiseveranstalter hat keine Flüge mehr angeboten und in der Tat ließ sich nur noch ein Gabelflug München – Amman – Berlin finden. Den habe ich getrennt vom Aufenthalt gebucht. Dazu noch einen Zubringer mit Air Berlin (Leben am Limit!) von Berlin nach München und schon war das alles 120 Euro billiger. Falls sich also jemand fragt, warum Air Berlin pleite gegangen ist...

Dazu dann noch eine Vorübernachtung in Berlin, da ich bei einem Ausfall des ersten Zuges von Minden nach Berlin nicht rechtzeitig am Flughafen Tegel (wo übrigens die Absperrungen zwischen den Anstehschlangen mit dem Logo des Flughafens BER bedruckt sind) sein würde. Immerhin: Dafür musste ich dann auch was bezahlen.

Nachdem der Air-Berlin-Flug 6169 vorgestern mit zwei Stunden Verspätung geflogen wurde, ist er heute pünktlich. „Vielen Dank und bis zum nächsten Mal“, sagt die Pilotin, und fügt ein leises „vielleicht“ an. Der Rückflug ist zum Glück direkt, denn zu dem Zeitpunkt gibt es Air Berlin bereits nicht mehr.

Die Koffer werden im München direkt weitergeleitet, ich selbst muss aber aus dem Ankunftsbereich raus, denn da es ein Schengen-Flug war, muss ich erst noch formal ausreisen. Bei Schengen-Flügen interessiert ja keinen, wer da eigentlich wohin fliegt. Nach der Passkontrolle gibt es aber einen so großen Rückstau von der Sicherheitskontrolle, durch die ich ebenfalls erneut muss, dass der Zollbeamte, der von meiner Berliner Bordkarte zunächst irritiert ist, bei der Passkontrolle einige Minuten Pause hat. Rückstaus sind in München aber wohl nichts ungewöhnliches, wie ich bei einer Rückkehr aus Marokko erleben durfte.

In Jordanien werden wir erwartet. Dieser Mann übernimmt für uns die Einreiseformalitäten, ist aber nicht unser Reiseleiter. Das ist Mohammed. Seine Eltern sind 1948 aus Palästina geflohen, er selbst ist aber in Jordanien geboren. Derzeit sind auch wieder viele Menschen hierhin geflohen. Jordanien hat eigentlich nur 6,5 Millionen Einwohner, durch Flüchtlinge aus Libanon, Syrien und Jemen aber derzeit über 10 Millionen.

Mohammed ist seit 24 Jahren Reiseleiter und arbeitet seit 17 Jahren für diesen Reiseveranstalter (den ich wie immer nicht nenne).

Imbissstand gegenüber des Eingangs zum Queen-Alia-Flughafen in Amman
Imbissstand gegenüber des Flughafeneingangs

Wir warten im Bus noch auf die Leute von RJ126, dem Flug aus Frankfurt. Berlin (RJ122) und München (RJ124) sind hingegen gleichzeitig angekommen. Derweil nutze ich die Köpfhörer von meinem Flug, um Radio zu hören:

Anders als in Tunesien gibt es in Jordanien viele Radiosender. Das gesamte Band ist voll. Unter den Sender spiele viele typisch orientalische Musik. Fünf Sender hingegen heben sich von der Musikauswahl ab und sind, wie ich herausstellt, vollständig auf Englisch: Mood 92 (91,5 MHz), Star FM (93,7 MHz, Fokus auf elektronische Musik), RJ 96.3 (96,3 MHz, Fokus auf Metal), Play (99,6 MHz) und Bliss (104,3 MHz).

Auch bei der Reise an sich ist etwas komplett anders: Es gibt zwei Versionen der Reise, die 4-Sterne-Version (30 Leute) und die 3-Sterne-Version (10 Leute, darunter ich). Das heißt, wir fahren jeden Morgen und jeden Abend zu zwei Hotels. Das 4-Sterne-Hotel ist vor uns dran.

Straße in Amman bei Nacht
Gegenüber des 4-Sterne-Hotels

Der Busfahrer möchte zu unserem Hotel eine Abkürzung nehmen, aber die Straße ist durch eine Absperrung aus Beton blockiert. Kommt hier wohl mal vor. Nach der Ankunft gehen wir zum Abendessen. Vieles ist nur noch lauwarm, es ist aber schon 22 Uhr. Nur das Kartoffelpüree scheint frisch zu sein. Wenn deutsche Gäste kommen: Einfach Kartoffelpüree machen, damit kann man nichts falsch machen. Es gibt sechs Sorten Nachtisch, eine davon schmeckt schlichtweg wie Seife...

