Südostasien III Tag 17: Poda-Inseln Krabi (Ko Poda Nok/Chicken Island, Thale Waek, Ko Poda Nai) – Kurz nach Krabi cruisen
Ich mache den einzigen Bootsausflug ab Phuket, den ich noch komplett nicht kenne. Und er ist gar nicht schlecht.
Heute habe ich nochmal einen Tagesausflug gebucht – zu den vier Poda-Inseln in der Provinz Krabi. Abholung ist um 7 Uhr. Der Fahrer ist etwas zu früh, ich noch nicht ausgecheckt. Das Hotel macht da einen Akt von, auch mit ihrer Kaution (1000 THB).
Um 8:30 fährt das Boot von Ao Nang Travel nach Krabi. Sie haben alle ihre sechs Fähren Ao Nang Princess genannt. Ganz großartig.
Ankunft in Nopharat Thara (es gibt zahlreiche Schreibweisen des Namens) ist gegen 10:10, dann geht es mit dem Schnellboot auf die Poda-Inseln.

Ko Poda Nok

Es geht zuerst nach Ko Poda Nok, übersetzt Vogelinsel bzw. auf Englisch Chicken Island. 10:40 kommen wir an, 12:30 ist Mittag auf der Insel.

Vorgesehen sind hier jetzt fast 2 Stunden am Strand. Ich habe meine Schnorchelausrüstung dabei. Obwohl ich mich schon gefragt habe, warum ich das jetzt gemacht habe statt einem Ausflug zu Bamboo Island (was man nicht allein buchen kann sondern nur zusammen mit einer „Premium-Tour“ nach Mu Ko Phi Phi, wo ich schon war), gibt es tatsächlich sehr viel Neues zu sehen, als ich von Thale Waek aus gesehen links ganz hinten (so weit man trockenen Fußes kommt) schnorchle:



Es gibt hier auch wieder Anemonenfische, aber nur an einer Stelle. Diese Spezies mit zumeist Schwarz statt Orange bewegt sich mehrere Meter von der Anemone weg, sodass ich erst einen Anemonenfisch und dann erst die Anemone sehe. Da sie in größerer Tiefe leben und das Wasser etwas trüb ist, schaffe ich kein gutes Bild von dem Pärchen und ihrer Anemone.
Ach ja Nemo, kurz darauf treffe ich auf den Fisch, der seine Mutter verspeist hat:


Die Tiere auf den letzten zwei Bildern sind gefährlich für Menschen, jedoch nicht aggressiv. Barrakudas verwechseln gerne glänzende Dinge mit Beute, dann ist es doof für Taucher und Schnorchler. Ich hatte auch die Vermutung, dass auch die Fische der folgenden Art meine Kamera oder das rote Armband davon mit irgendwas verwechseln.


Warum Schwarz? Weil sie eigentlich schwarz sind und sich zum Sonnenschutz mit Sand eindecken.

Thale Waek (auch Ko Thap, Ko Tap und Ko Tup)
Nach dem Mittagessen gehen wir rüber nach Thale Waek, die Sandbank die zwischen Poda Nok und Poda Nai liegt. Normal fährt man mit dem Boot, aber heute Mittag ist wieder Niedrigwasser, sodass man durch das hüfttiefe Wasser waten kann. Thale Waek sind eigentlich auch zwei Inseln, die aber durch eine Sandbank verbunden sind.

Ich habe keine Schuhe dabei, was sich als unvorteilhaft herausstellt, da der Weg sehr steinig ist. Zwei Inderinnen begleiten mich auf die andere Insel.
Viel machen kann man auf Thale Waek nicht, obwohl dort mehr Menschen drauf sind als auf der größeren Ko Poda Nok. um 13:50 fährt das Schnellboot die Gruppe, die fast komplett aus Indern besteht (andere als die zwei, die mir geholfen haben), auf Ko Poda Nai, nicht aber, um zu erklären, woher Ko Poda Nok seinen Namen hat:

Ko Poda Nai (Ko Poda)

Auf Ko Poda Nai gibt es von der Crew Schnorchelmasken für die, die wollen. Wir sind hier jetzt von 14:10 bis 15:20. Ich finde das Schnorcheln hier schlechter als auf Ko Poda Nok, wo die Masken nicht ausgegeben wurden.
Aufgrund der Niedrigwassers schwimmt man nur ganz knapp über den Korallen. Klingt gut zum Fotografieren, ist es aber nicht, weil es gleichzeitig vom Sand ziemlich trüb ist. Ich schwimme zur nördlichen vorgelagertern Insel. Sie liegt in dem Bereich, in dem die Langschwanzboote nicht fahren dürfen.


Auch hier gibt es wieder einen Papageifischschwarm, aber die Bilder werden nichts, da sie fressen und dabei das Wasser noch trüber machen als es sowieso schon ist.


Da denkst du, du hast in Thailand beim Schnorcheln schon alles gesehen, und dann kommt so ein Tag...
Dann geht es zurück nach Nopharat Thara und dann weiter nach Phuket.

Wie man sieht, ist die Sonne jetzt weg. Passt ja. Und ich mache mich auch aus dem Staub nach Singapur morgen früh. Ich habe noch keine richtige Ahnung, was ich mache. Ich kann ja nicht den ganzen Tag im Botanischen Garten die Otter suchen, otter ... äh ... oder?
Die Datenflat auf der SIM-Karte hat mehr oder weniger pünktlich geendet nach 360 Stunden (15 Tagen), wobei von Mitternacht an auch nur noch maximal 900 kbit/s möglich waren. War kein guter Deal, denn ich hab etwa 14 Gigabyte verbraucht, was auch am gesperrten Tethering (Hotspot/Internetfreigabe) liegen dürfte. In Singapur gibt es die 15-Dollar-Touristenkarte (knapp 9 Euro), die ich damals hatte, jetzt mit einem Viertel Terabyte in Singapur und einem Viertel Terabyte Roaming in fast ganz Südostasien (statt wie damals 120 Gigabyte in Singapur und 3 Gigabyte in Malaysia, Thailand und Australien, wobei letzteres bei diesem Angebot nicht mehr drin ist). Ein Viertel Terabyte Roaming-Datenvolumen für 9 Euro! Und 31 Tage Gültigkeit (und Tethering). Ich glaube, da staunt man weltweit.
Fun Fact: Auch Singapur Airlines hat mich beim Checkin automatisch an den Notausgang gesetzt. Vielleicht ganz gut, denn das Flugzeug ist eine 737 MAX 8.
Ich wurde gestern von der Gruppe gefragt, warum ich nach Singapur fliege: aus Kostengründen. Flüge Richtung Heimat ab Phuket sind extrem teuer, insbesondere am Wochenende. So einen Glücksgriff wie 2024 mit TK, wo der von mir gewünschte Direktflug nach Istanbul plötzlich hunderte Euro billiger war, habe ich nicht landen können. Also muss ich leider drei Tage nach Singapur. Arm zu sein ist eine Bürde, wie 2025 als ich aus Kostengründen zwei Tage auf den Malediven war, weil die Direktflüge zwischen Frankfurt und Bandaranaike unbezahlbar waren.
Nach fast drei Wochen Action freue ich mich dann aber auch auf zu Hause. Mache ich jetzt schon.
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geschrieben von Janni