Nach dem Essen gehe ich noch ein bisschen die Straße vorm Hotel entlang, kann aber nichts kaufen, da ich noch kein Geld besitze. Und keinen Stromadapter. Die Steckdosen scheinen britischer Bauart zu sein, man kann aber Eurostecker hineinstecken, indem man den Schutzleiter eines richtigen Steckers umgekehrt ins obere Loch steckt. Soll laut Wikipedia gefährlich sein, aber alle Lampen des Hotels sind so anschlossen. Leben am Limit. Also liebe Kinder: Macht das nicht zu Hause nach – nur im Hotel.


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Süd-Afrika Tag 14 und 15: Numbi, Schoemanskloof, Alzu, Johannesburg, Frankfurt: Weine nicht, wenn der Regen fällt

Wir verabschieden und aus Südafrika, aber nicht ohne noch ein letztes Mal Tiere zu sehen.

geschrieben von Яedeemer Dienstag, 8. August 2017 um 10:44 Uhr

Numbi-Tor. Regen. Das Zelt hält (überwiegend). Außer beim Reiseleiter, der hat ein Oben-Ohne-Zelt (wird hier erklärt) ohne Überzelt und musste sich letzteres nachts besorgen. Nachdem es nämlich bereits um 23 Uhr mal kurz genieselt hat, zieht in den frühen Morgenstunden ein richtiger Regen auf, so wie wir ihn auch in Deutschland haben. Also bauen wir im Regen unsere nassen und sandigen Zelte ab.

Drei Zelte im Regen
Die letzten Zelte stehen noch im inzwischen etwas nachlassenden Regen

Wir quetschen uns beim Frühstück in den kleinen Unterstand im Kochbereich. Anschließend waschen wir noch ab und fahren wie geplant um Punkt 8 Uhr los zum Flughafen, wo 11 Stunden später unsere Flüge gehen.

Landschaft in der Nähe von Alkmaar
Landschaft in der Nähe von Alkmaar

Erster Halt ist eine Tankstelle in Schoemanskloof. Ähnlich wie in Marokko sind hier viele Tankstellen recht interessant aufgebaut. So gibt es hier einen Streichelzoo (allerdings nicht zum Streicheln, nur zum Angucken, da Zäune zu hoch sind), mit dem die Tankstelle auch auf dem Schild wirbt (Pet Farm).

Kaninchenbaby sitzt in einem halben Reifen voller Mais
Kaninchen. *awww*
Schild, das Hotels in der Region listet. Es enthält den ausdrücklichen Hinweis, vor anzurufen, aber eins der vier Hotels hat keine Telefonnummer.
Bitte vorher anrufen, insbesondere beim Kilmorna Manor.

Weiter geht er zum Alzu Petroport. Dies ist ein große Raststättenanlage, die ihr eigenes Wildgehege haben. Dort gibt es vor allem Büffel, daneben Nashörner (mit abgesägten Hörnern), Laufvögel aus verschiedenen Kontinenten (Emus, Nandus, Strauße), Zebras und Antilopen (Eland, Rappenantilope, Oryx).

Rappenantilope und Elenantilope
Rappenantilope (l.) und Eland

Wo wir gerade bei Nandus sind: Ich gehe zu Nando’s zum Mittagessen. Das ist eine südafrikanische Fastfood-Kette. Der von mir bestellte Chicken-Burger ist selbst in der milden Ausführung so scharf, dass ich Schluckauf bekomme.

Da das Essen im Spur-Fastfood-Restuarant sehr lange auf sich warten lässt, machen wir fast doppelt so lange Rast wie geplant. Anschließend fahren wir mit einem weiteren Halt an einer weniger beeindruckenden Tankstelle – und mit wie für die Reise typisch sinnlosem Umweg, diesmal über Pretoria – nach Johannesburg, wo wir um 15:30 auf demselben Parkplatz aussteigen, wo wir auch das erste Mal eingestiegen sind.

Hier verabschieden wir uns auch von unserem Fahrer und unserer Köchin. Die beiden fahren jetzt in unser erstes Hotel und machen Inventur, bevor sie einen ganzen Tag lang zurück zur Agentur nach Kapstadt fahren. Außerdem verabschieden wir uns von unserem Reiseleiter. Der muss ebenfalls nach Kapstadt, fliegt dort jetzt aber hin zu seiner Frau. Und seinem Auto, bevor wenige Stunden später seine Flüge zu seiner nächsten Tour gehen. Die meisten von uns haben jetzt mehr Ruhe.

Wir checken ein. Ich schnappe mir zuvor noch per Flughafen-WLAN (AIRPORTS@VAST, 1GB kostenlos) den letzten Fensterplatz, in der Hoffnung, so besser schlafen zu können. Gate A05. Ganze 16 Sitzplätze befinden sich davor, 4 davon sind so, dass man direkt vor einer Wand sitzt und auf diese schaut. Toll.

Der Flug läuft an sich gut. Der Service ist schneller, da dieses Mal mit voller Besatzung geflogen wird und das Flugzeug nicht voll ist. Über Nord-Angola gibt es schlimme Turbulenzen.

Wolken bei Tagesanbruch
Noch über den Wolken, aber schon zurück in Deutschland

Wir erreichen trotz 15 Minuten Verspätung in Johannesburg Frankfurt 5 Minuten zu früh. Condor-Piloten lachen darüber nur müde. Wie auf dem Hinflug wird nicht geklatscht. Zu wenig Deutsche an Board wahrscheinlich. Oder noch zu müde.

If you have enjoyed your flight, please tell us and your friends.
If not, just tell us.

Für mich geht es dann via Lufthansa-Zug LH3506 weiter nach Hause. Eigentlich wäre ich gerne früher gefahren, aber da ich keine Pauschalreise gemacht habe, habe ich kein Rail’n’Fly-Ticket buchen können und nur ein Ticket mit Zugbindung. Rechtzeitig vor Abfahrt meines Zuges bricht dann selbstverständlich durch die Entschärfung einer Fliegerbombe in Düsseldorf und Duisburg ein Bahnchaos aus. Ist ja auch nicht abzusehen sowas.

Zum Abschluss noch einen Gruß an die Reisegruppe. Es war toll mit euch. Danke auch für die Mitarbeit bei der Auswahl der Bilder für den Blog. Schade, dass fast keine dieser Reisen speziell für junge Leute in den Schulferien stattfinden, aber definitiv ein tolles Konzept.

Anmerkung: Ich versuche, ein Video der Tiere nachzureichen.


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Süd-Afrika Tag 13: Numbi, Blyde River Canyon, Bourke’s Luck, God’s Window, Graskop, Numbi – Panorama-Route

Warum das Panorama-Route heißt – keine Ahnung. Schließlich ist fast die gesamte Route voller Nadelbaum-Monokulturen. Egal.

geschrieben von Яedeemer Montag, 7. August 2017 um 17:58 Uhr

Blyde River Canyon – The Three Rondawels

Nach dem Frühstück geht es direkt weiter. Wir steigen in den Truck und fahren zwei Stunden zum Blyde River Canyon. Der Name Blyde bedeutet Glück und hängt zusammen mit dem Treu River, was Trauer bedeutet. Die Vortrekker trauerten am Treu River um diejenigen, die sie auf der Flucht vor den Briten an die Malaria verloren hatten. Als sie am Blyde River angekommen waren, bekamen sie Chinarinde aus Mosambik, lange Zeit das bekannteste Mittel gegen Malaria.

Panorama des Blyde River Canyon
Blyde River Canyon
Die drei Felsen etwas links der Mitte, die wie Hütten aussehen, werden The Three Rondawels genannt.
Blühender Baum
Blühender Baum

Hier haben wir bereits den am weitesten vom Camp entfernten Punkt der heutigen Tour erreicht. Wir fahren jetzt langsam zurück und machen an den weiteren Sehenswürdigkeiten Halt.

Bourke’s Luck Potholes

Als nächstes besuchen wir die Bourke’s Luck Potholes. Durch die Erdroration sind Steine in Wasserlöchern rotiert und haben Löcher „gebohrt“.

Bourke’s Luck Potholes
Bourke’s Luck Potholes
Leute oberhalb der Potholes-Wasserfälle
Oberhalb der zu den Potholes gehörenden Wasserfälle baden Leute ihr Füße, denn...
Schwimmen ist verboten, ebenso wie Schwimmen.
...Schwimmen ist verboten, ebenso wie Schwimmen.
Münzen in einem Pothole
Leute haben Münzen in die Potholes geworfen.
Brücke bei den Bourke’s Luck Potholes
Kaum zu glauben: Diese Brücke wurde errichtet, nachdem im Februar eine Brücke an derselben Stelle von einer Flutwelle mitgerissen wurde

Hier essen wir auch Mittag. Es gibt Cowboy Chow, ein landestypisches Gericht aus Baked Beans, Würstchen, Tomaten und Zwiebeln:

Cowboy Chow mit Toastbrot
Cowboy Chow

Dann geht es weiter zu God’s Window.

Irgendwo am Blyde River
Irgendwo am Blyde River

God’s Window

Gods Window ist eine Aussichtsplattform.

God’s Window
God’s Window

Es gibt allerdings nur einige Meter rechts von dem Ausblick oben noch zwei weitere Plattformen, die einen etwas schöneren Ausblick erlaubt.

Graskop – The Big Swing

Wir fahren als nächstes nach Graskop. Das ist zwar kein Programmpunkt, aber Matthias möchte gerne Schluchtenschwingen machen, das ist in etwa Bungee richtigrum. Es kostet 350 Rand pro Person, wenn man alleine springt, 300 Rand im Tandem. Auch drei andere wollen dann noch mitmachen.

Schlucht zum Schluchtenschwingen
Schluchtenschwingen, 50 Meter nach unten
Kapelle in Graskop
Eine Kapelle befindet sich direkt neben dem Schluchtenschwingen, falls man vorher noch beten möchte ... oder Leute beerdigt werden müssen.
Matthias und Lisa
Matthias und Lisa kurz vorm Absprung

Auch Hannah macht einen Sprung (Anmerkung: Leider keine Bildrechte für Hannahs Sprungpartnerin, daher keine Bilder.).

Anschließend fahren wir zurück zur Lodge. Heute essen wir wie erwähnt in der Lodge. Zuvor bekommen wir noch einen Feedback-Bogen, den wir ausfüllen sollen. Das Abendessen ist gut und alle (nicht nur die Geschädigten von vorgestern) bekommen die 100 Rand Rabatt.


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Süd-Afrika Morgen 13: Numbi – Zu Fuß durch den Krügerpark

Wir laufen in aller Frühe 2 Stunden durch den Krügerpark

geschrieben von Яedeemer Montag, 7. August 2017 um 17:53 Uhr

Wir treffen uns um 6:30 Uhr an der Rezeption. Unser Game Walk steht an.

Ranger, eine Flinte und Getränke stehen bereit.
Alles steht bereit.

Wir werden auf drei Gruppen (und fünf Ranger plus einen Ranger-Azubi) aufgeteilt, die verschiedene Wege gehen. Bevor es los geht, bekommen wir noch ein paar Regeln genannt: Wenn etwas passieren sollte, nicht wegrennen sondern schreien. Die mensche Stimme sei furchteinflößend für die Tiere. Zumindest einer unser Ranger meinte, er habe zwar schon 13 Leoparden und 4 Löwen gesehen, aber noch nie geschossen. Der andere hat hingegen schon 19 Löwen aber erst 3 Leoparden gesehen. So unterschiedlich kann es sein.

Sonnenaufgang über dem Krügerpark
Die Sonne geht gerade auf, als wir loslaufen.
Impalas
Auch schon wach: Impalas
(Vermutlich ein 24h-McDonald’s.)
Giraffenspuren. Sie liefen in Richtung unten.
Giraffenspuren. Sie liefen in Richtung unten.
Knochen eines weiblichen Kudu
Knochen eines weiblichen Kudu. Die restlichen Knochen wurden durch Tiere in der Gegend versteut. Hyänen können Knochen auch fressen und so Nährstoffe aufnehmen.
Ein Ranger zeigt Elefantendung
Elefanten-Dung
Elefanten machen, wie in Swasiland beschrieben, Bäume kaputt. Gleichzeitig helfen sie mit ihrem eher schlecht verdauten Kot auch zur Verbreitung der Samen bei. Das hält sich das Gleichgewicht, solange es nichtt zu viele Elefanten gibt. Im Krügerpark gibt es derzeit 8.000 Elefanten zu viel, das könnte zu ernsthaften Problemen führen.
Die Nährstöffe werden außerdem durch Termiten, die den Dung zerlegen, unter die Erde getragen, was die üppige Vegetation ermöglicht.
Ellipsen-Wasserböcke
Ellipsen-Wasserböcke
Tausendfüßer
Tausendfüßer
Für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich, da derzeit Trockenzeit ist und sie Wasser brauchen, washalb sie unter der Erde bleiben. Er wird also vermutlich bald sterben. Vielleicht hat ihn eine Manguste obdachlos gemacht?
Giraffe
Giraffe, vielleicht eine von denen, die vorhin die Spuren gemacht hat.

Eine andere Gruppe hat übrigens ein totes Impala auf einem Baum gesehen. Aber keine Katze, die das gemacht hat.

Jetzt ist auf jeden Fall Frühstück am Truck angesagt. Es gibt zu den üblichen Sachen gekochten Hafer. Übrigens gab es auf der Reise keinen Käse, nur an einem Tag war geriebener Käse vom Vortag übrig. Dafür gab es relativ viel süßen Aufstrich.


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Süd-Afrika Tag 12: Numbi, Skukuza, Phabeni, Hazyview, Numbi – Große Pirschfahrt

Es geht zum zweiten Mal in den Krügerpark.

geschrieben von Яedeemer Sonnabend, 5. August 2017 um 19:44 Uhr

Heute steht unsere ganztätige Pirschfahrt an. Vorher müssen wir uns aber noch wegen gestern Abend beschweren. Die drei Leiter unserer Gruppe bestellen dafür den Manager der Lodge herbei. Ich soll mitkommen. Der Manager ist eigentlich nur beim Stichwort 18:40 Uhr statt 19:30 Uhr schockiert und redet sich heraus. Man habe halt keine Garantie, der Preis sei für No Mad Tours bereits deutlich reduziert und durch die Brände zu fahren, sei ein Privileg, da sie Tiere anlocken würden. Als ich ihm erzähle, dass und der Fahrer das genaue Gegenteil erzählt habe, erklärt er, das seien selbstständige Fahrer gewesen und deutet an, dass man sich von ihnen trennen werde. Es bleibt am Ende an den Kleinen hängen. Die Touren werden allerdings von einer anderen Firma organisiert, deren Leiterin Leonie ist gerade nicht zu sprechen. Er telefoniert mit ihr und sagt, die Lodge würde uns 14 Betroffenen morgen 100 Rand vom Abendessen (normal 195 Rand) erlassen.

Wir geben uns angesichts der Tatsache, dass wir zu diesem Zeitpunkt bereits 45 Minuten mit Diskutieren verbracht haben, damit zufrieden, auch wenn ich finde, dass insbesondere die andere Gruppe mit fast 40% verlorener Zeit mit diesen etwa 11% sehr wenig als Ausgleich bekommt.


Wir fahren zunächst nach Skukuza.

Gabelracke
Gabelracke
Giraffe
Giraffe
Gaukler
Gaukler (ein Adler)
Grüne Meerkatze
Grüne Meerkatze

In Skukuza, dem größten Ort im Park, hat heute ein Halbmarathon stattgefunden, deshalb ist es sehr voll. Dort gibt es Mittagessen: Kartoffel- und gemischter Salat und Brot.

Mittagessen in Skukuza

Anschließend fahren wir eine klkeine Schleife östlich von Skukuza und dann zum Phabeni-Tor.

Südlicher Gelbschnabeltoko
Südlicher Gelbschnabeltoko
Große Kudus
Große Kudus
Impala
Impala
Hier sieht man gut, warum es auch Schwarzfersenantilope oder Fast Food of the Jungle (wegen des McDonald’s-Logo auf seinem Hintern ... und aus anderen Gründen) genannt wird.
Springbock
Springbock
Warzenschwein
Warzenschwein
Zusammen mit dem Marabustorch in Namibia habe ich damit die Ugly 5, sowohl die neuen (Gnu) als auch die alten (Krokodil), alle gesehen. Es gehören noch der Geier (in Swasiland), Hyäne (gestern) und Krokodil (gestern) dazu.
Anti-Poaching Unit
Anti-Poaching Unit
Diese Leute jagen mit ihren Maschinengewehren Wilderer, die teilweise ebenfalls mit welchen ausgestattet sind. Mandela hat damals den Schussbefehl auf Wilderer gegeben. Letztes Jahr sind allein 300 Nashörner gewildert gekommen, um als asiatisches Potenzmittel zu enden. Dabei ist ihr Horn nichts anderes als unsere Fingernägel.
Mashukele-Fluss
Fluss (vermutlich Mashukele)

Da wir bereits um halb vier beim Phabeni-Tor ankommen, fahren wir noch kurz zurück zum Nyamundwa-Wasserloch und dann wieder zum Tor.

Zebra
Zebra
Zebra mit Fohlen
Zebra mit Fohlen

Anschließend fahren wir noch kurz zu einem EInkaufszentrum im Ort Hazyview und dann in die Lodge, die wir gegen zehn vor sechs erreichen.

Sonnenuntergang bei Nkambeni
Sonnenuntergang bei Nkambeni
Drei Büffel
Büffel direkt vor der Lodge

Unsere Köchin macht heute Braay, ein südafrikanisches Barbecue.


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